Bonn/Kyiv (ots) -
Die internationale Hilfsorganisation CARE ist zutiefst besorgt über die sich weiter zuspitzende humanitäre Lage in der Ukraine. Im Juli wurden laut UN-Angaben 30 Prozent mehr Zivilpersonen getötet oder verletzt als im Vormonat. Auch für humanitäre Helfende steigen die Risiken zunehmend. Die jüngsten Angriffe auf zivile Infrastruktur - darunter medizinische Einrichtungen, Stromnetze, Eisenbahnstrecken, wichtige Lebensmittelverteilzentren und Versorgungsketten - verschärfen das Leid erheblich und gefährden die Ernährungssicherheit von Millionen von Menschen.
"Der Anstieg der zivilen Todesopfer und Verletzten ist schockierend und herzzerreißend. Die unerbittlichen Angriffe auf zivile Infrastruktur haben massive Folgen für die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlergehen der Menschen. Viele Supermarktregale in Kyiv sind diese Woche leer, da die Lebensmittelversorgung infolge der Angriffe beeinträchtigt ist", sagt Michael McGrath, Landesdirektor von CARE Ukraine. "Unsere Teams und die der lokalen Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, sind unter diesen gefährlichen Bedingungen unermüdlich im Einsatz. Die psychische und physische Belastung sowohl für die Bevölkerung als auch für die humanitären Helfenden erreicht einen kritischen Punkt."
Tymofii Saitarly, Leiter der ukrainischen Organisation "Safe Space", die in der Region Saporischschja tätig ist und Frauen psychologische Unterstützung bietet, betont: "Im Vergleich zum letzten Jahr beobachten wir eine starke Zunahme von Erschöpfung und Burnout. Frauen sind oft besonders gefährdet und gleichzeitig wichtigster emotionaler Anker für ihre Kinder und Familien. Doch der finanzielle Druck und die Last, den Haushalt zu versorgen, nehmen weiter zu. Viele zögern mittlerweile, sich evakuieren zu lassen, weil ihnen die körperliche und emotionale Kraft fehlt, um noch einmal von vorne anzufangen. Kriegsmüdigkeit spüren nicht nur unsere Projektteilnehmenden, sondern auch die Mitglieder unseres Teams, die unter denselben Luftangriffswarnungen und Explosionen leben und arbeiten wie die Gemeinschaften, die sie unterstützen."
Nach dem humanitären Völkerrecht müssen Zivilpersonen und zivile Infrastruktur jederzeit geschützt werden, einschließlich humanitäre Helfende und Einrichtungen. CARE fordert die internationale Gemeinschaft dringend auf, die humanitäre Hilfe für die Ukraine aufrechtzuerhalten und auszuweiten, um Menschen in Not schnell, effektiv und sicher unterstützen zu können.
CARE wurde 1945 gegründet, um Armut und Hunger in Europa mit Millionen CARE-Paketen zu lindern. Heute setzt sich CARE in über 100 Ländern mit überwiegend einheimischen Kräften und Partnerorganisationen für die Überwindung von Not, Armut und Ausgrenzung ein und stellt insbesondere Frauen und Mädchen ins Zentrum seiner Arbeit.
Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland e.V.
Corinna Henrich
Telefon: +49 (0) 228 975 63 - 46
Mobil: +49 (0) 1511 11 48 475
E-Mail: henrich@care.de
Original-Content von: CARE Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/6745/6335877
Die internationale Hilfsorganisation CARE ist zutiefst besorgt über die sich weiter zuspitzende humanitäre Lage in der Ukraine. Im Juli wurden laut UN-Angaben 30 Prozent mehr Zivilpersonen getötet oder verletzt als im Vormonat. Auch für humanitäre Helfende steigen die Risiken zunehmend. Die jüngsten Angriffe auf zivile Infrastruktur - darunter medizinische Einrichtungen, Stromnetze, Eisenbahnstrecken, wichtige Lebensmittelverteilzentren und Versorgungsketten - verschärfen das Leid erheblich und gefährden die Ernährungssicherheit von Millionen von Menschen.
"Der Anstieg der zivilen Todesopfer und Verletzten ist schockierend und herzzerreißend. Die unerbittlichen Angriffe auf zivile Infrastruktur haben massive Folgen für die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlergehen der Menschen. Viele Supermarktregale in Kyiv sind diese Woche leer, da die Lebensmittelversorgung infolge der Angriffe beeinträchtigt ist", sagt Michael McGrath, Landesdirektor von CARE Ukraine. "Unsere Teams und die der lokalen Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, sind unter diesen gefährlichen Bedingungen unermüdlich im Einsatz. Die psychische und physische Belastung sowohl für die Bevölkerung als auch für die humanitären Helfenden erreicht einen kritischen Punkt."
Tymofii Saitarly, Leiter der ukrainischen Organisation "Safe Space", die in der Region Saporischschja tätig ist und Frauen psychologische Unterstützung bietet, betont: "Im Vergleich zum letzten Jahr beobachten wir eine starke Zunahme von Erschöpfung und Burnout. Frauen sind oft besonders gefährdet und gleichzeitig wichtigster emotionaler Anker für ihre Kinder und Familien. Doch der finanzielle Druck und die Last, den Haushalt zu versorgen, nehmen weiter zu. Viele zögern mittlerweile, sich evakuieren zu lassen, weil ihnen die körperliche und emotionale Kraft fehlt, um noch einmal von vorne anzufangen. Kriegsmüdigkeit spüren nicht nur unsere Projektteilnehmenden, sondern auch die Mitglieder unseres Teams, die unter denselben Luftangriffswarnungen und Explosionen leben und arbeiten wie die Gemeinschaften, die sie unterstützen."
Nach dem humanitären Völkerrecht müssen Zivilpersonen und zivile Infrastruktur jederzeit geschützt werden, einschließlich humanitäre Helfende und Einrichtungen. CARE fordert die internationale Gemeinschaft dringend auf, die humanitäre Hilfe für die Ukraine aufrechtzuerhalten und auszuweiten, um Menschen in Not schnell, effektiv und sicher unterstützen zu können.
CARE wurde 1945 gegründet, um Armut und Hunger in Europa mit Millionen CARE-Paketen zu lindern. Heute setzt sich CARE in über 100 Ländern mit überwiegend einheimischen Kräften und Partnerorganisationen für die Überwindung von Not, Armut und Ausgrenzung ein und stellt insbesondere Frauen und Mädchen ins Zentrum seiner Arbeit.
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