DJ Aktien Schweiz freundlich - Geberit-Kursschub nach Zahlenvorlage
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Mittwoch in freundlicher Verfassung gezeigt und im europäischen Kontext den Spitzenplatz belegt. Dazu trugen die Pharmaschwergewichte Roche und Novartis bei, die um 1,6 bzw. 1,1 Prozent zulegten. Zur guten Stimmung für die Pharmaaktien dürfte ein Impfstoff-Studienerfolg gegen das Wiederauftreten von Melanomen der US-Unternehmen Moderna und Merck & Co beigetragen haben. Daneben aber auch das Bestreben der Akteure, sich im aktuellen von steigenden Renditen geprägten Umfeld defensiver zu positionieren.
Der SMI gewann 0,5 Prozent auf 14.387 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 10 Kursgewinner und 9 -verlierer gegenüber, unverändert schlossen Swisscom. Umgesetzt wurden 19,31 (Dienstag: 16,56) Millionen Aktien.
Klarer Tagessieger im SMI war die Geberit-Aktie mit einem Plus von 7,4 Prozent. Der Sanitärkonzern hatte überzeugende Halbjahreszahlen präsentiert. Auf dem zweiten Rang lagen Lonza mit einem Zugewinn von 2,4 Prozent, laut Händlern angetrieben vom Moderna-Studienerfolg.
Weit hinten im SMI rangierten einträchtig Aktien aus dem Versicherungssektor. Swiss Re, Zurich Insurance und Swiss Life verloren zwischen 0,9 und 1,4 Prozent. Europaweit standen Versicherer auf den Verkaufszetteln. Zum einen wurde auf Belastungen der Versicherer durch die Hitzewelle verwiesen. Marktbeobachter verwiesen aber auch auf den jüngsten fortgesetzten Rückgang der Anleihekurse. Dies habe Sorgen vor Bewertungsverlusten der Anleihen in den Anlageportfolios der Versicherer hervorgerufen.
In der zweiten Reihe standen Straumann unter Verkaufsdruck. Der Kurs gab um 2,5 Prozent nach. Gute Zweitquartalszahlen wurden von der Nachricht in den Hintergrund gedrängt, dass der Vorstandsvorsitzende des Zahntechnikkonzerns seinen Posten im Laufe dieses Jahres aufgeben wird - nach sieben Jahren im Amt. "Guillaume Daniellot war bei den Investoren sehr beliebt, daher wird dieser Übergang ein Element der Unsicherheit mit sich bringen", kommentierten die Analysten von Bernstein.
Bei der Aktie des Molkereikonzerns Emmi reichte eine Gesamtumsatzsteigerung um 2,2 Prozent und eine Erhöhung des operativen Gewinns um 4,8 Prozent im ersten Halbjahr nicht aus, den Kurs zu beflügeln. Er gab um 4,7 Prozent nach.
Burckhardt Compression verbilligten sich um 3,4 Prozent, belastet von Plänen, bis zu 220 Stellen abzubauen, um die Kostenstruktur an die Marktbedingungen und eine erwartete geringere Auslastung anzupassen.
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