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MÄRKTE ASIEN/Schwach mit Sorgen um Iran-Krieg - Chip-Werte unter Abgabedruck

DJ MÄRKTE ASIEN/Schwach mit Sorgen um Iran-Krieg - Chip-Werte unter Abgabedruck

DOW JONES--Mit teils kräftigen Verlusten zeigen sich die asiatischen Börsen zur Wochenmitte. Die Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Iran-Kriegs sowie deutliche Abgaben bei den Chip-Werten drücken auf die Stimmung. Der 60-tägige Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran ist am Montag ausgelaufen und es gibt kaum Fortschritte auf dem Weg zu einer dauerhaften Einigung. US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, es seien keine Gespräche mit dem Iran geplant.

In der Folge geht es für den Ölpreis weiter nach oben, was auch die Inflationssorgen weiter befeuert. Ein Barrel der Sorte Brent steigt um 0,8 Prozent auf 91,71 Dollar. Hier belasten vor allem die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen. Wie das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mitteilte, hat der Iran am Dienstag zwei ballistische Raketen in Richtung der Straße von Hormus abgefeuert und damit die Luftabwehr des Landes ausgelöst. Die Raketen hätten auf den Seeverkehr gezielt, seien aber schließlich ins Meer gefallen.

Die Renditen am US-Anleihemarkt kommen dagegen leicht von ihren am Vortag erreichten Höchstständen zurück. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen hatte den höchsten Stand seit 2007 markiert. Die Rendite der zehnjährigen Papiere war auf das höchste Niveau seit Ende Juli gestiegen. Der Ausverkauf bei Anleihen spiegele mehrere Faktoren wider, heißt es. Inflationsängste, die durch steigende Energiepreise geschürt würden, wachsende Staatsdefizite und die Schuldenaufnahme im Technologie-Sektor zur Finanzierung der weiter steigenden Investitionen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).

Besonders kräftig geht es an der volatilen Börse in Seoul nach unten, wo der Kospi um 5,4 Prozent einknickt. Hier ziehen die starken Abgaben bei den Index-Schwergewichten Samsung Electronics (-7,5%) und SK Hynix (-9,1%) den Markt nach unten. Auch in Tokio belasten die Verluste im Technologie-Sektor den Markt. Der Nikkei-225 reduziert sich um 2,8 Prozent. Teilnehmer verweisen auf die schwachen US-Vorgaben. So geben Renesas Electronics um 8,6 Prozent nach und Fujikura fallen um 9,8 Prozent. Für die Papiere von Sumitomo Electric Industries geht es um 8,9 Prozent abwärts.

In China zeigt sich dagegen ein geteiltes Bild. Während der Shanghai-Composite um 2,0 Prozent fällt, geht es für den Hang-Seng-Index in Hongkong um 0,2 Prozent nach oben. Investoren schichten Kapital um und greifen verstärkt bei günstiger bewerteten chinesischen und in Hongkong gelisteten Aktien zu, heißt es. So erhöhen sich die Titel von Tencent um 1,1 Prozent. In Sydney fällt der S&P/ASX-200 um 0,3 Prozent, der damit bereits den sechsten Handelstag in Folge mit Abgaben verzeichnet.

Bei den Einzelwerten steigen in Sydney die Aktien von Mirvac um 7,0 Prozent. Der Immobilienkonzern vermeldete einen starken Anstieg des Jahresgewinns und prognostizierte verbesserte Ausschüttungen für das laufende Geschäftsjahr. Dagegen fallen Breville Group um 6,4 Prozent, obwohl das Unternehmen für das Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 1,81 Milliarden australischen Dollar meldete. Auslöser für den Kursrückgang sind ein enttäuschend geringes Gewinnwachstum, sinkende Bruttomargen sowie die Warnung vor andauernden Zoll- und Kostenbelastungen ohne konkrete Prognosen für das nächste Jahr.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.043,20  -0,3    +3,8      8:00 
Topix 500 (Tokio)     3.134,99  -3,1   +17,8      8:00 
Kospi (Seoul)       6.498,56  -5,4   +54,1      8:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.533,38  +0,2    -0,4      10:00 
Shanghai-Composite     3.912,17  -2,0    -1,4      9:00 
Straits-Times (Singapur)  5.689,02  -0,2   +22,4      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.429,01  -0,3   -25,6      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.730,20  -0,2    +3,0      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %    0:00    Di, 13:30 % YTD 
EUR/USD           1,1583  +0,1   1,1574     1,1574  -1,4 
EUR/JPY           184,60  -0,1   184,73     184,87  +0,3 
EUR/GBP           0,8554  +0,0   0,8553     0,8559  -1,9 
USD/JPY           159,36  -0,2   159,62     159,73  +1,7 
USD/KRW          1.400,10  -0,9  1.412,64    1.410,09  -2,8 
USD/CNY           6,7406  -0,0   6,7426     6,7420  -3,6 
USD/CNH           6,7419  -0,1   6,7457     6,7460  -3,3 
USD/HKD           7,8429  -0,0   7,8439     7,8432  +0,8 
AUD/USD           0,7071  -0,2   0,7086     0,7105  +6,0 
NZD/USD           0,5871  -0,1   0,5874     0,5878  +2,0 
BTC/USD          64.341,61  -0,3 64.558,15    64.300,83 -26,6 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           85,63  +0,8    0,69      84,94 
Brent/ICE           91,71  +0,8    0,69      91,02 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.352,18  +0,4   18,85    4.333,33 
Silber            62,90  -0,6   -0,40      63,30 
Platin           1.717,95  +0,3    5,95    1.712,00 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 19, 2026 00:35 ET (04:35 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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