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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

US-Präsident Donald Trump will einen 50-prozentigen Zoll auf bestimmte Waren aus Kanada für drei Tage unterbrechen, während die beiden Länder versuchen, ein Zoll-Abkommen zum Abschluss zu bringen. Der neue 50-prozentige Zoll sollte kanadische Waren im Wert von 20 Milliarden US-Dollar abdecken. Dies entspricht etwa 5 Prozent der jährlichen US-Exporte Kanadas. Die betroffenen Güter reichen von Hockeyschlägern und Elektronik bis hin zu Kunststoffen und Baumaterialien. Die neuen Importzölle, die vor einem Monat angekündigt wurden, hätten eine Eskalation zu einem Handelskrieg zwischen den nordamerikanischen Nachbarn riskiert. Der kanadische Premierminister Mark Carney, der vergangenes Jahr an die Macht kam, indem er versprach, sich Trumps wirtschaftlicher Aggression zu widersetzen, hat gesagt, dass Kanada Vergeltung üben könnte. Sein Land war eines der wenigen - neben China -, das auf frühere US-Abgaben mit eigenen Zöllen reagiert hat. In einer Erklärung teilte Carney mit, dass die Gespräche mit den USA zur Lösung bilateraler Handelsfragen erhebliche Fortschritte erbracht hätten. Aber: "Es gibt noch wichtige Arbeit zu tun." Er fügte hinzu: "Während wir diese Arbeit fortsetzen, bleibt Kanada darauf fokussiert, im Inland eine stärkere, unabhängigere und wettbewerbsfähigere Wirtschaft aufzubauen." Ein Zollabkommen könnte auch den Weg für neue Verhandlungen zur Reform des US-Mexiko-Kanada-Abkommens ebnen. Dieses wurde in Trumps erster Amtszeit ausgehandelt, um das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) zu ersetzen. Dieses Abkommen wird jährlich überprüft, nachdem die Trump-Administration es abgelehnt hatte, es in seiner aktuellen Form zu erneuern.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Es stehen keine wichtigen Termine auf der Agenda.

AUSBLICK KONJUNKTUR

-US 
  16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy 
     Information Administration (EIA) 
 
  20:00 Fed, Protokoll der FOMC-Sitzung 28. und 29. Juli 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.699,75  -0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.468,75  -0,4 
S&P/ASX 200 (Sydney)     9.047,50  -0,3 
Topix-500 (Tokio)      4.009,75  -3,2 
Kospi (Seoul)        6.488,15  -5,6 
Shanghai-Composite      3.905,64  -2,1 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.466,68  -0,0 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Mit teils kräftigen Verlusten zeigen sich die asiatischen Börsen zur Wochenmitte. Die Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Iran-Kriegs sowie deutliche Abgaben bei den Chip-Werten drücken auf die Stimmung. Der 60-tägige Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran ist am Montag ausgelaufen und es gibt kaum Fortschritte auf dem Weg zu einer dauerhaften Einigung. US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, es seien keine Gespräche mit dem Iran geplant. In der Folge geht es für den Ölpreis weiter nach oben, was auch die Inflationssorgen weiter befeuert. Die Renditen am US-Anleihemarkt kommen dagegen leicht von ihren am Vortag erreichten Höchstständen zurück. Der Ausverkauf bei Anleihen spiegele mehrere Faktoren wider, heißt es. Inflationsängste, die durch steigende Energiepreise geschürt würden, wachsende Staatsdefizite und die Schuldenaufnahme im Technologie-Sektor zur Finanzierung der weiter steigenden Investitionen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Besonders kräftig geht es erneut an der volatilen Börse in Seoul nach unten, wo der Kospi um 5,6 Prozent einknickt. Hier ziehen die Abgaben bei den Index-Schwergewichten Samsung Electronics (-7,8%) und SK Hynix (-9,3%) den Markt nach unten. Auch in Tokio belasten die Verluste im Technologie-Sektor den Markt. Der Nikkei-225 reduziert sich um 3,3 Prozent. In China zeigt sich dagegen ein geteiltes Bild. Während der Shanghai-Composite um 2,1 Prozent fällt, zeigt sich der Hang-Seng-Index in Hongkong kaum verändert. Investoren schichten Kapital um und greifen verstärkt bei günstiger bewerteten chinesischen und in Hongkong gelisteten Aktien zu, heißt es. So erhöhen sich die Titel von Tencent um 1,1 Prozent. In Sydney fällt der S&P/ASX-200 um 0,3 Prozent, der damit bereits den sechsten Handelstag in Folge mit Abgaben verzeichnet.

