DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
FEIERTAGSHINWEIS
MONTAG: In Südkorea bleiben die Börsen wegen des Feiertages der Nationalen Befreiung geschlossen.
TAGESTHEMA
Die japanische Wirtschaft ist das dritte Quartal in Folge gewachsen, allerdings mit einem langsameren Tempo, da die Ausgaben der privaten Haushalte und Unternehmen nachließen.
Das reale Bruttoinlandsprodukt wuchs im Zeitraum von April bis Juni um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie aus am Montag veröffentlichten vorläufigen Regierungsdaten hervorgeht. Im ersten Quartal war noch ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnet worden. Von dem Datenanbieter Quick befragte Ökonomen hatten ebenfalls ein Wachstum von 0,5 Prozent erwartet.
Trotz der Verlangsamung deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die japanische Wirtschaft noch nicht wesentlich an Schwung verloren hat. Dies gilt trotz der durch die Nahost-Krise steigenden Ölpreise und des zunehmenden Inflationsdrucks in den importabhängigen Sektoren.
Auf das Jahr hochgerechnet wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal um 1,1 Prozent.
Die Auslandsnachfrage, also die Exporte abzüglich der Importe, trug 0,5 Prozentpunkt zum Wachstum bei. Die Binnennachfrage war jedoch schwach, was Sorgen über die weitere Entwicklung aufkommen lässt.
Der private Verbrauch stagnierte gegenüber dem Vorquartal, nachdem er in den drei Monaten davor noch um 0,5 Prozent gestiegen war. Die Investitionsausgaben sanken um 1,2 Prozent, nach einem Rückgang von 1,0 Prozent im Vorquartal.
Analysten zufolge könnte sich die Wirtschaft im Zeitraum von Juli bis September abkühlen, da die kriegsbedingten Preissteigerungen die Budgets der privaten Haushalte und Unternehmen weiter belasten.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun darauf, ob die Bank of Japan auf ihrer geldpolitischen Sitzung im September.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
11:00 DE/Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG),
Kapitalmarkttag
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:30 Empire State Manufacturing Index August
PROGNOSE: 10,0
zuvor: 15,6
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 26.556,00 +0,2 E-Mini-Future S&P-500 7.813,25 +0,1 E-Mini-Future Nasdaq-100 30.240,25 +0,3 Topix (Tokio) 4.175,68 -0,5 Hang-Seng (Hongk.) 25.528,69 +1,6 Shanghai-Comp. 3.961,78 +0,9 Freitag: INDEX zuletzt +/- % DAX 26.440,31 +0,5 DAX-Future 26.512,00 +0,6 MDAX 32.464,39 +0,6 TecDAX 4.105,87 +1,1 SDAX 18.633,51 +0,4 Euro-Stoxx-50 6.539,59 -0,1 Stoxx-50 5.504,99 -0,4 XDAX 26.456,73 +0,1 Dow-Jones 53.732,41 -0,2 S&P-500 7.785,76 -0,2 Nasdaq Composite 26.729,16 -0,3
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Die europäischen Aktienmärkte werden am frühen Montagmorgen leicht höher erwartet. Marktteilnehmer werten weiterhin die jüngste Welle an Unternehmenszahlen der Berichtssaison aus und verfolgen aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konfliktes sind ins Stocken geraten. US-Präsident Trump deutete am Freitag an, dass die USA nach Ende des Krieges die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen könnten. "Ich habe den Eindruck, dass bei den Anlegern an diesem Punkt eine gewisse 'Schlagzeilen-Müdigkeit' einsetzt", kommentierte Daniel O'Regan von Mizuho. "Ähnlich wie der Russland-Ukraine-Krieg für die Märkte allmählich zum Hintergrundrauschen wurde, schlägt der Markt nicht mehr bei jeder Iran-Meldung um 1 bis 3 Prozent aus. Das ist wahrscheinlich ein gesundes Zeichen." Ein Blick auf den Kalender zeigt, dass für die kommenden Tage von der Seite kaum Impulse zu erwarten sind. Aus dem Stoxx-600 berichten im Verlauf der Woche nur noch 30 Unternehmen, gewichtige Konjunkturdaten stehen mit den Einkaufsmanager-Indizes erst am Freitag im Kalender.
