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MÄRKTE USA/Unsicherheit um Iran-Krieg dürfte belasten - Chip-Werte unter Druck

DJ MÄRKTE USA/Unsicherheit um Iran-Krieg dürfte belasten - Chip-Werte unter Druck

DOW JONES--Mit Abgaben dürfte die Wall Street am Dienstag in den Handel starten und damit die negative Tendenz vom Wochenbeginn fortsetzen. Der Future auf den S&P-500 verliert 0,5 Prozent. Der Termin-Kontrakt auf den Nasdaq reduziert sich um 1,3 Prozent. Im Fokus steht weiterhin der Nahost-Konflikt. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, den ohnehin brüchigen Waffenstillstand mit dem Iran nicht verlängern zu wollen. Die im Juni getroffene Absichtserklärung zwischen den Ländern, die eine Frist von 60 Tagen für die Einigung auf ein Friedensabkommen beinhaltete, ist am Montag abgelaufen.

In der Folge ziehen die Ölpreise an, für Brent geht es um 0,3 Prozent auf 91,18 Dollar je Barrel nach oben. Es ist bereits der dritte Handelstag in Folge mit einem Anstieg. "Das Auslaufen des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran bestärkt Sorgen über weitere Liefer-Unterbrechungen und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus", so IG.

Zudem hatte Trump am Vortag dem Oman mit einer Bombardierung gedroht, sollte dieser sich den Bemühungen der USA um ein Friedensabkommen mit dem Iran "in den Weg stellen". US-Streitkräfte könnten den Golfstaat angreifen, falls er die Blockade iranischer Schiffe in der Straße von Hormus störe, sagte der US-Präsident gegenüber Fox News. Damit schwinden die Hoffnungen auf eine Friedenslösung weiter, heißt es.

Am Anleihemarkt geht es für die Renditen weiter nach oben. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen hat ihren jüngsten Anstieg ausgebaut und ist auf den höchsten Stand seit 2007 geklettert. Die Rendite der zehnjährigen Papiere liegt auf dem höchsten Niveau seit Ende Juli - aktuell legte sie um 2 Basispunkte auf 4,74 Prozent zu. "Die sich verschärfende Lage im Nahen Osten ist wahrscheinlich ein Faktor, der die Sorgen über die Inflation und die Besorgnis über die Haushaltslage der USA verstärkt", heißt es von der MUFG. "In den USA gibt es nach wie vor keinerlei Bestrebungen, die Haushaltslage USA anzugehen, und das belastet zunehmend das lange Ende der Zinskurve."

Die veröffentlichten US-Konjunkturdaten liefern keinen Impuls. So fielen die Baubeginne im Juli mit einem Minus von 12,4 Prozent doppelt so stark wie erwartet. Dagegen legten die Baugenehmigungen um 5,0 Prozent, während hier ein leichter Rückgang prognostiziert worden war. Die Importpreise fielen im Juli um 0,4 Prozent, während die Prognose auf ein Plus von 0,1 Prozent gelautet hatte. Kurz vor der Startglocke folgt noch die Industrieproduktion für den Juli.

Bei den Einzelwerten geht es für die Aktien von Home Depot vorbörslich um 2,1 Prozent nach oben. Die US-Baumarktkette hat im zweiten Quartal die niedrigen Erwartungen übertroffen. Das Unternehmen verwies auf eine starke Nachfrage nach kleineren Renovierungsprojekten. Der bereinigte Gewinn pro Aktie übertraf mit 4,92 Dollar die Analystenschätzungen von 4,73 Dollar, während der Umsatz um 5,6 Prozent auf 47,9 Milliarden Dollar stieg und damit die Erwartungen von 47,2 Milliarden Dollar überbot. Am Donnerstag folgen noch die Quartalsergebnisse von Walmart. Die Zahlen beider Unternehmen gelten als Hinweis auf das Konsumverhalten in den USA.

Unter Druck stehen dagegen die Werte aus dem Chip-Sektor. Die anziehenden Kapitalkosten belasten hier - gerade vor dem Hintergrund der zuletzt immer stärker gestiegenen Investitionen im KI-Bereich. Die Aktien von Nvidia reduzieren sich um 2,0 Prozent, Western Digital knicken um 6,3 Prozent ein und Sandisk fallen um 5,5 Prozent.

Die Aktien von Klarna fallen um 18,7 Prozent. Das Zahlungsunternehmen muss sich einen neuen Finanzvorstand suchen. Niclas Neglén plant, von dieser Position Anfang nächsten Jahres zurückzutreten. Das Unternehmen senkte zudem den Ausblick für das Gesamtjahr. Die Ergebnisse für das zweite Quartal lagen dagegen über den Erwartungen der Analysten.

Der Dollar stabilisiert sich nach den jüngsten Abgaben. Die Meldungen rund um den Iran-Krieg stützen den "sicheren Hafen" Greenback, heißt es. Allerdings preisen die Märkte nach den jüngsten schwachen Daten eine Zinserhöhung der US-Notenbank bis zum Jahresende nicht mehr vollständig ein, heißt es. Dies hatte den Dollar zuletzt unter Druck gesetzt.

Der Goldpreis gibt nach den jüngsten Aufschlägen leicht nach. Die Feinunze reduziert sich um 0,5 Prozent auf 4.394 Dollar. Den nächsten Impuls dürfte das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung am Mittwochabend liefern.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,20 +0,02    4,20      4,18 
5 Jahre           4,39 +0,02    4,40      4,37 
10 Jahre          4,74 +0,02    4,75      4,72 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:49 
EUR/USD          1,1572  -0,1  -0,0007     1,1579   1,1589 
EUR/JPY          184,81  +0,1   0,1800     184,63  184,7000 
EUR/CHF          0,9404  +0,2   0,0016     0,9388   0,9384 
EUR/GBP          0,8554  +0,1   0,0007     0,8547   0,8544 
USD/JPY          159,69  +0,2   0,2600     159,43  159,3600 
GBP/USD          1,3522  -0,2  -0,0021     1,3543   1,3560 
USD/CNY          6,742  +0,0   0,0021     6,7399   6,7399 
USD/CNH          6,7456  +0,1   0,0037     6,7419   6,7413 
AUS/USD          0,7107  +0,1   0,0004     0,7103   0,7113 
Bitcoin/USD      64.241,22  -0,2  -113,84    64.355,06 64.079,02 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         85,08  +0,7    0,58      84,5 
Brent/ICE         91,18  +0,3    0,31      90,87 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.394,23  -0,5   -20,96    4.415,19 
Silber           65,10  -1,1   -0,70      65,80 
Platin         1.750,12  -1,1   -20,02    1.770,14 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/thl

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August 18, 2026 08:49 ET (12:49 GMT)

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