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MÄRKTE USA/Wenig verändert erwartet - Kaum Impulse zu Wochenbeginn

DJ MÄRKTE USA/Wenig verändert erwartet - Kaum Impulse zu Wochenbeginn

DOW JONES--Die Wall Street dürfte sich zum Start in die neue Handelswoche kaum von der Stelle bewegen. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich wenig verändert. Die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank auf der September-Sitzung haben sich nach den jüngsten US-Konjunkturdaten merklich reduziert. Mehrheitlich wird nun von einer Bestätigung des Zinsniveaus ausgegangen. Von Seiten der US-Berichtssaison stehen nur noch wenige Highlights an. Im Fokus könnten mit Blick auf das Konsumverhalten in den USA im Wochenverlauf die Ergebnisse von Home Depot und Walmart stehen.

Im Blick steht auch weiterhin der KI-Sektor. Vor seinem Börsengang plant Anthropic eine Akquisition im Wert von 6 Milliarden US-Dollar, um seine Position im KI-Rennen weiter zu stärken. Das Unternehmen befindet sich laut mehreren Berichten in Gesprächen zur Übernahme des von Nvidia unterstützten Unternehmens Decart AI. Dieses entwickelt KI-Infrastruktur und baut auch eigene KI-Modelle. Weder Anthropic noch Decart reagierten auf Anfragen von Barron's um einen Kommentar. Die Nachricht, dass Anthropic eine KI-Akquisition in Erwägung ziehen könnte, kommt vor dem bevorstehenden Börsengang des Unternehmens, der laut Wall Street Journal bereits im September oder Oktober stattfinden könnte. Die Nvidia-Aktie gewinnt vorbörslich 0,8 Prozent.

Auch die Agenda der US-Konjunkturdaten liefert zu Wochenbeginn keinen Impuls. Vor der Startglocke wurde lediglich der Empire State Manufacturing Index für August veröffentlicht. Dieser stieg auf 20,6 von 15,6 im Vormonat, während Analysten einen Rückgang auf 12,0 prognostiziert hatten.

Die Blicke richten sich bereits auf das Protokoll der Fed-Sitzung vom Juli, welches am Mittwoch veröffentlicht wird. "Da sich der Fed-Vorsitzende Kevin Warsh mit geldpolitischen Leitlinien zurückgehalten hat, könnte das Protokoll mehr Aufschluss darüber geben, wie die Fed die Inflationsrisiken einschätzt und wie dringlich sie handeln muss, sollten diese Risiken erhöht bleiben", so die Deutsche Bank.

Für die Ölpreise geht es nach oben. Ein Barrel der Sorte verteuert sich um 0,2 Prozent auf 88,66 Dollar. Die Ölpreise behalten eine erhebliche Risikoprämie bei, da der Iran und der Oman einer Einigung über die Verwaltung der Straße von Hormus näher kommen, so Soojin Kim von MUFG. Die USA seien nicht an diesen Gesprächen beteiligt und forderten weiter die uneingeschränkte Durchfahrt durch die Wasserstraße, fügt sie hinzu. Die USA bereiteten auch zusätzliche wirtschaftliche Instrumente vor, die sie gegen den Iran einsetzen könnten.

Die Renditen am US-Anleihemarkt bauen ihre Aufschläge vom Freitag noch leicht aus. Die Rendite zehnjähriger Titel steigt um 1 Basispunkt auf 4,71 Prozent. Der Goldpreis legt weiter zu. Die Feinunze erhöht sich um 0,3 Prozent auf 4.388 Dollar. Hier stützt weiter die Erwartung, dass die Fed die Zinsen im September betätigen dürfte.

Der Dollar baut dagegen seine Abgaben vom Freitag weiter aus - der Dollar-Index fällt um 0,2 Prozent. Die jüngsten schwachen Daten zum US-Arbeitsmarkt und Einzelhandelsumsätzen, kombiniert mit gedämpften Inflationswerten, haben Anleger dazu veranlasst, ihre Erwartungen an Zinserhöhungen zurückzuschrauben. Dennoch könnte der Rückgang begrenzt sein, wenn die Unsicherheit im Nahen Osten und die daraus resultierenden Inflationssorgen anhalten, so Paolo Broccardo von BankPro. Jede Eskalation der Spannungen könne die Nachfrage nach sicheren Häfen wiederbeleben, den Dollar stützen und gleichzeitig die Ölpreise und die Renditen in die Höhe treiben, ergänzt er.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,18 +0,00    4,18      4,15 
5 Jahre           4,37 +0,01    4,38      4,34 
10 Jahre          4,71 +0,01    4,71      4,67 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:47 
EUR/USD          1,1591  +0,2   0,0022     1,1569   1,1581 
EUR/JPY          184,59  +0,2   0,2900      184,3  184,3300 
EUR/CHF          0,9391  -0,2  -0,0016     0,9407   0,9396 
EUR/GBP          0,8547  +0,0   0,0003     0,8544   0,8544 
USD/JPY          159,24  -0,0  -0,0600      159,3  159,1600 
GBP/USD          1,3556  +0,2   0,0026      1,353   1,3550 
USD/CNY          6,7397  -0,0  -0,0015     6,7412   6,7412 
USD/CNH          6,7406  -0,1  -0,0037     6,7443   6,7425 
AUS/USD          0,7119  +0,5   0,0038     0,7081   0,7090 
Bitcoin/USD      63.561,09  +0,8   518,24    63.042,85 62.935,68 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         82,67  +0,3    0,27      82,4 
Brent/ICE         88,66  +0,2    0,14      88,52 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.388,16  +0,3   12,27    4.375,89 
Silber           65,44  +1,2    0,79      64,66 
Platin         1.761,85  +0,8   14,13    1.747,72 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/hab

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August 17, 2026 08:45 ET (12:45 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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