Köln (ots) -
71 Prozent der deutschen Führungskräfte fühlen sich wohl damit, wenn Künstliche Intelligenz (KI) eigenständig Dokumente zusammenfasst oder Besprechungsnotizen erstellt. Geht es dagegen um strategische Entscheidungen, sinkt dieser Anteil auf 43 Prozent. Die aktuelle Umfrage zum "Expleo AI Pulse" zeigt ein klares Muster: Je größer die Tragweite einer Entscheidung, desto zurückhaltender agieren deutsche Führungskräfte gegenüber autonomer KI.
"Unternehmen vertrauen KI dort, wo Prozesse klar definiert und nachvollziehbar sind. Die Technologie wird nicht mehr nur als Unterstützung verstanden, sondern übernimmt zunehmend eigenständig konkrete Aufgaben", sagt Dr. Yusuf Erdogan, Country Lead Digital & Technology bei Expleo Deutschland. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse der Studie, dass bei strategischen, finanziellen oder personellen Entscheidungen menschliche Kontrolle weiterhin dominiert. Erdogan ergänzt: "Das ist kein Zeichen mangelnden Vertrauens in KI, sondern Ausdruck eines verantwortungsvollen Umgangs mit einer Technologie, die immer stärker in geschäftskritische Prozesse eingebunden wird."
Für den "Expleo AI Pulse" wurden deutsche Führungskräfte unter anderem gefragt, wie wohl sie sich damit fühlen, wenn KI die folgenden Aufgaben eigenständig übernimmt:
Aufgaben und deren Akzeptanz (in %)
- Dokumente oder Besprechungsnotizen zusammenfassen: 71 %
- Kalender organisieren und Meetings planen: 68 %
- Aufgaben priorisieren und nächste Schritte empfehlen: 65 %
- Administrative Maßnahmen mit geringem Risiko genehmigen: 57 %
- Entscheidungen innerhalb klar definierter Regeln treffen: 55 %
- Finanz- oder Budgetvorgänge genehmigen: 44 %
- Personal- oder Einstellungsentscheidungen treffen: 44 %
- Strategische Geschäftsentscheidungen treffen: 43 %
Die abnehmende Akzeptanz folgt einer erkennbaren Logik: "Ein zusammengefasstes Protokoll lässt sich korrigieren, eine falsche Entscheidung über das Budget nicht ohne Weiteres. Führungskräfte differenzieren also weniger nach Aufgabentyp als nach den möglichen Folgen einer Fehlentscheidung", sagt Erdogan. Das Ziel dürfe deshalb nicht darin bestehen, möglichst viele Aufgaben an KI zu übertragen. Vielmehr sei es entscheidend, die richtigen Einsatzfelder zu identifizieren: "KI kann einen erheblichen Beitrag zu mehr Effizienz leisten. Gleichzeitig braucht es klare Regeln überall dort, wo Entscheidungen weitreichende Folgen haben."
Positive Grundstimmung gegenüber KI bleibt stabil
Die differenzierte Bewertung autonomer KI geht mit einer positiven Haltung gegenüber der Technologie einher: 69 Prozent der deutschen Führungskräfte freuen sich über die Chancen, die Künstliche Intelligenz ihrem Unternehmen eröffnet. 73 Prozent sind zudem überzeugt, dass ihre Organisation KI erfolgreich einsetzen kann.
Auf gesamteuropäischer Ebene liegt das KI-Stimmungsbarometer "AI Pulse Index" in der aktuellen Erhebungswelle bei 64 Punkten und damit einen Punkt unter dem Wert des Vormonats. Deutschland erreicht mit 65 Punkten das gleiche Ergebnis wie im Vormonat und rangiert damit weiterhin knapp über dem europäischen Durchschnitt.
Erdogan ordnet das differenzierte Vorgehen positiv ein: "Viele Unternehmen unterscheiden zwischen einer grundsätzlichen Offenheit gegenüber KI und der Frage, bei welchen Aufgaben sie der Technologie eigenständig Verantwortung übertragen möchten. Diese Differenzierung könnte sich als der eigentliche Reifegrad-Indikator für die KI-Adoption in Unternehmen erweisen - nicht die Frage 'KI: ja oder nein', sondern 'KI: wo genau'."
