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MÄRKTE ASIEN/Seoul und Tokio von Technologietiteln befeuert

DJ MÄRKTE ASIEN/Seoul und Tokio von Technologietiteln befeuert

DOW JONES--An den asiatischen Aktienmärkten hat sich am Freitag kein klarer Trend durchgesetzt. Aufschlägen in Seoul und Tokio standen Verluste in China und Australien gegenüber. Die übrigen Handelsplätze reihten sich dazwischen ein. Da nach den Verbraucherpreisen in den USA nun auch von den Erzeugerpreisen kein Störfeuer gekommen war, verstärkten Anleger Wetten, dass die US-Notenbank im September von einer Zinserhöhung absehen wird. Diese Annahme stützte die zinssensiblen Technologiewerte - vor allem in Südkorea und Japan. Positiv wurde das überraschend starke Wachstum in Malaysia zur Kenntnis genommen.

Der südkoreanische Kospi legte nun schon den fünften Tag in Folge zu und hielt seine Erholungsrally mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent am Laufen. Auf Wochensicht stieg der technologielastige Index damit um 11 Prozent. Erneut marschierten die Halbleiterschwergewichte von SK Hynix und Samsung Electronics mit Aufschlägen von 3,3 bzw. 2,4 Prozent vorneweg. Auf Wochensicht verbuchten beide Titel Aufschläge von über 15 Prozent. Investoren seien zu der Idee zurückgekehrt, sich wieder auf die tatsächlichen Gewinne zu konzentrieren, hieß es mit Blick auf die KI- und Halbleitertitel. Auch wenn Applied Materials im nachbörslichen US-Handel nachgegeben hatten, das Unternehmen hielt die Fantasie im KI-Bereich am Leben, denn die Gesellschaft übertraf die Markterwartungen im dritten Quartal dank anhaltender KI-Nachfrage.

Auch der Nikkei-225 in Japan wurde getrieben von Technologiewerten, zu denen auch solche aus dem Bereich Videospiele zählten, und kletterte um 0,6 Prozent auf 68.714 Punkte. Panasonic legten um 0,9 Prozent zu und SoftBank Group um 2,9 Prozent, im Halbleitersektor gewannen Advantest 2,6 Prozent. Händler verwiesen auch hier auf nachlassende Sorgen über mögliche Zinserhöhungen in den USA. Der Yen bewegte sich trotz Berichten, dass die Regierung von Premierministerin Sanae Takaichi eine baldige Zinserhöhung unterstütze, kaum.

In China hielt die Enttäuschung über eine klare Aussage zu geldpolitischen Lockerungen an, nachdem sich die Notenbank am Vortag entsprechend unkonkret geäußert hatte. Nach zuletzt schwachen Daten waren die Rufe nach Stimuli lauter geworden. Der HSI in Hongkong büßte im späten Geschäft 1,0 Prozent ein, der Shanghai-Composite im Kernland schloss unverändert.

Mit 0,8 Prozent Minus ging es in Australien ebenfalls bergab - den dritten Tag in Folge. Die Versicherung QBE hatte einen Gewinnanstieg im ersten Halbjahr verbucht und die Dividende erhöht. Allerdings schienen erhöhte Aufwendungen, eine einmalige Rückstellung für Unfall- und Krankenversicherung sowie Verluste im Zusammenhang mit dem Nahen Osten die ansonsten starken Geschäftszahlen aus Sicht des Marktes zu überschatten - der Kurs verlor 1,6 Prozent.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.115,20  -0,8    +4,6      08:00 
Nikkei-225        68.713,80  +0,6    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.281,55  +0,5   +23,4      08:00 
Kospi (Seoul)       6.977,94  +2,4   +65,6      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.141,32  -1,0    -1,9      10:00 
Shanghai-Composite     3.928,71  +0,0    -1,0      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.726,90  +0,1   +23,3      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.343,84  +0,7   -26,7      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.729,18  -0,3    +2,9      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00  Do, 9:30 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1546  +0,2   1,1527     1,1522  -1,7 
EUR/JPY           183,85  -0,0   183,87     183,65  -0,1 
EUR/GBP           0,8546  -0,0   0,8547     0,8542  -1,9 
USD/JPY           159,22  -0,2   159,48     159,39  +1,6 
USD/KRW          1.416,70  -0,1  1.417,94    1.423,00  -1,7 
USD/CNY           6,7431  0,0   6,7428     6,7449  -3,6 
USD/CNH           6,7445  +0,0   6,7441     6,7466  -3,3 
USD/HKD           7,8468  0,0   7,8467     7,8461  +0,8 
AUD/USD           0,7067  +0,2   0,7054     0,7049  +5,9 
NZD/USD           0,5870  +0,3   0,5851     0,5829  +2,0 
BTC/USD          63.019,02  -0,6 63.368,06    63.836,28 -28,1 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           82,81  +1,9    1,56      81,25 
Brent/ICE           88,13  +1,2    1,06      87,07 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.334,50  -0,4   -15,66    4.350,16 
Silber            64,37  -0,1   -0,09      64,46 
Platin           1.715,30  -0,1   -2,23    1.717,53 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 14, 2026 03:20 ET (07:20 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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