WALL STREET

Dow-Jones     53.343,40  -0,2 
S&P-500      7.691,76  -0,7 
Nasdaq Composite 26.289,71  -1,3 
 
           Dienstag  Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,09 Mrd  1,108 Mrd 
Gewinner        955    881 
Verlierer      1.789   1.893 
Unverändert       92     72 
 

Leichter - Belastend wirkten die Entwicklungen rund um den Nahost-Konflikt. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, den ohnehin brüchigen Waffenstillstand mit dem Iran nicht verlängern zu wollen. Die im Juni getroffene Absichtserklärung zwischen den Ländern, die eine Frist von 60 Tagen für die Einigung auf ein Friedensabkommen beinhaltete, ist am Montag abgelaufen. In der Folge zogen die Ölpreise an, für Brent ging es bis an die Marke von 92 Dollar je Barrel nach oben. Am Anleihemarkt kamen die Renditen von den Tageshochs wieder zurück. Grund waren schwächer als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten. Bei den Einzelwerten ging es für die Aktien von Home Depot um 0,1 Prozent nach unten. Die US-Baumarktkette hat im zweiten Quartal die niedrigen Erwartungen des Marktes übertroffen. Unter Druck standen dagegen die Werte aus dem Chip-Sektor. Die anziehenden Kapitalkosten belasteten hier - gerade vor dem Hintergrund der zuletzt immer stärker gestiegenen Investitionen im KI-Bereich. Die Aktien von Nvidia reduzierten sich um 2,3 Prozent, Western Digital um 7,4 Prozent und Sandisk fielen um 9 Prozent. Die Aktien von Klarna brachen um rund 23 Prozent ein. Das Zahlungsunternehmen muss sich einen neuen Finanzvorstand suchen. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt. Die Ergebnisse für das zweite Quartal lagen dagegen über den Erwartungen der Analysten.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- Tageshoch Tagestief 
2 Jahre      4,17 -0,01    4,20    4,17 
10 Jahre     4,71 -0,02    4,75    4,70 
 

Am Anleihemarkt kamen die Renditen von den Tageshochs wieder zurück. Hintergrund waren schwächer als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten. Zuvor hatten erhöhte Inflationssorgen angesichts gestiegener Ölpreise und Sorgen über die langfristige Stabilität der hohen US-Staatsverschuldung die Renditen angetrieben. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen markierte den höchsten Stand seit 2007. Die Rendite der zehnjährigen Papiere stieg zeitweise auf das höchste Niveau seit Ende Juli - sie fiel um 2 Basispunkte auf 4,71 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt +/- %    0:00    Di, 13:30 % YTD 
EUR/USD    1,1587  +0,1   1,1574     1,1574  -1,4 
EUR/JPY    184,50  -0,1   184,73     184,87  +0,3 
EUR/GBP    0,8554  +0,0   0,8553     0,8559  -1,9 
USD/JPY    159,22  -0,3   159,62     159,73  +1,6 
USD/KRW   1.396,70  -1,1  1.412,64    1.410,09  -3,0 
USD/CNY    6,7398  -0,0   6,7426     6,7420  -3,6 
USD/CNH    6,7416  -0,1   6,7457     6,7460  -3,4 
USD/HKD    7,8434  -0,0   7,8439     7,8432  +0,8 
AUD/USD    0,7069  -0,2   0,7086     0,7105  +6,0 
NZD/USD    0,5868  -0,1   0,5874     0,5878  +2,0 
BTC/USD  64.297,31  -0,4 64.558,15    64.300,83 -26,7 
 

