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MÄRKTE USA/Aktienkurse geben nach enttäuschenden Konjunkturdaten nach

DJ MÄRKTE USA/Aktienkurse geben nach enttäuschenden Konjunkturdaten nach

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Dow & Co zeigen sich zur Mittagszeit am Freitag in New York etwas leichter. Für den Dow-Jones-Index geht es um 0,2 Prozent nach unten, der breite S&P-500 büßt knapp unter seinem Allzeithoch ebenso 0,2 Prozent ein. Die technologielastigen und zinsempfindlicheren Nasdaq-Indizes kommen um 0,4 Prozent zurück.

Impulse vom Umfeld sind rar. Die Ölpreise bewegen sich leicht nach oben, die Nachrichtenlage im Nahen Osten ist weiter ruhig, nachdem die Gespräche über die Straße von Hormus ins Stocken geraten sind. "Das Fehlen einer dauerhaften Einigung über Hormus und die anhaltenden Drohungen sowohl in Hormus als auch im Roten Meer dürften weiterhin einen beträchtlichen geopolitischen Aufschlag in die Ölpreise einpreisen", so die Ökonomen von MUFG.

Bremsend für den Aktienmarkt dürfte wirken, dass es am Anleihemarkt etwas überraschend mit den Renditen wieder nach oben geht - angesichts enttäuschend ausgefallener Konjunkturdaten und zuletzt gedämpfter Zinserhöhungssorgen. Die Zehnjahresrendite steigt um 5 Basispunkte auf 4,69 Prozent und macht die Abwärtsbewegung vom Vortag wieder wett. Am Devisenmarkt zieht der Euro zum Dollar auf 1,1577 etwas deutlicher an. Laut Marktteilnehmern schwächelt der Dollar, weil zuletzt die Erwartungen einer Zinserhöhung der US-Notenbank gesunken sind als Reaktion auf moderat ausgefallene Inflationsdaten. Der Markt preist eine Zinserhöhung der Fed in diesem Jahr mittlerweile nicht mehr vollständig ein.

Die Einzelhandelsumsätze sanken im Juli entgegen der Erwartung eines leichten Anstiegs. Auch der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan verfehlte die Erwartung. Davon potenziell besonders betroffene Konsumwerte wie die Einzelhandelsaktien von Walmart, Macy's oder Home Depot geben etwas stärker nach als der breite Markt.

Unternehmensergebnisse sorgen für größere Kursveränderungen. Für Applied Materials geht es um 5,2 Prozent nach unten. Der Hersteller von Halbleiterausrüstung meldete zwar einen höheren und über den Erwartungen liegenden Gewinn und Umsatz im dritten Quartal, konnte aber mit dem Nettogewinn die sehr hohen Erwartungen nicht vollends zufriedenstellen. Dazu waren starke Zahlen bereits erwartet worden nach überzeugenden Ergebnissen der direkten Konkurrenten KLA Corp. und Lam Research. Deren Kurse verlieren 3,4 bzw. 2,5 Prozent.

Innventure brechen um fast 56 Prozent ein. Das Unternehmen zog die Prognose für seine Tochtergesellschaft Accelsius zurück und meldete für das zweite Quartal Ergebnisse unter den Erwartungen. Accelsius wurde 2022 gegründet, um Flüssigkeitskühlung für Computerchips in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) bereitzustellen. Das Unternehmen will nun den Fokus auf den Aufbau von Branchenbeziehungen und die Erreichung von Meilensteinen für das Accelsius-Geschäft verlagern.

SpaceX geben um knapp 3 Prozent nach. Eine weitere Tranche von SpaceX-Aktien werde nächste Woche freigegeben und könne dann frei gehandelt werden, erklären Marktteilnehmer. Es ist die zweite Tranche, seit das Unternehmen vor zwei Monaten an die Börse ging. Verwiesen wird dazu auf ein konkurrierendes Unternehmen für wiederverwendbare Raketen - das Start-up Stoke Space Technologies.

Reddit machen einen Satz um 12,7,Prozent mit der Nachricht, dass die Aktie der Social-Media-Plattform am Dienstag in den viel beachteten S&P-500-Index aufgenommen wird. Platz machen muss das Papier von Avalonbay Communities wegen der bevorstehenden Übernahme von Avalonbay durch Equity Residential.

INDEX       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      53.707,64  -0,3  -132,35    53.839,99 
S&P-500     7.786,37  -0,2   -12,62    7.798,99 
NASDAQ Comp   26.698,91  -0,4  -104,12    26.803,03 
NASDAQ 100   29.984,59  -0,3   -99,91    30.084,50 
 
 
US-Treasuries   Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,15 +0,01    4,16      4,10 
5 Jahre       4,35 +0,04    4,35      4,28 
10 Jahre       4,69 +0,05    4,69      4,63 
 
 
DEVISEN      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:22 
EUR/USD      1,1580  +0,5   0,0053     1,1527   1,1525 
EUR/JPY      184,39  +0,3   0,5200     183,87  183,7500 
EUR/CHF      0,9398  +0,2   0,0015     0,9383   0,9377 
EUR/GBP      0,8542  -0,1  -0,0005     0,8547   0,8546 
USD/JPY      159,23  -0,2  -0,2500     159,48  159,4300 
GBP/USD      1,3554  +0,5   0,0069     1,3485   1,3482 
USD/CNY      6,7412  -0,0  -0,0016     6,7428   6,7428 
USD/CNH      6,7427  -0,0  -0,0014     6,7441   6,7452 
AUS/USD      0,7089  +0,5   0,0035     0,7054   0,7052 
Bitcoin/USD   62.986,76  -0,6  -381,30    63.368,06 63.484,05 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex      81,63  +0,5    0,38      81,25 
Brent/ICE      87,76  +0,8    0,69      87,07 
 
 
Metalle      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold       4.391,91  +1,0   41,75    4.350,16 
Silber       65,03  +0,9    0,57      64,46 
Platin      1.746,01  +1,7   28,48    1.717,53 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 14, 2026 12:28 ET (16:28 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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