Bonn (ots) -
Zum Tag der humanitären Hilfe am 19. August würdigt die UNO-Flüchtlingshilfe den Einsatz humanitärer Helfer*innen weltweit und warnt zugleich vor einer historischen Finanzierungskrise. Während weltweit Millionen Menschen auf Schutz und Unterstützung angewiesen sind, fehlen Hilfsorganisationen zunehmend die Mittel, um diese Hilfe zu leisten. Millionen geflüchteter Menschen drohen dadurch lebenswichtige Unterstützung zu verlieren.
Der Tag der humanitären Hilfe erinnert daran, dass hinter jeder Hilfsleistung Menschen stehen: Humanitäre Helfer*innen versorgen Flüchtlinge und Vertriebene, registrieren Schutzsuchende, organisieren Unterkünfte und ermöglichen medizinische Hilfe - oft unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen. Ihr Einsatz kann nur Wirkung entfalten, wenn dafür ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Diese Grundlage gerät angesichts rückläufiger staatlicher Finanzierung zunehmend ins Wanken.
"Humanitäre Helfer und Helferinnen sind jeden Tag dort im Einsatz, wo Menschen alles verloren haben. Doch selbst größter persönlicher Einsatz kann fehlende finanzielle Mittel nicht ersetzen. Wenn Hilfsgelder ausbleiben, verlieren Millionen Menschen Schutz, medizinische Versorgung und oft ihre letzte Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit", sagt Mark Ankerstein, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe.
Für 2026 hat das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR einen Finanzbedarf von 8,5 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Das Budget liegt rund 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau - nicht, weil die Not zurückgeht, sondern weil drastische Kürzungen großer Geberstaaten eine deutlich stärkere Priorisierung der Hilfe erzwingen. Bislang sind erst rund 2,7 Milliarden US-Dollar finanziert, das entspricht weniger als einem Drittel des Bedarfs.
Humanitäre Hilfe braucht Verlässlichkeit
Die UNO-Flüchtlingshilfe fordert Politik und internationale Geber auf, humanitäre Hilfe langfristig und verlässlich zu finanzieren. Gerade flexibel einsetzbare, ungebundene Mittel sind in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Dabei ermöglichen sie schnelle Hilfe dort, wo Krisen eskalieren und Menschen sie am dringendsten benötigen. "Wer humanitäre Hilfe ermöglichen will, muss auch dafür sorgen, dass Helfer und Helferinnen die Mittel haben, um ihre Arbeit zu tun. Hilfe darf nicht davon abhängen, ob eine Krise gerade Schlagzeilen macht", so Ankerstein.
Der Tag der humanitären Hilfe erinnert seit 2008 an den Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad im Jahr 2003, bei dem 22 Menschen, darunter humanitäre Helfer*innen, getötet wurden. Zugleich würdigt er den Einsatz von Millionen Menschen, die weltweit unter oft lebensgefährlichen Bedingungen humanitäre Hilfe leisten. In 2025 sind 350 Hilfskräfte bei humanitären Einsätzen ums Leben gekommen, 322 wurden verwundet und 235 entführt.
Weitere Informationen unter
https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/aktuelles/tag-der-humanitaeren-hilfe
Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, UNHCR. Sie mobilisiert Unterstützung für weltweite Hilfseinsätze, fördert Projekte für Geflüchtete in Deutschland und informiert über Flucht und ihre Ursachen.
Pressekontakt:
Victoria Schöndelen, Tel. 0228-90 90 86-57,
victoria.schoendelen@uno-fluechtlingshilfe.de
Original-Content von: UNO-Flüchtlingshilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/63012/6334617
Zum Tag der humanitären Hilfe am 19. August würdigt die UNO-Flüchtlingshilfe den Einsatz humanitärer Helfer*innen weltweit und warnt zugleich vor einer historischen Finanzierungskrise. Während weltweit Millionen Menschen auf Schutz und Unterstützung angewiesen sind, fehlen Hilfsorganisationen zunehmend die Mittel, um diese Hilfe zu leisten. Millionen geflüchteter Menschen drohen dadurch lebenswichtige Unterstützung zu verlieren.
Der Tag der humanitären Hilfe erinnert daran, dass hinter jeder Hilfsleistung Menschen stehen: Humanitäre Helfer*innen versorgen Flüchtlinge und Vertriebene, registrieren Schutzsuchende, organisieren Unterkünfte und ermöglichen medizinische Hilfe - oft unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen. Ihr Einsatz kann nur Wirkung entfalten, wenn dafür ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Diese Grundlage gerät angesichts rückläufiger staatlicher Finanzierung zunehmend ins Wanken.
"Humanitäre Helfer und Helferinnen sind jeden Tag dort im Einsatz, wo Menschen alles verloren haben. Doch selbst größter persönlicher Einsatz kann fehlende finanzielle Mittel nicht ersetzen. Wenn Hilfsgelder ausbleiben, verlieren Millionen Menschen Schutz, medizinische Versorgung und oft ihre letzte Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit", sagt Mark Ankerstein, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe.
Für 2026 hat das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR einen Finanzbedarf von 8,5 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Das Budget liegt rund 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau - nicht, weil die Not zurückgeht, sondern weil drastische Kürzungen großer Geberstaaten eine deutlich stärkere Priorisierung der Hilfe erzwingen. Bislang sind erst rund 2,7 Milliarden US-Dollar finanziert, das entspricht weniger als einem Drittel des Bedarfs.
Humanitäre Hilfe braucht Verlässlichkeit
Die UNO-Flüchtlingshilfe fordert Politik und internationale Geber auf, humanitäre Hilfe langfristig und verlässlich zu finanzieren. Gerade flexibel einsetzbare, ungebundene Mittel sind in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Dabei ermöglichen sie schnelle Hilfe dort, wo Krisen eskalieren und Menschen sie am dringendsten benötigen. "Wer humanitäre Hilfe ermöglichen will, muss auch dafür sorgen, dass Helfer und Helferinnen die Mittel haben, um ihre Arbeit zu tun. Hilfe darf nicht davon abhängen, ob eine Krise gerade Schlagzeilen macht", so Ankerstein.
Der Tag der humanitären Hilfe erinnert seit 2008 an den Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad im Jahr 2003, bei dem 22 Menschen, darunter humanitäre Helfer*innen, getötet wurden. Zugleich würdigt er den Einsatz von Millionen Menschen, die weltweit unter oft lebensgefährlichen Bedingungen humanitäre Hilfe leisten. In 2025 sind 350 Hilfskräfte bei humanitären Einsätzen ums Leben gekommen, 322 wurden verwundet und 235 entführt.
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https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/aktuelles/tag-der-humanitaeren-hilfe
Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, UNHCR. Sie mobilisiert Unterstützung für weltweite Hilfseinsätze, fördert Projekte für Geflüchtete in Deutschland und informiert über Flucht und ihre Ursachen.
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