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MÄRKTE USA/Sorgen um Iran-Krieg belasten - Chip-Werte geben nach

DJ MÄRKTE USA/Sorgen um Iran-Krieg belasten - Chip-Werte geben nach

DOW JONES--Abwärts geht es am Dienstag an der Wall Street im frühen Handel. Der Dow-Jones-Index fällt um 0,2 Prozent auf 53.336 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verliert 0,5 Prozent und für die Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1,2 Prozent nach unten. Für Belastung sorgen die Entwicklungen rund um den Nahost-Konflikt. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, den ohnehin brüchigen Waffenstillstand mit dem Iran nicht verlängern zu wollen. Die im Juni getroffene Absichtserklärung zwischen den Ländern, die eine Frist von 60 Tagen für die Einigung auf ein Friedensabkommen beinhaltete, ist am Montag abgelaufen.

In der Folge ziehen die Ölpreise an, für Brent geht es um 0,3 Prozent auf 91,16 Dollar je Barrel nach oben. Es ist bereits der dritte Handelstag in Folge mit einem Anstieg. "Das Auslaufen des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran bestärkt Sorgen über weitere Lieferunterbrechungen und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus", so IG.

Der Iran fordert für die Öffnung der Straße von Hormus die Umsetzung des Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommens mit den USA. Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf sagte vor einer Parlamentssitzung, die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge bleibe so lange geschlossen, wie sich die USA nicht an ihre Verpflichtungen aus der Vereinbarung hielten.

Am Anleihemarkt geht es für die Renditen weiter nach oben. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen hat ihren jüngsten Anstieg ausgebaut und ist auf den höchsten Stand seit 2007 geklettert. Die Rendite der zehnjährigen Papiere liegt auf dem höchsten Niveau seit Ende Juli - aktuell legt sie um 2 Basispunkte auf 4,74 Prozent zu. "Eine Regierung, die mehr als 1 Billion US-Dollar pro Jahr nur für den Schuldendienst zahlt und vor einer neuen Welle von Emissionen langlaufender Anleihen steht, ist eine Regierung, bei der die Käufer ihrer Anleihen die Bedingungen diktieren können", so Nigel Green von deVere mit Verweis auf die Staatsverschuldung der USA.

Die veröffentlichten US-Konjunkturdaten liefern keinen Impuls. So fielen die Baubeginne im Juli mit einem Minus von 12,4 Prozent doppelt so stark wie erwartet. Dagegen legten die Baugenehmigungen um 5,0 Prozent, während hier ein leichter Rückgang prognostiziert worden war. Die Importpreise fielen im Juli um 0,4 Prozent, während die Prognose auf ein Plus von 0,1 Prozent gelautet hatte. Die Industrieproduktion legte im Juli um 0,2 Prozent zu und damit nur halb so stark wie erwartet.

Bei den Einzelwerten geht es für die Aktien von Home Depot um 0,1 Prozent nach oben. Die US-Baumarktkette hat im zweiten Quartal die niedrigen Erwartungen des Marktes übertroffen. Am Donnerstag folgen noch die Quartalsergebnisse von Walmart. Die Zahlen beider Unternehmen gelten als Hinweis auf das Konsumverhalten in den USA.

Unter Druck stehen die Werte aus dem Chip-Sektor. Die anziehenden Kapitalkosten belasten hier - gerade vor dem Hintergrund der zuletzt immer stärker gestiegenen Investitionen im KI-Bereich. Die Aktien von Nvidia reduzieren sich um 2,1 Prozent, Western Digital um 5,3 Prozent ein und Sandisk fallen um 4,1 Prozent.

Die Aktien von Klarna brechen um 19,4 Prozent ein. Das Zahlungsunternehmen muss sich einen neuen Finanzvorstand suchen. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt. Die Ergebnisse für das zweite Quartal lagen dagegen über den Erwartungen der Analysten.

Der Dollar stabilisiert sich nach den jüngsten Abgaben. Die Meldungen rund um den Iran-Krieg stützen den "sicheren Hafen" Greenback, heißt es. Allerdings preisen die Märkte nach den jüngsten schwachen Daten eine Zinserhöhung der US-Notenbank bis zum Jahresende nicht mehr vollständig ein, heißt es. Dies hatte den Dollar zuletzt unter Druck gesetzt.

Der Goldpreis gibt nach den jüngsten Aufschlägen nach. Die Feinunze reduziert sich um 0,6 Prozent auf 4.388 Dollar. Den nächsten Impuls dürfte das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung am Mittwochabend liefern.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          53.335,74  -0,2  -124,04    53.459,78 
S&P-500         7.708,84  -0,5   -36,22    7.745,06 
NASDAQ Comp      26.364,52  -1,1  -280,39    26.644,91 
NASDAQ 100       29.629,26  -1,2  -366,12    29.995,38 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,20 +0,02    4,20      4,18 
5 Jahre           4,40 +0,02    4,40      4,37 
10 Jahre          4,74 +0,02    4,75      4,72 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:49 
EUR/USD          1,1574  -0,0  -0,0005     1,1579   1,1589 
EUR/JPY          184,79  +0,1   0,1600     184,63  184,7000 
EUR/CHF          0,9406  +0,2   0,0018     0,9388   0,9384 
EUR/GBP          0,8551  +0,1   0,0004     0,8547   0,8544 
USD/JPY          159,64  +0,1   0,2100     159,43  159,3600 
GBP/USD          1,3533  -0,1  -0,0010     1,3543   1,3560 
USD/CNY          6,7422  +0,0   0,0023     6,7399   6,7399 
USD/CNH          6,7467  +0,1   0,0048     6,7419   6,7413 
AUS/USD          0,7112  +0,1   0,0009     0,7103   0,7113 
Bitcoin/USD      64.092,90  -0,4  -262,16    64.355,06 64.079,02 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         85,46  +1,1    0,96      84,5 
Brent/ICE         91,16  +0,3    0,29      90,87 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.388,39  -0,6   -26,80    4.415,19 
Silber           64,76  -1,6   -1,04      65,80 
Platin         1.738,60  -1,8   -31,54    1.770,14 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/thl

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August 18, 2026 09:40 ET (13:40 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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