DJ MÄRKTE EUROPA/Leichter mit Nahost-Unsicherheiten - Öl und Renditen steigen
DOW JONES--Europas Börsen sind mit Abgaben in den Handel am Dienstag gestartet. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, den ohnehin brüchigen Waffenstillstand mit dem Iran nicht verlängern zu wollen. Die im Juni getroffene Absichtserklärung zwischen beiden Ländern, die eine Frist von 60 Tagen für die Einigung auf ein Friedensabkommen beinhaltete, ist am Montag abgelaufen. Der Ölpreis zieht daraufhin weiter an - Brentöl geht bei knapp 91 Dollar das Fass um.
Der DAX verliert 0,5 Prozent auf 26.216 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,6 Prozent nach unten. Am Devisenmarkt ist die Schwäche des Yen weiter das dominierende Thema, nachdem die Interventionen durch die USA und Japan die Währung offenbar nicht nachhaltig schwächen konnten.
Am Vortag hatte Trump dem Oman mit Bombardierung gedroht, sollte dieser sich den Bemühungen der USA um ein Friedensabkommen mit dem Iran "in den Weg stellen". US-Streitkräfte könnten den Golfstaat angreifen, falls er die Blockade iranischer Schiffe in der Straße von Hormus störe, sagte Trump gegenüber Fox News. Iranische Unterhändler haben in den vergangenen Wochen Gespräche mit dem Oman über eine vorläufige Vereinbarung zur Regelung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge geführt.
Neben dem weiter steigenden Ölpreis haben Anleger die weiter anziehenden Renditen an den Anleihemärkten genau im Blick. So sind etwa die Renditen 10- und 30-jähriger Bundesanleihen gestern auf neue 15-Jahres-Hochs geklettert. "Damit werden Renten bei der Kapitalallokation zur immer größeren Konkurrenz für Aktien", so QC Partners. Dazu verteuerten die steigenden Zinsen nicht nur die Refinanzierungen der Staaten, sondern auch der Unternehmen.
Die Veröffentlichung des ZEW-Index am Vormittag dürfte nach Einschätzung aus dem Handel keine Akzente am Markt setzen. Die erwartete Verbesserung sei nach der Kursrally bereits eingepreist. Ökonomen erwarten, dass sich sowohl die Konjunkturlage als auch die Konjunkturerwartungen im August deutlich verbessert haben.
Mit den höheren Ölpreisen sind Energietitel gesucht. BP gewinnen 2,1 Prozent, Shell 1,5 Prozent, Repsol 1,6 Prozent oder Totalenergies 1,4 Prozent. Zinssensible Techwerte werden gemieden. Infineon verlieren 2,7 Prozent, Aixtron 4,4 Prozent, Suss 4,3 Prozent, ASML 2,5 Prozent oder STMicroelectronics 3,9 Prozent.
Daneben sorgen Umstufungen für Bewegung. Für Lanxess geht es gleich um 5,1 Prozent nach unten. Angeblich soll Exane die Aktie abgestuft haben.
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.490,56 -0,6 -39,89 6.530,45 12,1 Stoxx-50 5.472,77 -0,5 -27,76 5.500,53 11,3 DAX 26.215,78 -0,5 -122,83 26.338,61 7,0 MDAX 32.185,62 -0,5 -171,36 27.039,42 5,1 TecDAX 4.073,70 -0,5 -19,54 3.091,28 12,4 SDAX 18.478,38 -0,0 -7,94 13.062,07 7,6 FTSE 10.714,67 -0,1 -5,63 10.720,30 7,9 CAC 8.535,29 -0,5 -44,31 8.579,60 4,7 SMI 14.283,86 -0,1 -18,53 14.302,39 7,7 ATX 6.645,17 -0,8 -56,52 6.701,69 24,8 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:49 EUR/USD 1,1571 -0,1 -0,0008 1,1579 1,1589 EUR/JPY 184,82 +0,1 0,1900 184,63 184,7000 EUR/CHF 0,9393 +0,1 0,0005 0,9388 0,9384 EUR/GBP 0,8554 +0,1 0,0007 0,8547 0,8544 USD/JPY 159,7 +0,2 0,2700 159,43 159,3600 GBP/USD 1,3523 -0,2 -0,0020 1,3543 1,3560 USD/CNY 6,7431 +0,1 0,0032 6,7399 6,7399 USD/CNH 6,746 +0,1 0,0041 6,7419 6,7413 AUS/USD 0,7101 -0,0 -0,0002 0,7103 0,7113 Bitcoin/USD 64.160,77 -0,3 -194,29 64.355,06 64.079,02 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 85,21 +0,8 0,71 84,5 Brent/ICE 91,47 +0,7 0,60 90,87 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.392,81 -0,5 -22,38 4.415,19 Silber 64,97 -1,3 -0,83 65,80 Platin 1.747,67 -1,3 -22,47 1.770,14 (Angaben ohne Gewähr)
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August 18, 2026 04:24 ET (08:24 GMT)
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