Uneinheitlich - Rückenwind kam aus den USA. Dort hatten zuletzt moderat ausgefallene US-Inflationsdaten Sorgen vor steigenden Zinsen beruhigt und den S&P-500-Index am Vortag auf ein neues Allzeithoch getrieben. Allerdings bremsten in der Breite schwache Pharmaaktien die europäischen Indizes. Händler vermuteten dahinter Umschichtungen aus defensiven Aktien in zyklischere. Schwächste Aktie im Euro-Stoxx-50 waren Argenx mit einem Abschlag von 3,2 Prozent. Daneben ging es im Pharmasektor für Sanofi um 1,2 Prozent nach unten, für Roche um 2,0 Prozent. Der Stoxx-Subindex der Pharmatitel verlor 1,3 Prozent. Der Stoxx-Index der Versorger gab um 1,1 Prozent nach. Enel verloren 2,0 Prozent, Eon 4,4 Prozent. Laut Händlern belastete ein Gesetzentwurf der Bundesnetzagentur. In diesem werde zwar eine höhere Eigenkapitalverzinsung für Gas-Netze als zuvor vorgeschlagen, sie liege aber deutlich unter dem, was der Markt erwartet habe. Tagesfavoriten waren Aktien aus der Softwarebranche. Für Kursfantasie und Kauflaune sorgte ein Bericht über Übernahmeinteresse für das US-Softwareunternehmen Workday. Der Finanzinvestor Silver Lake soll Gespräche mit dem Anbieter von Software für den Personalbereich führen. Im Handel folgerte man aus dem Übernahmeinteresse, dass die mit Blick auf die Bedrohung durch KI-Modelle abgestürzten Bewertungen von Softwareaktien ihren Boden gefunden haben könnten.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Freundlich - Für Talanx ging es um 3,5 Prozent aufwärts. Der Versicherungskonzern profitierte im ersten Halbjahr von einem höheren Kapitalanlageergebnis, einer geringeren Großschadensbelastung und Rekordergebnissen in allen Geschäftsbereichen und steigerte seinen Gewinn stärker als erwartet. Dazu erhöhte Talanx den Ausblick. Im Sog stiegen im DAX Allianz um 1,1, Munich Re um 1,5 und Hannover Rück um 1,7 Prozent. Ein Kursdebakel erlebten Energiekontor. Dem Minus von knapp 7 Prozent am Vortag folgte ein Absturz um 17,6 Prozent. Der Wind- und Solarparkentwickler hatte am Donnerstagmorgen im Rahmen der Zahlenvorlage die 2026er-Gewinnziele noch bestätigt, am Abend desselben Tages dann aber reduziert, und zwar drastisch. Das "Timing" der Gewinnwarnung nur wenige Stunden nach Vorlage des Halbjahresberichts sei "extrem unglücklich" und "schwer nachvollziehbar", kommentierte die DZ Bank. Die Analysten rechnen mit deutlichen Auswirkungen auf die Gewinnschätzungen, die Konsensprognose könne kurzfristig um über 80 Prozent sinken. Norma schossen um 8,2 Prozent nach oben, gestützt von einem Aktienrückkauf.
USA - AKTIEN
Leichter - Bremsend für den Aktienmarkt dürfte gewirkt haben, dass es am Anleihemarkt etwas überraschend mit den Renditen wieder nach oben ging - ungeachtet enttäuschend ausgefallener Konjunkturdaten des Tages und zuletzt gedämpfter Zinserhöhungssorgen. Die Einzelhandelsumsätze sanken im Juli entgegen der Erwartung eines leichten Anstiegs. Auch der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan verfehlte die Erwartung. Davon potenziell besonders betroffene Konsumwerte wie Einzelhandelsaktien wie Walmart, Macy's oder Home Depot gaben etwas stärker nach als der breite Markt. Für Applied Materials ging es um 5,1 Prozent nach unten. Der Hersteller von Halbleiterausrüstung meldete zwar einen höheren und über den Erwartungen liegenden Gewinn und Umsatz im dritten Quartal, konnte aber mit dem Nettogewinn die sehr hohen Erwartungenn nicht vollends zufriedenstellen. Dazu waren starke Zahlen bereits erwartet worden nach überzeugenden Ergebnissen der direkten Konkurrenten KLA Corp. und Lam Research. Deren Kurse verloren 2,7 bzw. 1,4 Prozent. Innventure brachen um gut 55 Prozent ein. Das Unternehmen hatte die Prognose für seine Tochter Accelsius zurückgezogen und für das zweite Quartal Ergebnisse unter den Erwartungen berichtet. Accelsius wurde gegründet, um Flüssigkeitskühlung für Computerchips in Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI) bereitzustellen. Reddit machten einen Satz um 12,6,Prozent mit der Nachricht, dass die Aktie der Social-Media-Plattform am Dienstag in den viel beachteten S&P-500-Index aufgenommen wird. Platz machen muss das Papier von Avalonbay Communities wegen der bevorstehenden Übernahme von Avalonbay durch Equity Residential.
