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MÄRKTE EUROPA/Börsen treten auf der Stelle

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen treten auf der Stelle

DOW JONES--Europas Börsen präsentieren sich am Mittwochmittag wenig verändert. Die Anleger halten sich zurück, womit aber immerhin teils sehr schwache Vorgaben aus Asien abgeschüttelt werden. Für Vorsicht sorgt der jüngste Anstieg der Renditen lang laufender Anleihen - die 30-jährige US-Rendite liegt auf dem höchsten Niveau seit 20 Jahren. Das setzte insbesondere Technologieaktien zuletzt deutlicher zu.

Derweil ist die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ausgelaufen und bislang keine weitere vereinbart, was ebenfalls für Vorsicht sorgt. Noch ist es bei den Ölpreisen aber relativ ruhig, aktuell verteuert sich Brent-Öl um knapp 1 Prozent auf rund 91,50 Dollar.

Dies sei kein Umfeld, Aktien zu kaufen - zumal nahe den Hochs, heißt es im Handel. Stattdessen werde Liquidität in kurzfristigen Anleihen geparkt. Der DAX verliert 0,1 Prozent auf 26.097 Punkte, während der Euro-Stoxx-50 um 0,1 Prozent zulegt. Der Euro steigt auf 1,1604 Dollar. Während sich in Europa der Renditeanstieg fortsetzt - die Zehnjahresrendite deutscher Bundesanleihen erreicht 3,27 Prozent -, ist bei den US-Renditen aktuell eine leichte Konsolidierung zu sehen. Das stützt den Euro.

Am Abend nach Börsenschluss in Europa steht die Veröffentlichung des Protokolls der US-Notenbanksitzung von Ende Juli auf dem Programm. Kursbewegende neue Erkenntnisse dürfte sie aber eher nicht bringen. Am Zinsterminmarkt wird derzeit eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der September-Sitzung mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 33 Prozent eingepreist.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten sind rar. Für wenig Bewegung sorgen Geschäftszahlen von Heidelberger Druckmaschinen an. Umsatz und Gewinn sind im ersten Geschäftsquartal zurückgegangen. Die Aktie verliert 0,5 Prozent. MWB Research spricht von durchwachsenen Zahlen und einem guten Auftragseingang.

In Zürich legen Geberit nach Veröffentlichung von Zahlen und Ausblick um 6,8 Prozent zu. Das Sanitär-Unternehmen wies für das zweite Quartal einen Umsatz über dem Konsens aus. Auch das operative Ergebnis übertraf die Erwartungen.

Ebenso in Zürich geht es für Straumann um 5,2 Prozent nach unten. Der Zehntechnikexperte hat mit seinen Quartalszahlen laut den Bernstein-Analysten zwar die Konsenserwartungen übertroffen; auf dem Kurs lastet aber schwer, dass der Unternehmenschef zum 1. Dezember überraschend gehen wird. Für den Kurs der Online-Apotheke Docmorris geht es nach endgültigen Zahlen um 1 Prozent nach oben. Im Sog legen Redcare um knapp 1 Prozent zu,

Im Pharmabereich sorgt die Meldung für Bewegung, dass ein personalisierter Impfstoff von Moderna und Merck & Co das Wiederauftreten von Melanomen verringert. Die Morderna-Aktie macht darauf vorbörslich einen Sprung um über 60 Prozent nach oben und zieht den Kurs des Wettbewerbers Biontech im Windschatten auf Xetra um 11 Prozent nach oben.

INDEX       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag    +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   6.474,00  +0,1    5,83    6.468,17       11,8 
Stoxx-50     5.480,23  +0,2    9,17    5.471,06       11,4 
DAX       26.096,53  -0,1   -31,83    26.128,36       6,6 
MDAX       31.857,04  +0,1   17,21    27.039,42       4,0 
TecDAX      4.041,63  -0,3   -10,33    3.091,28       11,6 
SDAX       18.492,95  +0,4   67,36    13.062,07       7,7 
FTSE       10.723,23  -0,0   -4,81    10.728,04       8,0 
CAC        8.538,56  +0,3   29,20    8.509,36       4,8 
SMI       14.372,43  +0,4   51,53    14.320,90       8,3 
ATX        6.644,03  +0,0    1,65    6.642,38       24,7 
 
 
DEVISEN      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag    Di, 17:02 
EUR/USD       1,1601  +0,2   0,0027     1,1574      1,1579 
EUR/JPY       184,64  -0,1  -0,0900     184,73     184,7600 
EUR/CHF       0,9402  -0,0  -0,0001     0,9403      0,9401 
EUR/GBP       0,856  +0,1   0,0007     0,8553      0,8551 
USD/JPY       159,13  -0,3  -0,4900     159,62     159,5500 
GBP/USD       1,355  +0,2   0,0021     1,3529      1,3539 
USD/CNY       6,7378  -0,1  -0,0048     6,7426      6,7425 
USD/CNH       6,7394  -0,1  -0,0063     6,7457      6,7459 
AUS/USD       0,707  -0,2  -0,0016     0,7086      0,7096 
Bitcoin/USD   64.447,47  -0,2  -110,68    64.558,15    64.706,66 
 
ROHOEL       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex      85,76  +1,0    0,82      84,94 
Brent/ICE      91,64  +0,7    0,62      91,02 
 
Metalle      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold       4.364,34  +0,7   31,01    4.333,33 
Silber        63,47  +0,3    0,18      63,30 
Platin      1.729,28  +1,0   17,28    1.712,00 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 19, 2026 08:02 ET (12:02 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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