DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Großhandelspreise gewinnen im Juli wieder an Fahrt
Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel haben im Juli um 5,3 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Damit zog die Teuerung nach 4,9 Prozent im Juni wieder an, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise leicht um 0,2 Prozent. Treibender Faktor blieben die geopolitischen Spannungen im Iran und Nahen Osten. Den stärksten Einfluss hatten Mineralölerzeugnisse, die 24,1 Prozent teurer waren als im Vorjahresmonat. Durch das Ende der Energiesteuersenkung verteuerten sich Benzin und Diesel gegenüber Juni um 4,0 Prozent.
Zahl der Unternehmensinsolvenzen sinkt im Mai leicht
Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Für Mai meldeten die Amtsgerichte 1.995 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.
Fitch bestätigt Bonitätsnote der USA mit "AA+"
Fitch Ratings hat die langfristigen Emittentenausfallratings (Issuer Default Ratings) der USA in Fremd- und Landeswährung mit "AA+" und stabilem Ausblick bestätigt. Faktoren, die das US-Rating belasten, sind nach Angaben von Fitch hohe Haushaltsdefizite, eine erhebliche Zinslast sowie ein hohes und steigendes Niveau der Staatsverschuldung. Im August 2023 hatte Fitch die langfristige Bonitätseinstufung der USA von "AAA" auf "AA+" herabgestuft. Damals verwies die Agentur auf die wachsende Schuldenlast der USA und politische Handlungsunfähigkeit, als Gesetzgeber über die Schuldenobergrenze der US-Regierung stritten.
Trump kündigt Drohnenzölle zum Schutz der nationalen Sicherheit an
Präsident Donald Trump hat eine Reihe von Zöllen angekündigt, um der Bedrohung der nationalen Sicherheit durch Importe von Drohnen und deren Komponenten zu begegnen. In einer Erklärung teilte das Weiße Haus mit, dass das Drohnenzollprogramm die Sicherheit der USA und ihrer verteidigungs- und verteidigungsnahen Industriebasis schützen und gleichzeitig Arbeitsplätze schaffen werde. "Die US-Drohnenproduktion muss schnell ausgebaut werden, um die nationale und wirtschaftliche Sicherheit der USA zu gewährleisten", hieß es. Laut der am Donnerstag verkündeten Proklamation sind die Zölle nach der Leistungsfähigkeit der Drohnen und ihrem Herkunftsort gestaffelt.
Globale Aktienhändler schreiben Iran-Konflikt ab
Die globalen Aktienmarktteilnehmer beginnen, den Nahost-Konflikt hinter sich zu lassen. Er habe weniger Einfluss auf die Stimmung, da sich der Blick der Händler wieder voll und ganz auf die Künstliche Intelligenz (KI) und die damit verbundenen Chancen richte, meint Steve Chiavarone, Deputy CIO for Global Equities bei Federated Hermes. Obwohl der Iran-Konflikt sicherlich das Potenzial habe, den Spot-Ölmarkt zu beeinflussen, bleibe der mittelfristige Trend der Disinflation sehr wohl intakt, fügt er hinzu. Der Terminmarkt für Öl bleibe deutlich ruhiger, wobei der Dezember-Futures-Kontrakt in diesem Jahr nie über 85 US-Dollar pro Barrel gehandelt worden sei, fügt er hinzu.
Japans Steuersenkung treibt Haushaltsdefizit in die Höhe - JGB-Renditen steigen
Laut Oxford Economics (OE) wird Japans Plan zur Senkung der Verbrauchssteuer auf Lebensmittel das Haushaltsdefizit vergrößern und die Renditen japanischer Staatsanleihen (JGB) in die Höhe treiben. Modellrechnungen zufolge werde die Senkung die jährlichen Steuereinnahmen um rund 5,0 Billionen Yen reduzieren, was schwer wieder auszugleichen sein werde, schreibt der Ökonom Norihiro Yamaguchi. Während ein Teil der Verluste durch steuerfremde Einnahmen und Ausgabenkürzungen finanziert werde, gehe OE davon aus, dass die Hälfte durch Schulden finanziert werde. OE erwarte, dass sich das Primärdefizit auf 3 Prozent des BIP verschlechtern werde, bevor es sich ab 2029 verbessere, da eine höhere Schuldenquote eine Konsolidierung erzwinge.
Neuseelands PMI für das verarbeitende Gewerbe schwächer aber weiter solide
Neuseelands verarbeitendes Gewerbe ist im Juli weiterhin solide gewachsen, allerdings langsamer als im Vormonat. Der BNZ - BusinessNZ Performance of Manufacturing Index lag im Juli bei 54,3 und signalisierte damit eine Expansion. Der Wert lag jedoch deutlich unter dem Stand von 60,1 im Juni. Dennoch lag er über dem Durchschnitt der Umfrage von 52,5. "Nach dem außergewöhnlichen Ergebnis des letzten Monats ist es nicht überraschend, dass ein Teil dieser Dynamik nachlässt, aber ein Wert von 54,3 stellt immer noch eine solide Expansion für den Sektor dar", sagte Catherine Beard, Director of Advocacy bei BusinessNZ. Besorgniserregender sei eine Stimmungsänderung, wobei 57 Prozent der Kommentare von Herstellern negativ gewesen seien, fügte sie hinzu.
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August 14, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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