Zur AI-Pulse-Studie
Die "Expleo AI Pulse"-Umfrage wird seit August 2025 jeden Monat in Deutschland, Irland, Großbritannien und Frankreich durchgeführt und liefert repräsentative Stimmungsbilder zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Die aktuelle Ausgabe basiert auf der zwölften Erhebungswelle (Feldphase: Juli 2026). Pro Land werden 200 Führungskräfte befragt, insgesamt sind es 800 Personen pro Monat. Die Teilnehmenden stammen aus den Branchen IT, Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Handel, Ingenieurwesen sowie Transport und Logistik. Die Studie wird von der Insights-Agentur Opinium im Auftrag von Expleo durchgeführt. Umfangreiche Datensätze und zusätzliche Informationen sind auf Anfrage erhältlich.
Über Expleo
Expleo ist ein weltweit tätiger Anbieter von Ingenieurs-, Technologie- und Beratungsdienstleistungen, der führende Unternehmen partnerschaftlich in ihrer Geschäftstransformation begleitet und sie bei der Realisierung operativer Spitzenleistungen und zukunftssicherer Geschäftstätigkeiten unterstützt.
Expleo profitiert von mehr als 50 Jahren Erfahrung in der Entwicklung komplexer Produkte, der Optimierung von Fertigungsprozessen und der Qualitätssicherung von Informationssystemen. Es ist das Bestreben der Expleo Group, bei jedem Schritt des Wertschöpfungsprozesses Innovationen voranzutreiben, wobei sie auf fundierte Branchenkenntnisse und umfassendes Fachwissen in Bereichen wie KI-Engineering, Digitalisierung, Hyperautomatisierung, Cybersicherheit und Datenwissenschaft aufbaut.
Als Unternehmen, das Wert auf Verantwortungsbewusstsein und Diversität legt, verpflichtet sich die Expleo Group dazu, ihren Geschäften mit Integrität nachzugehen und auf mehr Nachhaltigkeit und Sicherheit für die Gesellschaft hinzuarbeiten.
Expleo verfügt global über eine weitreichende Präsenz, mit über 17.000 hochqualifizierten Expertinnen und Experten, die in 29 Ländern Mehrwert schaffen und einen Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro erwirtschaften.
Weitere Informationen finden Sie unter expleo.com.
Ansprechpartner für Medien:
Anna Limbach und Martina Kreutz
E-Mail: Communications.Germany@expleogroup.com
Original-Content von: Expleo, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/166963/6335293
71 Prozent der deutschen Führungskräfte fühlen sich wohl damit, wenn Künstliche Intelligenz (KI) eigenständig Dokumente zusammenfasst oder Besprechungsnotizen erstellt. Geht es dagegen um strategische Entscheidungen, sinkt dieser Anteil auf 43 Prozent. Die aktuelle Umfrage zum "Expleo AI Pulse" zeigt ein klares Muster: Je größer die Tragweite einer Entscheidung, desto zurückhaltender agieren deutsche Führungskräfte gegenüber autonomer KI.
"Unternehmen vertrauen KI dort, wo Prozesse klar definiert und nachvollziehbar sind. Die Technologie wird nicht mehr nur als Unterstützung verstanden, sondern übernimmt zunehmend eigenständig konkrete Aufgaben", sagt Dr. Yusuf Erdogan, Country Lead Digital & Technology bei Expleo Deutschland. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse der Studie, dass bei strategischen, finanziellen oder personellen Entscheidungen menschliche Kontrolle weiterhin dominiert. Erdogan ergänzt: "Das ist kein Zeichen mangelnden Vertrauens in KI, sondern Ausdruck eines verantwortungsvollen Umgangs mit einer Technologie, die immer stärker in geschäftskritische Prozesse eingebunden wird."