Der Dollar stabilisierte sich nach den jüngsten Abgaben. Die Meldungen rund um den Iran-Krieg stützen den "sicheren Hafen" Greenback, heißt es. Allerdings preisten die Märkte nach den jüngsten schwachen Daten eine Zinserhöhung der US-Notenbank bis zum Jahresende nicht mehr vollständig ein, hieß es. Dies hatte den Dollar zuletzt unter Druck gesetzt.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle   zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.338,81  +0,1    5,48    4.333,33 
Silber     62,76  -0,9   -0,54      63,30 
Platin   1.712,69  +0,0    0,69    1.712,00 
 

Der Goldpreis gab nach den jüngsten Aufschlägen nach. Die Feinunze reduzierte sich um 1,1 Prozent auf 4.368 Dollar. Den nächsten Impuls dürfte das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung am Mittwochabend liefern.

ÖL

ROHÖL    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   85,54  +0,7    0,60      84,94 
Brent/ICE   91,57  +0,6    0,55      91,02 
 

Die Ölpreise legten weiter zu, für Brent ging es um 0,2 Prozent auf 91,02 Dollar je Barrel nach oben. Es war bereits der dritte Handelstag in Folge mit einem Anstieg. "Das Auslaufen des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran bestärkt Sorgen über weitere Lieferunterbrechungen und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus", so IG. Der Iran fordert für die Öffnung der Straße von Hormus die Umsetzung des Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommens mit den USA. Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf sagte vor einer Parlamentssitzung, die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge bleibe so lange geschlossen, wie sich die USA nicht an ihre Verpflichtungen aus der Vereinbarung hielten.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

APPLE / EU

Apple geht mit Änderungen der Konditionen für App-Entwickler auf die Kartellwächter der Europäischen Union (EU) zu. Wie der Konzern mitteilte, sehen die Änderungen unter anderem vor, Entwickler unter einheitlichen Geschäftsbedingungen zusammenzufassen und die Provisionsgebühren anzupassen. Apple kündigte außerdem an, zusätzliche Schutzmaßnahmen für jüngere Nutzer einzuführen. Dazu gehört, dass Apps bei Nutzern unter 13 Jahren für Zahlungen nicht auf Seiten außerhalb des App Stores verlinken dürfen.

USA / NORDKOREA

US-Präsident Trump drängt laut US-Vertretern auf ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un noch in diesem Herbst. Damit wolle Trump eine dramatische diplomatische Mission aus seiner ersten Amtszeit wieder aufgreifen und Kim davon überzeugen, das Atomwaffenprogramm seines Landes aufzugeben. Der US-Präsident habe im kleinen Kreis darüber gesprochen, während seiner nächsten Asienreise ein persönliches Gespräch mit Kim zu organisieren, hieß es. META PLATFORMS

muss sich seit Dienstag vor Gericht verantworten. Mit den Eröffnungsplädoyers hat vor einem Bundesgericht im kalifornischen Oakland der Jugendschutz-Prozess gegen den Technologiekonzern begonnen. In dem von den Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten Kalifornien, Kentucky, Colorado und New Jersey angestrengten Prozess soll untersucht werden, ob Meta gegen bundesstaatliche Verbraucherschutzgesetze und den bundesweiten Children's Online Privacy Protection Act (COPPA) von 1998 verstoßen hat, indem das Unternehmen seine Plattformen wissentlich süchtigmachend gestaltete und auf junge Nutzer abzielte.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln/ros

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August 19, 2026 01:44 ET (05:44 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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