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XETRA-SCHLUSS/Freundlich - DAX kratzt an Rekordhoch

DJ XETRA-SCHLUSS/Freundlich - DAX kratzt an Rekordhoch

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat sich mit einer freundlichen Tendenz ins Wochenende verabschiedet. Rückenwind kam aus den USA. Dort hatten zuletzt moderat ausgefallenen US-Inflationsdaten Sorgen vor steigenden Zinsen beruhigt und den S&P-500-Index am Vortag auf ein neues Allzeithoch getrieben. Der DAX legte um 0,5 Prozent zu auf 26.419 Punkte. Im Handelsverlauf hatte er auch schon 26.541 Punkte erreicht und war damit auf rund 30 Zähler an sein Rekordhoch herangerückt.

Tagesfavoriten waren Aktien aus der Softwarebranche. Die SAP-Aktie, eines der DAX-Schwergewichte, verteuerte sich um 2,7 Prozent. Ebenfalls im DAX ging es für Scout24 um 2,5 Prozent nach oben. Im MDAX legten Nemetschek um 8,4 Prozent zu und Teamviewer um 5,3.

Für Kursfantasie und Kauflaune sorgte ein Bericht über ein Übernahmeinteresse für das US-Softwareunternehmen. Der Finanzinvestor Silver Lake soll Gespräche mit dem Anbieter von Software für den Personalbereich führen. Im Handel folgerte man aus dem Übernahmeinteresse, dass die mit Blick auf die Bedrohung durch KI-Modelle abgestürzten Bewertungen von Softwareaktien ihren Boden gefunden haben könnten.

Stark unter Druck standen Eon mit einem Minus von 4,4 Prozent. Laut Händlern belastete ein Gesetzentwurf der Bundesnetzagentur. In diesem werde zwar eine höhere Eigenkapitalverzinsung für Gas-Netze als zuvor vorgeschlagen, sie liege aber deutlich unter dem, was der Markt erwartet habe.

Ein Kursdebakel erlebte die Aktie von Energiekontor. Dem Minus von knapp 7 Prozent am Vortag folgte ein Absturz um 17,6 Prozent. Der Wind- und Solarparkentwickler hatte am Donnerstagmorgen im Rahmen der Zahlenvorlage die 2026er-Gewinnziele noch bestätigt, am Abend desselben Tages dann aber reduziert, und zwar drastisch.

Das "Timing" der Gewinnwarnung nur wenige Stunden nach Vorlage des Halbjahresberichts sei "extrem unglücklich" und "schwer nachvollziehbar", kommentierte die DZ Bank. Die Gewinnwarnung zeige, wie schwer planbar das Projektentwicklungsgeschäft im Bereich Onshore-Wind sei. Die Analysten rechnen mit deutlichen Auswirkungen auf die Gewinnschätzungen, die Konsensprognose könne kurzfristig um über 80 Prozent sinken. Ob die Schätzungen für 2027/2028 stiegen, weil sich der Verkauf der Projekte in das nächste Geschäftsjahr verschiebe, sei derweil schwer abschätzbar.

Im MDAX ging es für Talanx um 3,5 Prozent aufwärts. Der Versicherungskonzern profitierte im ersten Halbjahr von einem höheren Kapitalanlageergebnis, einer geringeren Großschadensbelastung und Rekordergebnissen in allen Geschäftsbereichen und steigerte seinen Gewinn stärker als erwartet. Dazu erhöhte Talanx den Ausblick. Im Sog stiegen Allianz um 1,1, Munich Re um 1,5 und Hannover Rück um 1,7 Prozent.

Norma schossen um 8,2 Prozent nach oben, gestützt von einem Aktienrückkauf. Vorstandschefin Birgit Seeger betonte, die dabei gezahlte Prämie von über 25 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate sei angemessen.

Kaum Bewegung gab es nach der Zahlenvorlage bei Nagarro, der Kurs stieg minimal auf 78,15 Euro. Das dürfte vor allem daran liegen, dass der Vorstand und der Aufsichtsrat des IT-Dienstleisters ihren Aktionären die Annahme des Übernahmeangebotes der indischen Persistent Systems Limited empfohlen haben. Beide Gremien halten den Angebotspreis von 81,00 Euro je Aktie für angemessen und fair.

Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       26.440  +0,5    7,9 
DAX-Future    26.488  +0,1    6,8 
XDAX       26.422  +0,3    7,5 
MDAX       32.464  +0,6    6,1 
TecDAX      4.106  +1,1    13,4 
SDAX       18.634  +0,4    8,4 
zuletzt       +/- Ticks 
Bund-Future   124,31 -68,0 
*gerundet 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/sha

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August 14, 2026 11:49 ET (15:49 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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