DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Auftragsbestand der deutschen Industrie steigt im Juni
Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist im Juni auf saison- und kalenderbereinigter Basis um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die offenen Aufträge aus dem Inland erhöhten sich um 1,2 Prozent, der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland stieg um 0,6 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte sich der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahresmonat kalenderbereinigt um 9,3 Prozent.
Ifo: Deutsche Industrie bangt um Wettbewerbsfähigkeit
Ein Viertel der Industrieunternehmen in Deutschland sieht die eigene Wettbewerbsfähigkeit auf Märkten außerhalb der Europäischen Union geschwächt. Dies gaben 25,4 Prozent der Befragten in einer Erhebung des Ifo-Instituts vom Juli an. Auf den europäischen Märkten berichten 17,0 Prozent der Unternehmen von einer Verschlechterung ihrer Position. Eine Verbesserung außerhalb Europas sehen 5,2 Prozent der Betriebe, innerhalb der EU sind es 6,3 Prozent.
Britische Inflation zog im Juli an
Die Inflation in Großbritannien ist im Juli sprunghaft angestiegen, angetrieben von einem starken Anstieg der Energiekosten für die Haushalte. Die Verbraucherpreise stiegen im Juli um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach einem Anstieg von 2,6 Prozent im Juni, wie die Statistikbehörde Office for National Statistics am Mittwoch mitteilte. Dies ist die höchste jährliche Inflationsrate seit März, als die Preise nach dem Ausbruch des Krieges im Iran in die Höhe schnellten. Der Wert entsprach der Konsensprognose der vom Wall Street Journal befragten Ökonomen.
Trump setzt 50 Prozent Zoll auf einige kanadische Produkte für drei Tage aus
US-Präsident Donald Trump will einen 50-prozentigen Zoll auf bestimmte Waren aus Kanada für drei Tage unterbrechen, während die beiden Länder versuchen, ein Zoll-Abkommen zum Abschluss zu bringen. "Ich habe die 50-prozentigen Zölle gegen Kanada, die morgen früh in Kraft treten sollten, für einen Zeitraum von drei Tagen unterbrochen, basierend auf der Tatsache, dass Kanada und die USA, vorbehaltlich der Fertigstellung der Dokumente, einen DEAL haben!", schrieb Trump am Dienstagabend in den sozialen Medien. Der neue 50-prozentige Zoll sollte kanadische Waren im Wert von 20 Milliarden US-Dollar abdecken. Dies entspricht etwa 5 Prozent der jährlichen Exporte Kanadas in die USA.
Trump drängt auf Treffen mit Kim Jong Un noch diesen Herbst - Kreise
US-Präsident Donald Trump drängt laut US-Vertretern auf ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un noch in diesem Herbst. Damit wolle Trump eine dramatische diplomatische Mission aus seiner ersten Amtszeit wieder aufgreifen und Kim davon überzeugen, das Atomwaffenprogramm seines Landes aufzugeben. Der US-Präsident habe im kleinen Kreis darüber gesprochen, während seiner nächsten Asienreise ein persönliches Gespräch mit Kim zu organisieren, hieß es. Dies könnte im November geschehen, wenn sich die Staats- und Regierungschefs der Welt beim Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Shenzhen in China zusammenkommen.
Bank of Japan kann Yen mit Zinserhöhung im September stützen
Angesichts der erneuten allmählichen Abschwächung des Yen habe die Bank of Japan die Chance, die Währung mit einer hawkishen Zinserhöhung auf ihrer nächsten Sitzung im September zu stützen, meint Joey Chew, Leiter des asiatischen Devisenresearchs bei HSBC. Die Märkte preisen Zinserhöhungen von 80 Basispunkten in den nächsten 12 Monaten auf 1,8 Prozent ein. Unterdessen erwartet HSBC Economics nun zwei weitere Zinserhöhungen durch die BOJ im September und im ersten Quartal 2027, wodurch der Leitzinsendstand auf 1,5 Prozent steigen würde. Zuvor hatte HSBC nur eine Zinserhöhung im Dezember prognostiziert. Der Schlüssel zu einer nachhaltigen Erholung des Yen liege in attraktiveren Realzinsen, geringeren fiskalischen Bedenken und einer Umschichtung von Inländern von ausländischen zu inländischen Vermögenswerten, schreibt Chew in einer Research Note. Der Dollar notiert laut Daten von LSEG bei 159,35 Yen.
