Wiesbaden (ots) -
- China im 1. Halbjahr 2026 weiterhin Deutschlands wichtigster Handelspartner* Exporte in die USA sinken um 6,1 %, Importe aus China nehmen um 8,8 % zu* Exportüberschuss im Handel mit den USA geht deutlich zurück, Importüberschuss im Handel mit China steigt stark
Mit einem Wert von 817,8 Milliarden Euro sind die deutschen Exporte im 1. Halbjahr 2026 um 3,9 % gestiegen und lagen damit um 31,0 Milliarden Euro über dem Vorjahreszeitraum. Nach Deutschland importiert wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 insgesamt Waren im Wert von 712,1 Milliarden Euro. Das waren 4,7 % oder 31,7 Milliarden Euro mehr als im 1. Halbjahr 2025. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag der Außenhandelssaldo (Exporte minus Importe) Deutschlands im 1. Halbjahr 2026 bei +105,7 Milliarden Euro. Damit war der Exportüberschuss um 0,7 % niedriger als im 1. Halbjahr 2025 (+106,4 Milliarden Euro). Auch im 1. Halbjahr 2026 war China mit 125,5 Milliarden Euro Umsatz (Exporte plus Importe) wie bereits im Gesamtjahr 2025 Deutschlands wichtigster Handelspartner. Danach folgten die Vereinigten Staaten mit einem Umsatz in Höhe von 123,7 Milliarden Euro und die Niederlande mit 109,3 Milliarden Euro.
Exporte in die USA sinken um 6,1 %, Importe aus China nehmen um 8,8 % zu
Wie bereits in den Vorjahren waren im 1. Halbjahr 2026 die Vereinigten Staaten das wichtigste Abnehmerland deutscher Exporte. Insgesamt wurden Waren im Wert von 73,1 Milliarden Euro aus Deutschland in die USA exportiert. Das waren 6,1 % weniger als im 1. Halbjahr 2025, das nur teilweise von den ab April 2025 eingeführten hohen US-Einfuhrzöllen für Waren aus der Europäischen Union (EU) betroffen war. Starke Rückgänge verzeichneten im Außenhandel mit den USA erneut die deutschen Exporte von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen (-17,2 %). Anstiege gab es im 1. Halbjahr 2026 dagegen auf den Plätzen 2 und 3 in der Rangfolge der bedeutendsten Exportländer Deutschlands: So stiegen die Exporte nach Frankreich gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 um 7,6 % auf 63,2 Milliarden Euro und die Exporte in die Niederlande um 9,0 % auf 60,5 Milliarden Euro. Nach China wurden Waren im Wert von 36,4 Milliarden Euro (-12,2 %) exportiert. Damit lag China in der Rangfolge der wichtigsten Abnehmerländer deutscher Waren auf Platz 9.
Die meisten Importe nach Deutschland kamen in der ersten Jahreshälfte 2026 aus der Volksrepublik China (89,1 Milliarden Euro). Auf den Plätzen 2 und 3 der wichtigsten deutschen Lieferländer lagen die Vereinigten Staaten (50,6 Milliarden Euro) und die Niederlande (48,9 Milliarden Euro). Dabei nahmen die Importe aus China und den USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 8,8 % beziehungsweise 7,0 % zu, während die Importe aus den Niederlanden moderat um 0,7 % stiegen.
Importüberschuss im Handel mit China stark gestiegen
Die höchsten Exportüberschüsse wies Deutschland im 1. Halbjahr 2026 im Handel mit Frankreich (25,7 Milliarden Euro), den Vereinigten Staaten (22,5 Milliarden Euro) und dem Vereinigten Königreich (22,3 Milliarden Euro) auf. Im 1. Halbjahr 2025 hatten die USA in dieser Rangfolge mit einem Exportüberschuss von 30,5 Milliarden Euro noch klar auf Platz 1 gelegen. Aus China kamen im 1. Halbjahr 2026 erneut mehr Importe als im Vorjahreszeitraum, während die deutschen Exporte dorthin sanken. Dadurch vergrößerte sich der Importüberschuss im Handel mit China von 40,5 Milliarden im 1. Halbjahr 2025 auf 52,7 Milliarden Euro im 1. Halbjahr 2026.
Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile weiter wichtigste Handelsgüter
Wichtigste Exportgüter Deutschlands waren im 1. Halbjahr 2026 Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile mit einem Wert von 124,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 sanken die Kraftfahrzeug-Exporte um 5,8 %. An zweiter Stelle lagen Maschinen mit einem Wert von 107,7 Milliarden Euro (-0,9 %). Auf Rang 3 der Exporte lagen Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 73,1 Milliarden Euro vor den chemischen Erzeugnissen mit einem Warenwert von 71,6 Milliarden Euro. Bei diesen beiden Warengruppen konnten Zuwächse von 9,5 % beziehungsweise 1,4 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 verzeichnet werden.
Wichtigste Importgüter Deutschlands waren im 1. Halbjahr 2026 Kraftwagen und Kraftwagenteile mit einem Wert von 77,1 Milliarden Euro (+3,7 % zum 1. Halbjahr 2025) sowie Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse mit 75,6 Milliarden Euro (+10,0 %).
Der größte Exportüberschuss wurde im Handel mit Maschinen mit 54,0 Milliarden Euro erzielt, gefolgt von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen mit 47,6 Milliarden Euro. Umgekehrt wurden beim Handel mit Erdöl und Erdgas beziehungsweise bei den Erzeugnissen der Landwirtschaft deutlich mehr Waren importiert als exportiert. Hier betrug der Importüberschuss 35,5 Milliarden beziehungsweise 16,5 Milliarden Euro.
Methodische Hinweise:
Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Ausgewertet wurden die Ergebnisse auf Basis des Güterverzeichnisses für Produktionsstatistiken. Nicht inbegriffen ist der grenzüberschreitende Handel mit Dienstleistungen. Dieser wird von der Deutschen Bundesbank erhoben.
Weitere Informationen:
Alle detaillierten Ergebnisse zum Außenhandel des Berichtsmonats Juni 2026 bietet die Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 51000). Ausgewählte Tabellen zur Außenhandelsstatistik bietet auch die Themenseite "Außenhandel" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Ergebnisse zum Außenhandel sind auch im "Dashboard Konjunktur" (www.dashboard-deutschland.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Außenhandel
Telefon: +49 611 75 2481
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/32102/6336622
- China im 1. Halbjahr 2026 weiterhin Deutschlands wichtigster Handelspartner* Exporte in die USA sinken um 6,1 %, Importe aus China nehmen um 8,8 % zu* Exportüberschuss im Handel mit den USA geht deutlich zurück, Importüberschuss im Handel mit China steigt stark
Mit einem Wert von 817,8 Milliarden Euro sind die deutschen Exporte im 1. Halbjahr 2026 um 3,9 % gestiegen und lagen damit um 31,0 Milliarden Euro über dem Vorjahreszeitraum. Nach Deutschland importiert wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 insgesamt Waren im Wert von 712,1 Milliarden Euro. Das waren 4,7 % oder 31,7 Milliarden Euro mehr als im 1. Halbjahr 2025. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag der Außenhandelssaldo (Exporte minus Importe) Deutschlands im 1. Halbjahr 2026 bei +105,7 Milliarden Euro. Damit war der Exportüberschuss um 0,7 % niedriger als im 1. Halbjahr 2025 (+106,4 Milliarden Euro). Auch im 1. Halbjahr 2026 war China mit 125,5 Milliarden Euro Umsatz (Exporte plus Importe) wie bereits im Gesamtjahr 2025 Deutschlands wichtigster Handelspartner. Danach folgten die Vereinigten Staaten mit einem Umsatz in Höhe von 123,7 Milliarden Euro und die Niederlande mit 109,3 Milliarden Euro.
Exporte in die USA sinken um 6,1 %, Importe aus China nehmen um 8,8 % zu
Wie bereits in den Vorjahren waren im 1. Halbjahr 2026 die Vereinigten Staaten das wichtigste Abnehmerland deutscher Exporte. Insgesamt wurden Waren im Wert von 73,1 Milliarden Euro aus Deutschland in die USA exportiert. Das waren 6,1 % weniger als im 1. Halbjahr 2025, das nur teilweise von den ab April 2025 eingeführten hohen US-Einfuhrzöllen für Waren aus der Europäischen Union (EU) betroffen war. Starke Rückgänge verzeichneten im Außenhandel mit den USA erneut die deutschen Exporte von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen (-17,2 %). Anstiege gab es im 1. Halbjahr 2026 dagegen auf den Plätzen 2 und 3 in der Rangfolge der bedeutendsten Exportländer Deutschlands: So stiegen die Exporte nach Frankreich gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 um 7,6 % auf 63,2 Milliarden Euro und die Exporte in die Niederlande um 9,0 % auf 60,5 Milliarden Euro. Nach China wurden Waren im Wert von 36,4 Milliarden Euro (-12,2 %) exportiert. Damit lag China in der Rangfolge der wichtigsten Abnehmerländer deutscher Waren auf Platz 9.
