DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Euroraum-BIP steigt im zweiten Quartal um 0,4 Prozent
Das Wirtschaftswachstum im Euroraum hat sich im zweiten Quartal 2026 wie erwartet verstärkt. Wie Eurostat in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent und lag um 1,0 (erstes Quartal: 0,5) Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Damit wurden die Ergebnisse der Vorabschätzung wie erwartet bestätigt. Die deutsche Wachstumsrate wurde unverändert mit 0,2 Prozent angegeben. Die zweite Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts (Destatis) steht am 25. August an.
Eurozone erzielt im Juni Handelsüberschuss
Die Eurozone hat im Juni einen bereinigten Handelsüberschuss erzielt, da die Energieimporte sanken. Dies trug dazu bei, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal schneller wuchs als die der USA. Der Handelsüberschuss des aus 21 Ländern bestehenden Währungsraums belief sich im Juni auf 1,8 Milliarden Euro oder 2,08 Milliarden US-Dollar, nach einem Defizit von 6,1 Milliarden Euro im Mai, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte. Die bereinigten Exporte stiegen demnach um 0,9 Prozent, während die Importe um 2,1 Prozent zurückgingen.
Schweizer Wirtschaft wächst im zweiten Quartal kräftig
Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2026 kräftig gewachsen. Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in einer Schnellschätzung mitteilte, stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal saison-, kalender- und um Sportereignisse bereinigt um 1,5 Prozent, nachdem es im ersten Quartal um 0,4 Prozent zugelegt hatte. "Der Industriesektor lieferte den maßgeblichen Wachstumsbeitrag, getragen insbesondere von der Chemie-Pharma", teilte das Seco mit. Auch der Dienstleistungssektor sei "in der Summe" gewachsen.
Taiwan erwartet für 2026 zweistelliges Wirtschaftswachstum
Taiwan hat seine jährliche Wachstumsprognose erneut angehoben, gestützt auf die unerbittliche Nachfrage nach Hardware zur Unterstützung des weltweiten Booms bei künstlicher Intelligenz (KI). Die Inselwirtschaft werde im Jahr 2026 voraussichtlich um 11,05 Prozent wachsen, teilte das Statistikamt am Freitag mit. Dies liegt über der vorherigen Erwartung von 9,64 Prozent. Dies wäre ein starker Anstieg gegenüber dem revidierten Zuwachs von 8,76 Prozent im Jahr 2025 und würde die schnellste jährliche Wachstumsrate seit mindestens 15 Jahren bedeuten.
Chinas Neukreditvergabe im Juli unerwartet gesunken
Die Neukreditvergabe der chinesischen Banken ist im Juli unerwartet gesunken. Der überraschende Rückgang erfolgte, während die Zentralbank zugleich bemüht war, die Bedeutung von Krediten als Finanzkennzahl herunterzuspielen. Die Neukredite beliefen sich im vergangenen Monat auf minus 340 Milliarden Yuan, verglichen mit 1,61 Billionen Yuan im Juni. Von Ökonomen in einer Umfrage des Wall Street Journal waren 280 Milliarden Yuan erwartet worden. Dies geht aus am Freitag veröffentlichten offiziellen Daten hervor.
Weißes Haus: China umgeht Zölle in Milliardenhöhe durch Umleitung von Waren
Man nehme ein fast fertiges Hemd aus China, verschiffe es nach Kambodscha, füge ein paar Nähte hinzu und nenne es kambodschanisch. Auf diese Weise, so das Weiße Haus, umgingen chinesische Exporteure amerikanische Zölle, die eigentlich die US-Produktion schützen sollten. Während Washington sich auf einen Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping im nächsten Monat vorbereitet, heißt es in einem neuen Bericht unter der Leitung des Handelsberaters des Weißen Hauses, Peter Navarro, dass mehr als 40 andere Länder, für die niedrigere Zölle gelten, diese Umgehung ermöglichten. Zu ihnen zählten Chinas asiatische Nachbarn, darunter Vietnam und Malaysia, aber auch wichtige Handelspartner wie Kanada, Mexiko und die Europäische Union.
DJG/DJN/apo
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August 14, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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