US-ANLEIHEN
Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,17 -0,01 4,18 4,10 10 Jahre 4,69 +0,05 4,69 4,63
Die Zehnjahresrendite stieg trotz zuletzt gedämpfter Zinserhöhungssorgen und enttäuschender Konjunkturdaten um 5 Basispunkte auf 4,69 Prozent und machte die Bewegung vom Vortag wieder wett.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:47 EUR/USD 1,1586 +0,2 0,0017 1,1569 1,1581 EUR/JPY 184,27 -0,0 -0,0300 184,3000 184,3300 EUR/CHF 0,9397 -0,1 -0,0010 0,9407 0,9396 EUR/GBP 0,8547 +0,0 0,0003 0,8544 0,8544 USD/JPY 159,02 -0,2 -0,2800 159,3000 159,1600 GBP/USD 1,3553 +0,2 0,0023 1,3530 1,3550 USD/CNY 6,7411 0,0 -0,0001 6,7412 6,7412 USD/CNH 6,741 -0,1 -0,0033 6,7443 6,7425 AUS/USD 0,7105 +0,3 0,0024 0,7081 0,7090 Bitcoin/USD 63.496,60 +0,7 453,75 63.042,85 62.935,68
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
August 17, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)
DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Der Dollar gab etwas deutlicher nach auf 1,1577 je Euro. Laut Marktteilnehmern schwächelte der Dollar, weil zuletzt die Erwartungen einer Zinserhöhung der US-Notenbank gesunken sind als Reaktion auf moderat ausgefallene Inflationsdaten. Der Markt preist mittlerweile eine Zinserhöhung der Fed in diesem Jahr nicht mehr vollständig ein.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.396,66 +0,5 20,77 4.375,89 Silber 65,77 +1,7 1,11 64,66 Platin 1.751,80 +0,2 4,09 1.747,72
Der Goldpreis zog im US-Handel um knapp 1 Prozent an auf 4.386 Dollar. Stützend dürfte der schwächere Dollar gewirkt haben, der das Edelmetall für Käufer aus dem Nichtdollarraum günstiger machte.
ÖL
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 82,05 -0,4 -0,35 82,4 Brent/ICE 88,61 +0,1 0,09 88,52
Die Ölpreise bewegten sich leicht nach oben, die Nachrichtenlage im Nahen Osten war weiter ruhig, nachdem die Gespräche über die Straße von Hormus ins Stocken geraten sind. "Das Fehlen einer dauerhaften Einigung über Hormus und die anhaltenden Drohungen sowohl in Hormus als auch im Roten Meer dürften weiterhin einen beträchtlichen geopolitischen Aufschlag in die Ölpreise einpreisen", so die Ökonomen von MUFG.
MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR
RATING GROSSBRITANNIEN
Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Großbritannien mit "AA-" und stabilem Ausblick bestätigt. Getragen werde die Bewertung durch die hohe Wirtschaftskraft, den verlässlichen makroökonomischen Rahmen sowie die flexible Finanzierung über den tiefen Kapitalmarkt und die Bedeutung des Pfund Sterling als globale Reservewährung, hieß es. Dem gegenüber stünden jedoch eine im Vergleich zur Peergroup signifikant höhere Staats- und Auslandsverschuldung sowie doppelt so hohe Zinsaufwendungen im Verhältnis zu den Einnahmen.
STELLANTIS
Die Gewerkschaft der kanadischen Autoarbeiter hat mitgeteilt, dass Stellantis die Absicht geäußert habe, ein Werk in der Nähe von Toronto zu verkaufen. Stellantis hatte im vergangenen Jahr angekündigt, die Produktion nach Illinois zu verlagern, da der Druck von Präsident Trump auf die Autofirmen wuchs, ihre Betriebe in die USA zu verlegen.
ALIBABA GROUP
verkauft ihre Videospiel-Sparte für mindestens 1,5 Milliarden US-Dollar. Das chinesische Unternehmen verlagert seinen Fokus auf künstliche Intelligenz. Laut einer internen Mitteilung, die dem Wall Street Journal vorlag, hat Alibaba eine Vereinbarung zum Verkauf von Lingxi Games an die asiatische Private-Equity-Firma Trustar Capital getroffen.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/gos/cln
(END) Dow Jones Newswires
August 17, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)
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