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MÄRKTE USA/Wenig Bewegung nach enttäuschenden Einzelhandelsdaten

DJ MÄRKTE USA/Wenig Bewegung nach enttäuschenden Einzelhandelsdaten

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Dow & Co zeigen sich im ganz frühen Handel am Freitag nah an ihren Schlusskursen vom Vortag. Für den Dow-Jones-Index geht es um 0,1 Prozent nach oben, der breite S&P-500 tritt knapp unter seinem Allzeithoch auf der Stelle. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes legen um bis zu 0,2 Prozent zu.

Impulse vom Umfeld sind rar. Die Ölpreise bewegen sich nur minimal, die Nachrichtenlage im Nahen Osten ist weiter ruhig, nachdem die Gespräche über die Straße von Hormus ins Stocken geraten sind. "Das Fehlen einer dauerhaften Einigung über Hormus und die anhaltenden Drohungen sowohl in Hormus als auch im Roten Meer dürften weiterhin einen beträchtlichen geopolitischen Aufschlag in die Ölpreise einpreisen", so die Ökonomen von MUFG.

Am Anleihemarkt geht es mit den Renditen auf dem am Vortag ermäßigten Niveau seitwärts. Die Zehnjahresrendite steigt minimal auf 4,65 Prozent. Am Devisenmarkt zieht der Euro zum Dollar auf 1,1571 etwas deutlicher an. Laut Marktteilnehmern schwächelt der Dollar, weil zuletzt die Erwartungen einer Zinserhöhung der US-Notenbank gesunken sind als Reaktion auf moderat ausgefallene Inflationsdaten. In die gleiche Kerbe schlagen die schwächer als gedacht ausgefallenen Einzelhandelsdaten des Tages. Der Markt preist mittlerweile eine Zinserhöhung der Fed in diesem Jahr nicht mehr vollständig ein.

Die Einzelhandelsumsätze sanken im Juli entgegen der Erwartung eines leichten Anstiegs. Um 16.00 Uhr steht noch der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan auf dem Programm. Besonders im Hinblick auf Konsumwerte wie Einzelhandelsaktien könnten die Daten für Bewegung sorgen. Papiere wie Walmart, Home Depot oder Lowe's zeigen sich in engen Grenzen uneinheitlich.

Unternehmensergebnisse sorgen für größere Kursveränderungen. Für Applied Materials geht es um knapp 4 Prozent nach unten. Der Hersteller von Halbleiterausrüstung meldete zwar einen höheren und über den Erwartungen liegenden Gewinn und Umsatz im dritten Quartal, konnte aber mit dem Nettogewinn die sehr hohen Erwartungenn nicht vollends zufriedenstellen. Dazu waren starke Zahlen bereits erwartet worden nach bereits überzeugenden Ergebnissen der direkten Konkurrenten KLA Corp. und Lam Research. Deren Kurse verlieren 1,2 bzw. 0,9 Prozent.

Innventure brechen um fast 50 Prozent ein. Das Unternehmen zog die Prognose für seine Tochtergesellschaft Accelsius zurück und meldete für das zweite Quartal Ergebnisse unter den Erwartungen. Accelsius wurde 2022 gegründet, um Flüssigkeitskühlung für Computerchips in Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI) bereitzustellen. Das Unternehmen will nun den Fokus auf den Aufbau von Branchenbeziehungen und die Erreichung von Meilensteinen für das Accelsius-Geschäft verlagern.

Reddit machen einen Satz um 13,4,Prozent mit der Nachricht, dass die Aktie der Social-Media-Plattform am Dienstag in den viel beachteten S&P-500-Index aufgenommen wird. Platz machen muss das Papier von Avalonbay Communities wegen der bevorstehenden Übernahme von Avalonbay durch Equity Residential.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      53.764,84  -0,1   -75,15    53.839,99 
S&P-500     7.802,45  +0,0   +3,46    7.798,99 
NASDAQ Comp  26.834,44  +0,1   +31,42    26.803,03 
NASDAQ 100   30.130,72  +0,2   +46,22    30.084,50 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,13 -0,01    4,16      4,10 
5 Jahre       4,31 -0,00    4,34      4,28 
10 Jahre      4,65 +0,01    4,66      4,63 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag    Do, 18:22 
EUR/USD      1,1580  +0,5   0,0053     1,1527      1,1525 
EUR/JPY      183,95  +0,0   0,0800     183,87     183,7500 
EUR/CHF      0,9391  +0,1   0,0008     0,9383      0,9377 
EUR/GBP      0,8542  -0,1  -0,0005     0,8547      0,8546 
USD/JPY      158,82  -0,4  -0,6600     159,48     159,4300 
GBP/USD      1,3553  +0,5   0,0068     1,3485      1,3482 
USD/CNY      6,7412  -0,0  -0,0016     6,7428      6,7428 
USD/CNH      6,7415  -0,0  -0,0026     6,7441      6,7452 
AUS/USD      0,709  +0,5   0,0036     0,7054      0,7052 
Bitcoin/USD  62.594,90  -1,2  -773,16    63.368,06    63.484,05 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     80,82  -0,5   -0,43      81,25 
Brent/ICE     86,99  -0,1   -0,08      87,07 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.394,69  +1,0   44,53    4.350,16 
Silber       65,39  +1,4    0,93      64,46 
Platin     1.741,55  +1,4   24,02    1.717,53 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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(END) Dow Jones Newswires

August 14, 2026 09:56 ET (13:56 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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