Die meisten Importe nach Deutschland kamen in der ersten Jahreshälfte 2026 aus der Volksrepublik China (89,1 Milliarden Euro). Auf den Plätzen 2 und 3 der wichtigsten deutschen Lieferländer lagen die Vereinigten Staaten (50,6 Milliarden Euro) und die Niederlande (48,9 Milliarden Euro). Dabei nahmen die Importe aus China und den USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 8,8 % beziehungsweise 7,0 % zu, während die Importe aus den Niederlanden moderat um 0,7 % stiegen.
Importüberschuss im Handel mit China stark gestiegen
Die höchsten Exportüberschüsse wies Deutschland im 1. Halbjahr 2026 im Handel mit Frankreich (25,7 Milliarden Euro), den Vereinigten Staaten (22,5 Milliarden Euro) und dem Vereinigten Königreich (22,3 Milliarden Euro) auf. Im 1. Halbjahr 2025 hatten die USA in dieser Rangfolge mit einem Exportüberschuss von 30,5 Milliarden Euro noch klar auf Platz 1 gelegen. Aus China kamen im 1. Halbjahr 2026 erneut mehr Importe als im Vorjahreszeitraum, während die deutschen Exporte dorthin sanken. Dadurch vergrößerte sich der Importüberschuss im Handel mit China von 40,5 Milliarden im 1. Halbjahr 2025 auf 52,7 Milliarden Euro im 1. Halbjahr 2026.
Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile weiter wichtigste Handelsgüter
Wichtigste Exportgüter Deutschlands waren im 1. Halbjahr 2026 Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile mit einem Wert von 124,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 sanken die Kraftfahrzeug-Exporte um 5,8 %. An zweiter Stelle lagen Maschinen mit einem Wert von 107,7 Milliarden Euro (-0,9 %). Auf Rang 3 der Exporte lagen Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 73,1 Milliarden Euro vor den chemischen Erzeugnissen mit einem Warenwert von 71,6 Milliarden Euro. Bei diesen beiden Warengruppen konnten Zuwächse von 9,5 % beziehungsweise 1,4 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 verzeichnet werden.
Wichtigste Importgüter Deutschlands waren im 1. Halbjahr 2026 Kraftwagen und Kraftwagenteile mit einem Wert von 77,1 Milliarden Euro (+3,7 % zum 1. Halbjahr 2025) sowie Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse mit 75,6 Milliarden Euro (+10,0 %).
Der größte Exportüberschuss wurde im Handel mit Maschinen mit 54,0 Milliarden Euro erzielt, gefolgt von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen mit 47,6 Milliarden Euro. Umgekehrt wurden beim Handel mit Erdöl und Erdgas beziehungsweise bei den Erzeugnissen der Landwirtschaft deutlich mehr Waren importiert als exportiert. Hier betrug der Importüberschuss 35,5 Milliarden beziehungsweise 16,5 Milliarden Euro.
Methodische Hinweise:
Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Ausgewertet wurden die Ergebnisse auf Basis des Güterverzeichnisses für Produktionsstatistiken. Nicht inbegriffen ist der grenzüberschreitende Handel mit Dienstleistungen. Dieser wird von der Deutschen Bundesbank erhoben.
Weitere Informationen:
Alle detaillierten Ergebnisse zum Außenhandel des Berichtsmonats Juni 2026 bietet die Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 51000). Ausgewählte Tabellen zur Außenhandelsstatistik bietet auch die Themenseite "Außenhandel" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Ergebnisse zum Außenhandel sind auch im "Dashboard Konjunktur" (www.dashboard-deutschland.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Außenhandel
Telefon: +49 611 75 2481
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/32102/6336622
© 2026 news aktuell
