DJ Aktien Schweiz gut behauptet - Defensive Index-Schwergewichte stützen
DOW JONES--Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit einem kleinen Plus beendet und sich damit besser als die anderen europäischen Börsen entwickelt. Gestützt wurde das Sentiment von den defensiven Index-Schwergewichten Nestle, Roche und Novartis, für die es um bis zu 1,8 Prozent aufwärts ging. Für Belastung sorgten die Entwicklungen rund um den Nahost-Konflikt. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, den ohnehin recht brüchigen Waffenstillstand mit dem Iran nicht verlängern zu wollen. Die im Juni getroffene Absichtserklärung zwischen den beiden Ländern, die eine Frist von 60 Tagen für die Einigung auf ein Friedensabkommen beinhaltete, ist am Montag abgelaufen. In der Folge ging es für den Ölpreis der Sorte Brent bereits den dritten Handelstag in Folge nach oben - er notierte bei knapp 92 Dollar je Barrel.
Daneben zogen die Renditen an den Anleihemärkten zwischenzeitlich weiter an, kamen anschließend von ihren Tageshochs aber wieder zurück. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen ist im Verlauf auf den höchsten Stand seit 2007 geklettert. Die Rendite zehnjähriger Papiere liegt auf dem höchsten Niveau seit Ende Juli. "Damit werden Renten bei der Kapitalallokation zur immer größeren Konkurrenz für Aktien", so QC Partners. Dazu verteuerten die steigenden Zinsen nicht nur die Refinanzierungen der Staaten, sondern auch der Unternehmen.
Der SMI gewann 0,1 Prozent auf 14.321 Punkte, kam aber von seinem Tageshoch bei 14.337 Punkten wieder etwas zurück. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 12 Kursverlierer und 8 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 16,55 (zuvor: 13,47) Millionen Aktien.
Bei den Einzelwerten ging es für die Aktien von Huber+Suhner nach Zahlen für das erste Halbjahr 2026 um 11,4 Prozent nach unten. Der Industriekonzern hat im Berichtszeitraum einen Umsatz von 457,4 Millionen Franken (plus 2,6 Prozent zum Vorjahr) und einen Auftragseingang von 542,8 Millionen Franken erzielt. Wegen hoher Vorinvestitionen in optische Switches sank aber der Betriebsgewinn um 8,4 Prozent auf 41,2 Millionen Franken.
Die Aktien von PSP Swiss Property fielen um 0,3 Prozent. Die Immobiliengesellschaft sei auf Kurs, ein neues bereinigtes Rekord-EBITDA zu erzielen, gestützt durch die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026, so die Vontobel-Analysten. Während der starke Anstieg des bereinigten EBITDA im Berichtszeitraum auf den Verkauf des "Richtiparks"" zurückzuführen gewesen sei, habe das zugrunde liegende Portfolio weiterhin geglänzt, was sich an der geringen Anzahl ausstehender Mietvertragsverlängerungen für 2026 zeige, so die Analysten. Basilea kletterten um 10 Prozent nach oben. Das Biopharmaunternehmen hat im ersten Halbjahr stark abgeschnitten und den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben.
Dagegen erholte sich die Sonova-Aktie von zwischenzeitlichen Abgaben und schloss um 1,8 Prozent höher. Hier hatte eine unerwartete Gewinnwarnung des australischen Mitbewerbers Cochlear belastet. Da beide Unternehmen im selben spezialisierten Markt für Hörlösungen und Cochlea-Implantate tätig sind, werten Investoren negative Nachrichten eines Marktführers häufig als Branchen-Signal für eine gedämpfte Nachfrage oder steigenden Margendruck, hieß es.
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