Für den "Expleo AI Pulse" wurden deutsche Führungskräfte unter anderem gefragt, wie wohl sie sich damit fühlen, wenn KI die folgenden Aufgaben eigenständig übernimmt:
Aufgaben und deren Akzeptanz (in %)
- Dokumente oder Besprechungsnotizen zusammenfassen: 71 %
- Kalender organisieren und Meetings planen: 68 %
- Aufgaben priorisieren und nächste Schritte empfehlen: 65 %
- Administrative Maßnahmen mit geringem Risiko genehmigen: 57 %
- Entscheidungen innerhalb klar definierter Regeln treffen: 55 %
- Finanz- oder Budgetvorgänge genehmigen: 44 %
- Personal- oder Einstellungsentscheidungen treffen: 44 %
- Strategische Geschäftsentscheidungen treffen: 43 %
Die abnehmende Akzeptanz folgt einer erkennbaren Logik: "Ein zusammengefasstes Protokoll lässt sich korrigieren, eine falsche Entscheidung über das Budget nicht ohne Weiteres. Führungskräfte differenzieren also weniger nach Aufgabentyp als nach den möglichen Folgen einer Fehlentscheidung", sagt Erdogan. Das Ziel dürfe deshalb nicht darin bestehen, möglichst viele Aufgaben an KI zu übertragen. Vielmehr sei es entscheidend, die richtigen Einsatzfelder zu identifizieren: "KI kann einen erheblichen Beitrag zu mehr Effizienz leisten. Gleichzeitig braucht es klare Regeln überall dort, wo Entscheidungen weitreichende Folgen haben."
Positive Grundstimmung gegenüber KI bleibt stabil
Die differenzierte Bewertung autonomer KI geht mit einer positiven Haltung gegenüber der Technologie einher: 69 Prozent der deutschen Führungskräfte freuen sich über die Chancen, die Künstliche Intelligenz ihrem Unternehmen eröffnet. 73 Prozent sind zudem überzeugt, dass ihre Organisation KI erfolgreich einsetzen kann.
Auf gesamteuropäischer Ebene liegt das KI-Stimmungsbarometer "AI Pulse Index" in der aktuellen Erhebungswelle bei 64 Punkten und damit einen Punkt unter dem Wert des Vormonats. Deutschland erreicht mit 65 Punkten das gleiche Ergebnis wie im Vormonat und rangiert damit weiterhin knapp über dem europäischen Durchschnitt.
Erdogan ordnet das differenzierte Vorgehen positiv ein: "Viele Unternehmen unterscheiden zwischen einer grundsätzlichen Offenheit gegenüber KI und der Frage, bei welchen Aufgaben sie der Technologie eigenständig Verantwortung übertragen möchten. Diese Differenzierung könnte sich als der eigentliche Reifegrad-Indikator für die KI-Adoption in Unternehmen erweisen - nicht die Frage 'KI: ja oder nein', sondern 'KI: wo genau'."
Zur AI-Pulse-Studie
Die "Expleo AI Pulse"-Umfrage wird seit August 2025 jeden Monat in Deutschland, Irland, Großbritannien und Frankreich durchgeführt und liefert repräsentative Stimmungsbilder zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Die aktuelle Ausgabe basiert auf der zwölften Erhebungswelle (Feldphase: Juli 2026). Pro Land werden 200 Führungskräfte befragt, insgesamt sind es 800 Personen pro Monat. Die Teilnehmenden stammen aus den Branchen IT, Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Handel, Ingenieurwesen sowie Transport und Logistik. Die Studie wird von der Insights-Agentur Opinium im Auftrag von Expleo durchgeführt. Umfangreiche Datensätze und zusätzliche Informationen sind auf Anfrage erhältlich.
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Expleo profitiert von mehr als 50 Jahren Erfahrung in der Entwicklung komplexer Produkte, der Optimierung von Fertigungsprozessen und der Qualitätssicherung von Informationssystemen. Es ist das Bestreben der Expleo Group, bei jedem Schritt des Wertschöpfungsprozesses Innovationen voranzutreiben, wobei sie auf fundierte Branchenkenntnisse und umfassendes Fachwissen in Bereichen wie KI-Engineering, Digitalisierung, Hyperautomatisierung, Cybersicherheit und Datenwissenschaft aufbaut.
Als Unternehmen, das Wert auf Verantwortungsbewusstsein und Diversität legt, verpflichtet sich die Expleo Group dazu, ihren Geschäften mit Integrität nachzugehen und auf mehr Nachhaltigkeit und Sicherheit für die Gesellschaft hinzuarbeiten.
Expleo verfügt global über eine weitreichende Präsenz, mit über 17.000 hochqualifizierten Expertinnen und Experten, die in 29 Ländern Mehrwert schaffen und einen Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro erwirtschaften.
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