Zinserhöhungszyklus der Bank of Japan könnte sich verschärfen
Standard Chartered erwartet, dass die Bank of Japan die Zinsen im September um 25 Basispunkte anheben wird, und nicht wie zuvor prognostiziert im Oktober, schreiben der Analyst Chong Hoon Park und der Stratege Nicholas Chia in einer Research Note. Sie erwarten zudem weitere Anhebungen im ersten und dritten Quartal 2027. Zuvor hatten sie nur eine Zinserhöhung im zweiten Quartal prognostiziert. "Unsere revidierte Erwartung impliziert eine zusätzliche Anhebung um 25 Basispunkte in diesem Zyklus, auf einen Endzinssatz von 1,75 Prozent (zuvor 1,5 Prozent)", schreiben sie. Die anhaltende Yen-Schwäche habe zudem den importierten Inflationsdruck verstärkt, was die Fähigkeit der BOJ, trotz der weiterhin schwachen Konsumausgaben geduldig zu bleiben, verringere, schreiben sie.
Japan: Kern-Maschinenaufträge deuten auf robuste Investitionsstimmung hin
Die am Mittwoch veröffentlichten Daten zu den japanischen Kern-Maschinenaufträgen deuten trotz geopolitischer Unsicherheiten auf eine robuste Investitionsbereitschaft der Unternehmen hin. Die Daten gelten als Frühindikator für die Investitionsausgaben. "Obwohl eine Lösung der Iran-Situation vorerst unwahrscheinlich erscheint, dürften die Investitionsdaten angesichts der Erwartungen an die Wachstumsstrategie von Premierministerin Takaichi eine solide Entwicklung aufweisen", meint Takeshi Minami, Volkswirt beim Norinchukin Research Institute. Die Kern-Maschinenaufträge sind im Juni gegenüber dem Vormonat um 9,7 Prozent gestiegen.
Australiens Lohnwachstum hat sich im zweiten Quartal verlangsamt und dämpft Zinssorgen
Das australische Lohnwachstum hat sich im zweiten Quartal verlangsamt. Dies dämpft die Sorge, dass die Reserve Bank of Australia die Zinsen vor Jahresende noch einmal anheben muss. Der Lohnpreisindex stieg im zweiten Quartal um 0,8 Prozent und auf Jahressicht um 3,2 Prozent, wie das australische Statistikamt (Australian Bureau of Statistics) am Mittwoch mitteilte. Die Ergebnisse entsprachen den Markterwartungen. Das jährliche Lohnwachstum verlangsamte sich damit von 3,4 Prozent im Vorjahreszeitraum, wie aus den Daten hervorging.
Vize-Gouverneur der RBA warnt vor weiterhin zu hoher Inflation
Die Reserve Bank of Australia (RBA) sei weiterhin über die Inflationsaussichten besorgt und weitere Zinserhöhungen könnten noch nicht ausgeschlossen werden, sagte der stellvertretende Gouverneur der Zentralbank. "Die Inflation ist zu hoch", sagte der stellvertretende RBA-Gouverneur Andrew Hauser am Mittwoch während eines Kamingesprächs. "Ein Teil davon kommt aus dem Nahen Osten, aber ein Teil davon kommt aus Australien, und zwar in Form von übermäßigem Kapazitätsdruck", fügte er hinzu.
DJG/DJN/apo
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August 19, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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