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XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter bei sehr ruhigem Geschäft

DJ XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter bei sehr ruhigem Geschäft

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. Nach einem impulslosen Handel schloss der DAX 0,4 Prozent leichter bei 26.339 Punkten. Marktteilnehmer verfolgen weiterhin aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konfliktes sind ins Stocken geraten. US-Präsident Donald Trump deutete am Freitag an, dass die USA nach Ende des Krieges die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen könnten. Auch hat Trump dem Oman mit Bombardierung gedroht, sollte dieser sich den Bemühungen der USA um ein Friedensabkommen mit dem Iran "in den Weg stellen".

"Ich habe den Eindruck, dass bei den Anlegern an diesem Punkt eine gewisse 'Schlagzeilen-Müdigkeit' einsetzt", kommentierte Daniel O'Regan von Mizuho. "Ähnlich wie der Russland-Ukraine-Krieg für die Märkte allmählich zum Hintergrundrauschen wurde, schlägt der Markt nicht mehr bei jeder Iran-Meldung um 1 bis 3 Prozent aus. Das ist wahrscheinlich ein gesundes Zeichen." Brent ging mit plus 0,4 Prozent auf 88,89 Dollar das Fass um.

Eine wichtige Stütze für die Börsen stellt die zu Ende gehende Berichtssaison dar. "Die Unternehmensgewinne wachsen kräftig genug, um die Kurse weiter zu tragen. Die Berichtssaison zum zweiten Quartal liefert unseres Erachtens die fundamentalen Belege für diesen Ausblick", so die DZ Bank. Zudem habe die Berichtssaison auch die Debatte, ob sich die KI-Investitionen lohnen, wieder entschärft. Die großen Plattformkonzerne, insbesondere die führenden Cloud-Betreiber, konnten im Rahmen ihrer Berichterstattung zum zweiten Quartal belegen, dass ihren hohen Investitionen bereits spürbare Umsatz- und Ertragszuwächse gegenüberstehen.

Die Nachrichtenlage von Unternehmensseite war extrem dünn, daher lieferten Analysten mit ihren Umstufungen bei Einzelwerten Impulse. So hat die Bank of America die Aktie von Salzgitter mit "Kaufen" wieder aufgenommen, die Aktie schloss 3,4 Prozent höher. Im DAX ging es für Infineon um 0,4 Prozent nach oben, hier soll Goldman Sachs optimistischer sein.

OHB legten 2,5 Prozent zu. Hier wurde positiv gewertet, dass das Unternehmen am Aufbau einer sicheren Satellitenkonstellation der Europäischen Union beteiligt werde, so ein Marktteilnehmer. Mit einer europäischen Kommunikationsinfrastruktur für Regierung, Militär und strategische Wirtschaftszweige wolle man sich unabhängig machen von internationalen Anbietern.

Die hohen Renditen an den Anleihemärkten machen Investitionen in den Immobiliensektor weiter unattraktiv. Zu Wochenbeginn fielen Vonovia 1,8 Prozent zurück, Grand City Properties um 3,2 Prozent oder LEG Immobilien um 1,6 Prozent.

=== 
Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       26.339  -0,4    7,7 
DAX-Future   26.396  -0,5    7,3 
XDAX      26.334  -0,5    7,1 
MDAX      32.357  -0,3    5,7 
TecDAX      4.093  -0,3    13,1 
SDAX      18.486  -0,8    7,7 
        zuletzt  +/- Ticks 
Bund-Future   124,14 -26,0 
*gerundet 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

August 17, 2026 11:49 ET (15:49 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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