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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Leichte Abgaben - JD Sports brechen ein

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichte Abgaben - JD Sports brechen ein

DOW JONES--Europas Börsen sind mit kleinen Abschlägen in den Handel am Donnerstag gestartet. Das am späten Mittwoch veröffentlichte Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank wird als leicht falkenhaft eingestuft. In dem Protokoll des Treffens vom 28. und 29. Juli. hieß es, dass "viele" Währungshüter zu der Einschätzung gelangten, eine Straffung der Geldpolitik werde "wahrscheinlich notwendig sein", falls die Inflation nicht zurückgeht. Allerdings waren nur "einige" der Ansicht, dass die aktuelle Zinspolitik möglicherweise nicht "ausreichend restriktiv" sei, um das Inflationsziel der Fed von 2 Prozent zu erreichen.

Der DAX verliert 0,4 Prozent auf 26.000 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,1 Prozent nach unten. An den europäischen Anleihemärkten geht es mit den Renditen weiter etwas nach oben, während US-Staatsanleihen tendenziell niedriger rentieren. Nach dem Sprung beim Euro gegen den Dollar am Vortag legt die Einheitswährung weiter leicht zu auf 1,1680 Dollar. Gold fällt nach der Vortagesrally um 0,8 Prozent auf 4.485 Dollar die Feinunze.

Obwohl das Protokoll eher "hawkish" ausgefallen sei, erwartet James Knightley von ING, dass die US-Notenbank die Zinsen bis weit ins Jahr 2027 hinein unverändert lassen wird. Diejenigen Vertreter der Fed, die für eine Zinspause gestimmt hätten, bräuchten stärkere US-Arbeitsmarktzahlen und eine höhere Inflation, um überzeugt zu werden, so der Ökonom. Er rechne jedoch nicht damit, dass sich solche Daten einstellen werden.

Hauptthema am Markt bleibt allerdings die Entwicklung an den Anleihemärkten. Gesprächsstoff lieferte am Vortag die Ankündigung des US-Finanzministeriums, zukünftig mehr langlaufende Treasurys zurückzukaufen. Das sorgte zwar für eine gewisse Entspannung, setzte dem Dollar aber kräftig zu, was auf die Kauflaune für europäische Aktien drückte. Analysten sprachen im Kern von einer Neuauflage der "Operation Twist" der US-Notenbank, nur eben nicht durch die US-Notenbank, sondern das Finanzministerium. Dieses müsse nun mehr kurzlaufende US-Staatsanleihen begeben, um die Finanzierung für die Rückkäufe der Langläufer zu stemmen.

Die Lage im Nahen Osten bleibt derweil vertrackt nach Ablauf des ohnehin brüchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran. Die Zahl der Frachtschiffe, die die Straße von Hormus täglich passieren, ist in den zweistelligen Bereich gefallen. Ein Friedensvertrag ist nicht in Sicht. Das eröffnet Aufwärtspotenzial für den Ölpreis. Der Preis für Brent zieht um 1,2 Prozent an auf 92,68 Dollar das Fass. Damit besteht noch ein gewisser Puffer zu der für die Märkte psychologisch wichtigen Hürde von 100 Dollar.

JD Sports hat ein schwächeres Trading-Update für das zweite Quartal veröffentlicht. Grund dafür ist laut RBC eine geringere Nachfrage nach Sportschuhen in den USA. Die flächenbereinigten Umsätze im ersten Halbjahr fielen um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Konsens sei von einem Minus von 2 Prozent ausgegangen. Die Prognose für den Gewinn vor Steuern im Geschäftsjahr 2027 wurde im Mittelwert um 6 Prozent auf 700 bis 800 Millionen Pfund gesenkt. Der Konsens liege bei 781 Millionen Pfund, so RBC. JD Sports brechen um 12 Prozent ein, Adidas verlieren im Gefolge 1,2 Prozent, Puma 2,7 Prozent.

Laut Metzler hat Tonies robuste Geschäftszahlen vorgelegt. Der Umsatz im zweiten Quartal und das bereinigte EBITDA im ersten Halbjahr hätten beide die Konsenserwartungen übertroffen. Der Umsatzanstieg im zweiten Quartal von währungsbereinigt 49 Prozent sei durch ein breit angelegtes Wachstum in allen Regionen getragen worden. Die Margenkompression spiegele hauptsächlich einen ungünstigen Produktmix wider, der durch einen höheren Anteil an Tonieboxen - die geringere Bruttomargen als Figuren erzielten - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gekennzeichnet sei. Das gefällt den Anlegern offenbar nicht - Tonies fallen um 2,8 Prozent.

Bank of America nimmt die Brenntag-Aktie mit "Underperform" und einem Kursziel von 55 Euro wieder auf. Daraufhin gibt der Titel um 3,1 Prozent nach.

INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.438,46  -0,1   -6,00    6.444,46    11,2 
Stoxx-50        5.462,57  -0,1   -4,10    5.466,67    11,1 
DAX          25.999,63  -0,4   -91,70    26.091,33    6,2 
MDAX          31.853,88  +0,1   31,41    27.039,42    4,0 
TecDAX         4.057,04  -0,1   -2,12    3.091,28    12,0 
SDAX          18.499,56  -0,2   -34,48    13.062,07    7,7 
FTSE          10.716,99  -0,3   -26,36    10.743,35    7,9 
CAC           8.496,47  -0,1   -5,44    8.501,91    4,3 
SMI          14.394,67  +0,1    8,09    14.386,58    8,5 
ATX           6.609,19  +0,3   16,28    6.592,91    24,1 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:12 
EUR/USD          1,1679  +0,0   0,0002     1,1677   1,1669 
EUR/JPY          185,14  +0,3   0,4600     184,68  184,8500 
EUR/CHF          0,9338  +0,3   0,0028     0,9310   0,9326 
EUR/GBP          0,8579  0,0   0,0000     0,8579   0,8574 
USD/JPY          158,5  +0,2   0,3400     158,16  158,3900 
GBP/USD          1,3611  +0,1   0,0008     1,3603   1,3608 
USD/CNY          6,7237  -0,1  -0,0058     6,7295   6,7295 
USD/CNH          6,7237  -0,1  -0,0075     6,7312   6,7298 
AUS/USD          0,7118  -0,1  -0,0005     0,7123   0,7125 
Bitcoin/USD      69.645,21  +0,8   577,35    69.067,86 68.588,13 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         86,16  +0,4    0,33      85,83 
Brent/ICE         92,68  +1,2    1,06      91,62 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.485,54  -0,8   -35,55    4.521,09 
Silber           66,59  -0,5   -0,32      66,92 
Platin         1.794,99  -1,6   -29,51    1.824,50 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 20, 2026 03:59 ET (07:59 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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