Anzeige
Mehr »
Dienstag, 18.08.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Saga trifft 163 Meter. Doch die wichtigere Zahl könnte 89 von 89 sein.
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
470 Leser
Artikel bewerten:
(2)

MÄRKTE EUROPA/Nahost-Unsicherheiten belasten - Öl und Renditen steigen

DJ MÄRKTE EUROPA/Nahost-Unsicherheiten belasten - Öl und Renditen steigen

DOW JONES--Mit Abgaben haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag den Handel geschlossen. Erneut waren die Umsätze unterdurchschnittlich und damit allenfalls verhaltener Abgabedruck vorhanden. Der DAX verlor 0,8 Prozent auf 26.128 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,0 Prozent auf 6.468 Punkte nach unten. Mit Blick auf die Branchen in Europa notierten Öl- und Gaswerte 0,3 Prozent im Plus, der Sektor der Technologiewerte handelte dagegen 2,7 Prozent im Minus. Ein deutlich über den Erwartungen ausgefallener ZEW-Index aus Deutschland - sowohl bei der Konjunkturlage als auch den -erwartungen - setzte an den Märkten keine Akzente.

Der Seismograph im Nahost-Konflikt, der Ölpreis, legte weiter zu. Diese stiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, er strebe keine Verlängerung des ausgelaufenen Waffenstillstands an. Zudem hatte Trump am Vortag dem Oman mit einer Bombardierung gedroht, sollte dieser sich den Bemühungen der USA um ein Friedensabkommen mit dem Iran "in den Weg stellen". Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent notierte knapp unter der Marke von 92 Dollar je Barrel.

Neben dem weiter steigenden Ölpreis hatten Anleger die erneut anziehenden Renditen an den Anleihemärkten im Blick. So stiegen die Renditen 10- und 30-jähriger Bundesanleihen auf neue 15-Jahres-Hochs. "Damit werden Renten bei der Kapital-Allokation zur immer größeren Konkurrenz für Aktien", hieß es von QC Partners. Dazu verteuerten die steigenden Zinsen nicht nur die Refinanzierungen der Staaten, sondern auch der Unternehmen.

Die steigenden Renditen an den Anleihemärkten dürften zusehends belasten, an der Börse vor allem die Technologietitel über die Bewertungen oder die KI-Unternehmen mit dem kaum zu stillenden Kapitalhunger. Aber auch Aktien aus der Immobilienbranche dürften zunehmenden Gegenwind verspüren. So wurde die DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG bereits mit Blick auf das 2026er Konzernergebnis etwas vorsichtiger.

Anleger positionieren sich defensiver

Mit Blick auf die kommenden Monate positionierten sich Anleger vorsichtiger. Zu den Gewinnern im DAX gehörte die Deutsche Telekom mit einem Plus von 1,7 Prozent, aber auch Beiersdorf und Munich Re legten um bis zu 1,3 Prozent zu. Infineon stellte mit Minus 7,6 Prozent den größten Verlierer im DAX, aber auch Siemens Energy (-5,2%) und Schwergewicht Siemens (-2,3%) belasteten den Index.

Technologie-Werte wie Aixtron, Suss Microtec oder Elmos Semiconductor schlossen im MDAX bis zu 8,8 Prozent im Minus.

Die britische Frasers Group (+1,8%) gewinnt immer mehr die Kontrolle bei Hugo Boss und zahlt für die schleichende Übernahme laut den Analysten der DZ Bank nur einen "Sparpreis". Neben der direkten Beteiligung von rund 48 Prozent belaufe sich die Gesamtposition über verkaufte Put-Optionen auf rund 78 Prozent. Die Aktie von Hugo Boss verlor 0,4 Prozent.

Für die Aktie von 1&1 ging es im SDAX sogar um 8,3 Prozent nach oben. Großaktionär United Internet will bis zu sechs Millionen Aktien zu marktschonenden Konditionen zukaufen. United Internet hält laut Refinitiv 86,46 Prozent der Aktien, die 90 Prozent-Hürde dürfte das Ziel sein. United Internet verloren 0,1 Prozent.

Die Ergebnisse von BHP (+0,7%) unterstriechen den vielversprechenden Start des neuen CEO Brandon Craig, so Dan Coatsworth, Leiter Märkte bei AJ Bell. Kupfer habe die Leistung des Bergbaukonzerns angetrieben und zu einer kräftigen Dividendenerhöhung beigetragen.

H&M legten nach zwei positiven Broker-Kommentaren um 4,1 Prozent zu. Der Bekleidungskonzern dürfte von regulatorischen Änderungen in der EU profitieren, die die Belastungen durch ein schwierigeres Nachfrage- und Kostenumfeld abmildern dürften, so die Jefferies-Analysten. Regulatorische Änderungen in vielen westlichen Märkten dürften vor allem chinesische Plattformen beeinträchtigen, die in Europa eine bedeutende deflationäre Kraft gewesen seien.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.468       -1,0         +12,8 
Stoxx-50        5.471       -0,5         +11,8 
Stoxx-600        652       -0,7         +10,8 
DAX          26.128       -0,8          +7,6 
FTSE-100 London    10.720       +0,1          +7,9 
CAC-40 Paris      8.580       -0,8          +5,3 
AEX Amsterdam     1.115       -0,7         +17,2 
ATHEX-20 Athen     6.706       -0,3         +25,6 
BEL-20 Brüssel     5.762       -0,1         +13,5 
BUX Budapest     150.110       -0,9         +35,2 
OMXH-25 Helsinki    6.379       -1,6         +11,8 
OMXC-20 Kopenhagen   1.617       -0,2          +0,6 
PSI 20 Lissabon    9.220       +0,9         +11,6 
IBEX-35 Madrid    19.982       -0,2         +15,5 
FTSE-MIB Mailand   53.587       -1,1         +19,2 
OBX Oslo        2.016       -0,2         +26,2 
PX Prag        2.790       -0,0          +3,9 
OMXS-30 Stockholm   3.266       -0,7         +13,3 
WIG-20 Warschau   150.597       -0,7         +29,3 
ATX Wien        6.702       -0,9         +25,8 
SMI Zürich      14.302       +0,1          +7,8 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:49 
EUR/USD          1,1580  +0,0  0,0001     1,1579   1,1589 
EUR/JPY          184,78  +0,1  0,1500     184,63  184,7000 
EUR/CHF          0,9401  +0,1  0,0013     0,9388   0,9384 
EUR/GBP          0,8549  +0,0  0,0002     0,8547   0,8544 
USD/JPY          159,58  +0,1  0,1500     159,43  159,3600 
GBP/USD          1,3542  -0,0  -0,0001     1,3543   1,3560 
USD/CNY          6,7426  +0,0  0,0027     6,7399   6,7399 
USD/CNH          6,7464  +0,1  0,0045     6,7419   6,7413 
AUS/USD          0,7096  -0,1  -0,0007     0,7103   0,7113 
Bitcoin/USD      64.853,29  +0,8  498,23    64.355,06 64.079,02 
 
ROHÖL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         85,56  +1,3   1,06      84,5 
Brent/ICE         91,75  +1,0   0,88      90,87 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.367,09  -1,1  -48,10    4.415,19 
Silber           64,03  -2,7   -1,77      65,80 
Platin         1.725,57  -2,5  -44,57    1.770,14 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

August 18, 2026 12:14 ET (16:14 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir fünf Aktien, bei denen die Abwärtsrisiken besonders hoch sind – und wo sich Gewinnmitnahmen oder sogar Short-Strategien anbieten könnten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor die Korrektur Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.