DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Fitch bestätigt Großbritannien-Rating mit "AA-" - Ausblick stabil
Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Großbritannien mit "AA-" und stabilem Ausblick bestätigt. Getragen werde die Bewertung durch die hohe Wirtschaftskraft, den verlässlichen makroökonomischen Rahmen sowie die flexible Finanzierung über den tiefen Kapitalmarkt und die Bedeutung des Pfund Sterling als globale Reservewährung, hieß es. Dem gegenüber stünden jedoch eine im Vergleich zur Peergroup signifikant höhere Staats- und Auslandsverschuldung sowie doppelt so hohe Zinsaufwendungen im Verhältnis zu den Einnahmen.
Japans Wirtschaft wächst weiter, aber Schwäche könnte BOJ belasten
Japans Wirtschaft ist das dritte Quartal in Folge gewachsen. Schwächere Ausgaben haben das Expansionstempo jedoch verlangsamt, was die Lage für die Zentralbank erschweren könnte. Das reale Bruttoinlandsprodukt wuchs von April bis Juni um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie aus vorläufigen Regierungsdaten vom Montag hervorgeht. Damit wurde das Wachstum des ersten Quartals von 0,5 Prozent verfehlt - derselbe Wert, den von dem Datenanbieter Quick befragte Ökonomen erwartet hatten. Obwohl die Daten darauf hindeuten, dass Japans Wirtschaft trotz der durch die Nahostkrise steigenden Ölpreise und der angeheizten Inflation noch nicht wesentlich an Dynamik verloren hat, ist das Gesamtbild angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen alles andere als beruhigend.
Wenig Grund für Pessimismus bei Japans Konjunkturausblick
Das Tempo des japanischen Wirtschaftswachstums hat sich im Quartal von April bis Juni aufgrund schwacher Unternehmens- und Haushaltsausgaben verlangsamt, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Es gebe jedoch kaum einen Grund, die Ergebnisse übermäßig pessimistisch zu sehen, meint Kento Minami, Volkswirt bei Daiwa Securities. Die Realeinkommen im Haushaltssektor verbessern sich weiter, während die Investitionsbereitschaft der Unternehmen für arbeitssparende Maßnahmen, Künstliche Intelligenz (KI) und die digitale Transformation dank hoher Gewinne robust bleibe. "Angesichts der Anzeichen einer Verbesserung sowohl bei der Verbraucher- als auch bei der Unternehmensstimmung scheint die Erholungsdynamik der japanischen Wirtschaft intakt zu sein", sagt er.
Zinserhöhung der BoJ im September erscheint zunehmend notwendig
Es werde immer offensichtlicher, dass die Bank of Japan die Erlaubnis erhalten müsse, auf ihrer September-Sitzung die Zinsen zu erhöhen, um den Weg der geldpolitischen Normalisierung zu beschleunigen und künftigem Druck entgegenzuwirken, schreibt Mark Dowding von RBC BlueBay Asset Management in einer Research Note. "Ihre Hoffnung wird kurzfristig sein, dass eine Intervention und die Androhung einer Intervention ausreichen werden, um die Kursentwicklung bis zur nächsten Sitzung der BoJ einzudämmen," sagt er. Die Geldmärkte preisen laut LSEG eine Wahrscheinlichkeit von 61,5 Prozent für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die BoJ auf der September-Sitzung ein.
Parlamentswahl in Neuseeland dürfte Zinsanhebungen der RBNZ nicht stoppen
Die für November angesetzte Parlamentswahl in Neuseeland könnte die Bestrebungen der Reserve Bank of New Zealand zur Straffung der Geldpolitik erschweren. David Croy, leitender Stratege bei ANZ, meint jedoch, die RBNZ werde die Zinsen im Oktober wahrscheinlich trotzdem anheben. Die RBNZ habe deutlich gemacht, dass sie die Geldpolitik wieder auf ein neutrales Niveau bringen wolle. Dieses schätzt ANZ auf 3 Prozent oder etwas darüber, gegenüber dem aktuellen Niveau von 2,50 Prozent. Es ergebe keinen Sinn, wenn die RBNZ die Zinserhöhungen unterbreche, solange die Geldpolitik noch stimulierend sei und die Inflation über dem Zielwert liege, meint Croy. Die Situation sei so, dass die RBNZ einen Grund brauche, um im Oktober keine Zinserhöhung vorzunehmen, sagt er.
Katar soll laut Teheran abgeschossene iranische Piloten gefangen halten
Iran beschuldigt Katar, drei Piloten seiner Luftwaffenpiloten gefangen zu halten. Der Vorfall geht auf den Abschuss zweier iranischer Sukhoi Su-24-Kampfflugzeuge zurück - drei Tage nach Beginn des Krieges mit den USA. Ein Besatzungsmitglied der zweisitzigen Jets war seinerzeit tot geborgen worden, die anderen drei sind bislang nicht wieder aufgetaucht. Iran behauptet nun, sie würden von Katar als Gefangene festgehalten, fordert ihre Freilassung und hat das Internationale Komitee des Roten Kreuzes eingeschaltet. Das katarische Außenministerium erklärte, dass es die Piloten nicht festhalte.
Trump ordnet Kürzungen bei US-südkoreanischen Militärübungen an
US-Präsident Donald Trump will die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea "erheblich reduzieren". Dies teilte Trump in einem Social-Media-Beitrag mit, zu einem Zeitpunkt, an dem die USA und Südkorea eine elftägige Übung namens Ulchi Freedom Shield beginnen sollen. Dabei lobte er seine "sehr gute Beziehung" zum nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Die Übung soll die Fähigkeit beider Länder stärken, sich gegen einen potenziellen nordkoreanischen Angriff zu verteidigen.
DJG/DJN/apo
(END) Dow Jones Newswires
August 17, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
