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MÄRKTE USA/Etwas leichter - Renditen mit Erholung nach Vortagesrückgang

DJ MÄRKTE USA/Etwas leichter - Renditen mit Erholung nach Vortagesrückgang

DOW JONES--Mit Abgaben dürfte die Wall Street am Donnerstag in den Handel starten. Der Future auf den S&P-500 fällt um 0,5 Prozent. Hauptthema sind weiterhin die Entwicklungen am US-Anleihemarkt, nachdem das US-Finanzministerium am Vortag angekündigt hatte, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen. Konkret sollen Rückkaufoperationen für Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren oder mehr mit Wirkung zum 9. September von derzeit 2 auf mindestens 4 Milliarden Dollar pro Operation verdoppelt werden.

Der Schritt wurde an der Wall Street als Signal gewertet, dass Finanzminister Scott Bessent über den Ausverkauf bei Anleihen beunruhigt ist. In der Folge ging es für die Renditen 10- und 30-jähriger steil nach unten. Aktuell kommt es jedoch zu einer Gegenbewegung. So steigt die Rendite im Zehnjahresbereich um 6 Basispunkte auf 4,71 Prozent, bei den Langläufern geht es um 6 Basispunkte auf 5,26 Prozent nach oben.

Analysten begründen die Erholung der Renditen auch damit, dass ein nachhaltiger Rückgang der Kreditkosten unwahrscheinlich sei, da es keine Anzeichen dafür gebe, dass die USA ihr Defizit eindämmen würden. "Über die erhöhte Flexibilität bei der Steuerung der Marktliquidität hinaus sehen wir die Ankündigung in erster Linie als ein Signal, dass die US-Politik bei der Bewältigung der besorgniserregend hohen Refinanzierungskosten am langen Ende der (Treasury-)Kurve durchaus kreativ werden könnte", merkt die Bank Metzler an.

Die Entscheidung des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe langfristiger Anleihen zu erhöhen, stärke die Risikobereitschaft, so Analyst Chris Turner von der ING. Die Ankündigung deute darauf hin, dass Finanzminister Bessent bereit sei, einzuschreiten, um die steigenden langfristigen Kreditkosten einzudämmen, meint er. Dies reduziere eine der Hauptbedrohungen für Risikoanlagen in diesem Sommer, belaste den Dollar als sicheren Hafen und stütze die Währungen der Schwellenländer, ergänzt Turner. Der Dollar baut seine Vortagesverluste aus - der Dollar-Index fällt um weitere 0,1 Prozent.

Der Goldpreis gibt dagegen einen Großteil seiner Vortagesgewinne wieder ab. Die Feinunze reduziert sich um 1,2 Prozent auf 4.452 Dollar, nach einem Hoch von rund 4.580 Dollar zur Wochenmitte in Folge der stark gefallenen Renditen. Teilnehmer verweisen auf die Erholung der Renditen am Anleihemarkt.

Die Ölpreise legen weiter zu. Für Brent geht es um 3,1 Prozent auf 94,45 Dollar nach oben. "Die USA haben keine Gespräche mit dem Iran geplant, während die Lage in der Straße von Hormus weiter angespannt bleibt, mit eingeschränktem Schiffsverkehr und anhaltenden Meinungsverschiedenheiten über die Bedingungen für eine Wiedereröffnung", heißt es von Sucden Financial.

Die Konjunkturdaten des Tages liefern bislang keinen Impuls. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche gesunken, nachdem sie fast einen Monat lang gestiegen war. Der Philadelphia-Fed-Index für August fiel mit 47,4 über der Prognose von 41,1 aus, die dem Wert aus dem Vormonat entsprochen hat. Nach der Startglocke folgt noch der Index der Frühindikatoren für Juli.

Bei den Einzelwerten geht es vorbörslich für die Aktien von Walmart um 7,3 Prozent nach unten. Der Einzelhandelskonzern hebt nach höheren Umsätzen im zweiten Quartal den Ausblick für das Gesamtjahr an. Der Einzelhändler rechnet nun mit einem Anstieg des Nettoumsatzes um 4 bis 5 Prozent, verglichen mit einer früheren Prognose von plus 3,5 bis 4,5 Prozent. Die Prognose liegt jedoch unter den Erwartungen der Analysten. Die Investitionsausgaben sollen zudem etwa 4 Prozent des Nettoumsatzes betragen, nach einer früheren Prognose von rund 3,5 Prozent des Nettoumsatzes.

Die Aktien von Krypto-Handelsplattformen legen deutlich zu. US-Präsident Donald Trump hat den Kongress aufgefordert, ein Kryptowährungsgesetz zu verabschieden. Dies schob Bitcoin zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Juni. Aktuell geht es für die Kryptowährung um 3.8 Prozent auf 71.691 Dollar nach oben. Am Aktienmarkt steigen Coinbase um 5,2 Prozent, Robinhood um 3,1 Prozent und Strategy um 9 Prozent.

Die Aktien von Coty fallen um 18,2 Prozent. Das Kosmetikunternehmen meldete einen höheren Verlust und prognostizierte für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang, da die Verbraucher zunehmend wählerischer werden. Deere (+2,5%) übertraf im dritten Quartal die Erwartungen, obwohl das Geschäft mit großen Landmaschinen weiterhin schwach war. Das Unternehmen profitierte von Zollrückerstattungen in Höhe von 110 Millionen Dollar. Analysten schätzten, dass diese rund 30 Cent zum Gewinn je Aktie von 5,10 Dollar beitrugen. Die Wall Street hatte laut Factset mit 4,69 Dollar je Aktie gerechnet.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,19 +0,01    4,20      4,16 
5 Jahre           4,39 +0,04    4,40      4,33 
10 Jahre          4,71 +0,06    4,71      4,63 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:12 
EUR/USD          1,1682  +0,0   0,0005     1,1677   1,1669 
EUR/JPY          185,46  +0,4   0,7800     184,68  184,8500 
EUR/CHF          0,9323  +0,1   0,0013     0,9310   0,9326 
EUR/GBP          0,8571  -0,1  -0,0008     0,8579   0,8574 
USD/JPY          158,75  +0,4   0,5900     158,16  158,3900 
GBP/USD          1,3627  +0,2   0,0024     1,3603   1,3608 
USD/CNY          6,7232  -0,1  -0,0063     6,7295   6,7295 
USD/CNH          6,7242  -0,1  -0,0070     6,7312   6,7298 
AUS/USD          0,7107  -0,2  -0,0016     0,7123   0,7125 
Bitcoin/USD      71.690,93  +3,8  2.623,07    69.067,86 68.588,13 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         88,88  +3,6    3,05      85,83 
Brent/ICE         94,45  +3,1    2,83      91,62 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.452,22  -1,5   -68,87    4.521,09 
Silber           65,91  -1,5   -1,01      66,92 
Platin         1.787,81  -2,0   -36,69    1.824,50 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/flf

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