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XETRA-SCHLUSS/Teures Öl und steigende Zinsen bremsen den DAX aus

DJ XETRA-SCHLUSS/Teures Öl und steigende Zinsen bremsen den DAX aus

DOW JONES--Mit einem kräftigen Minus hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag den Handel beendet. Das Umfeld trübte sich zusehends ein, steigende Zinsen und ein höherer Ölpreis belasteten die Risikostimmung unter den Investoren. Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren notiert bei knapp drei Prozent. Dies wird zunehmend als eine Alternative gegenüber einem Aktien-Investment gesehen. Zudem ist die Lage im Nahen Osten weiter schwer einzuschätzen, eine friedliche Lösung zwischen den USA und dem Iran und ein Ende des Krieges nicht abzusehen. Brent kostete knapp 92 Dollar je Fass, damit droht eine erneut steigende Inflation und weiter steigende Zinsen. Derweil nahmen Anleger nahe dem DAX-Rekordhoch Gewinne mit, der deutsche Leitindex schloss 0,8 Prozent tiefer bei 26.128 Punkten. Der ZEW-Index, der sowohl bei der Konjunkturlage als auch den -erwartungen deutlich über den Erwartungen ausgefallen war, setzte keinen positiven Impuls.

Mit Blick auf die kommenden Monate positionierten sich Anleger vorsichtiger. Zu den Gewinnern im DAX gehörte die Deutsche Telekom mit einem Plus von 1,7 Prozent, aber auch Beiersdorf und Munich Re legten um bis zu 1,3 Prozent zu. Infineon stellte mit Minus 7,6 Prozent den größten Verlierer im DAX, aber auch Siemens Energy (-5,2%) und Schwergewicht Siemens (-2,3%) belasteten den Index.

Technologie-Werte wie Aixtron, Suss Microtec oder Elmos Semiconductor schlossen im MDAX bis zu 8,8 Prozent im Minus.

Die britische Frasers Group gewinnt immer mehr die Kontrolle bei Hugo Boss und zahlt für die schleichende Übernahme laut den Analysten der DZ Bank nur einen "Sparpreis". Neben der direkten Beteiligung von rund 48 Prozent belaufe sich die Gesamtposition über verkaufte Put-Optionen auf rund 78 Prozent. Die Aktie von Hugo Boss verlor 0,4 Prozent.

Die im SDAX notierte Asta Energy Solutions (+7,3%) wird angesichts der anhaltend starken Nachfrage nach Komponenten für die Strominfrastruktur optimistischer mit Blick auf die Gewinnprognose 2026. Das Unternehmen, das seit Ende Januar an der Börse notiert und Zulieferer für namhafte Hersteller von Hochleistungstransformatoren und Generatoren ist, rechnet nunmehr mit einem bereinigten EBITDA zwischen 60 und 64 Millionen Euro.

Für die Aktie von 1&1 ging es im SDAX sogar um 8,3 Prozent nach oben. Großaktionär United Internet will bis zu sechs Millionen Aktien zu marktschonenden Konditionen zukaufen. United Internet hält laut Refinitiv 86,46 Prozent der Aktien, die 90 Prozent-Hürde dürfte das Ziel sein. United Internet verloren 0,1 Prozent.

=== 
Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       26.128  -0,8    6,8 
DAX-Future   26.206  -0,6    7,1 
XDAX      26.143  -0,7    6,4 
MDAX      31.840  -1,6    4,2 
TecDAX      4.052  -1,0    12,1 
SDAX      18.426  -0,3    7,2 
        zuletzt +/- Ticks 
Bund-Future   123,74 -47,0 
*gerundet 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

August 18, 2026 11:59 ET (15:59 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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