DJ Sonderkonjunktur treibt Gewinnwachstum deutscher DAX-Konzerne - EY
DOW JONES--Das Umsatz und Gewinnwachstum der deutschen DAX-Konzerne wird laut Analyse von EY von wenigen Branchen getragen. Die DAX-Unternehmen haben demnach im zweiten Quartal das kumulierte EBIT gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz stieg um 4,6 Prozent auf 463 Milliarden Euro. Allerdings profitierten einzelne Branchen von außergewöhnlichen Sonderkonjunkturen, wie es in der Analyse der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft heißt.
"Einzelne Branchen erleben dank Rüstung, KI-Infrastrukturinvestitionen und Ölpreishoch bzw. Lieferengpässen auf dem weltweiten Öl- und Chemiemarkt einen kräftigen Schub", sagte EY-Deutschlandchef Henrik Ahlers. "Zieht man diese Sonderkonjunkturen ab, bleibt die Lage gerade in weiten Teilen der deutschen Industrie fragil." Einzig die Finanzbranche scheine einen tragfähigen und nachhaltigen Aufschwung zu erleben.
Das stärkste Umsatzwachstum der 38 in die Umsatzanalyse einbezogenen Unternehmen verzeichnete Rheinmetall mit einem Plus von 69 Prozent gefolgt von Airbus mit 28 Prozent. Einen weiteren Treiber der Entwicklung im zweiten Quartal sieht EY im KI-Boom. "Vieles spricht dafür, dass der wachsende Stromhunger kein kurzfristiges Phänomen und keine Blase ist, sondern ein dauerhafter Trend und dass die deutsche Industrie hier strukturell gut aufgestellt bleibt und ihre Stärke auch weiterhin weltweit unter Beweis stellen kann", sagte Ahlers.
Weniger gut läuft es bei vielen klassischen Industriekonzernen, vor allem bei den Autobauern. Die Autokonzerne im DAX verzeichneten im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang um 1,2 Prozent und einen Gewinneinbruch um 12 Prozent.
Wegen des Stellenabbaus in der Autoindustrie zeigt laut EY auch der Trend bei der Beschäftigtung weiter nach unten. Zum Ende des ersten Halbjahres beschäftigten die DAX-Konzerne rund 3,49 Millionen Mitarbeiter und damit 1,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
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August 14, 2026 05:38 ET (09:38 GMT)
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