Olching (ots) -
Stiftung Warentest sorgt bei Verbrauchern für Verunsicherung
Die Stiftung Warentest gilt bei deutschen Verbrauchern als erste Anlaufstelle wenn es um die Versorgung mit Informationen rund um Finanzen geht. Einer Erhebung der Verbraucherzentrale Bundesverband zufolge kennen 98% der Deutschen die Stiftung Warentest - 82% haben starkes oder sehr starkes Vertrauen in die ausgesprochenen Empfehlungen.
Doch die aktuelle Ausgabe dürfte bei Endverbrauchern eher für Verunsicherung als für Klarheit sorgen. In Ausgabe 9-2026 nimmt Stiftung Warentest Finanzen wie auch in den Jahren zuvor, das Thema Zahnzusatzversicherungen unter die Lupe.
Die Ergebnisse unterscheiden sich nur marginal von den Vorjahrsergebnissen. Nicht zum ersten mal steht die Stiftung Warentest diesbezüglich in der Kritik.
Testdesign in der Kritik
Experten kritisieren seit Jahren, dass im Test nur Leistungen für Zahnersatz bewertet werden. Andere wichtige Leistungen wie Prophylaxe und Zahnbehandlung, werden im Ranking nicht berücksichtigt.
Wer beim Tarifabschluss nur nach den Test-Noten und den günstigsten Beiträgen entscheidet, verzichtet oft auf wichtige Zusatzleistungen.
Dass zum Beispiel die Kosten einer Wurzelbehandlung (bis ca. 2.000 Euro für eine Privatbehandlung) nicht abgesichert sind, merken Verbraucher oft erst, wenn es zu spät ist, nämlich wenn sie so eine Behandlung benötigen.
Auch die Gewichtung der zugrundegelegten Kriterien ist unzureichend - so werden z.B. Zahnersatz-Regelversorgungsleistungen zu 10% in das Testergebnis mit einbezogen - ein Punkt, der laut Maximilian Waizmann vom Vergleichsportal zahnzusatzversicherung-experten.de in der Praxis kaum relevant ist.
"Genau deswegen schließen Menschen ja eine private Zahnzusatzversicherung ab, damit sie sich einen besseren Zahnersatz als die Regelversorgung leisten können - insofern macht dieses Kriterium wenig Sinn." so Maximilian Waizmann.
Viele Tarife sind zu gut bewertet - woran liegt das?
Bereits die Tatsache, dass von 278 getesteten Tarifen 117 die Note "Sehr Gut" erhalten haben, lässt auf eher geringe Test-Anforderungen schließen.
Geht es nach Stiftung Warentest Finanzen, reicht es zum Beispiel aus, wenn ein Tarif alle fünf Jahre zwei Implantate und in den übrigen Jahren maximal ein Implantat erstattet.
Maximilian Waizmann sieht das kritisch:
"Wer schon mal einen Blick in das Portal 2te-zahnarztmeinung.de geworfen hat, erkennt schnell, dass dies eine erhebliche Einschränkung darstellt - häufig werden in der Praxis mehr als ein oder zwei Implantate auf einmal notwendig! Die Kosten solch einer Behandlung liegen schnell im 5stelligen Euro-Bereich. Aus unserer Sicht ist es nicht nachvollziehbar, dass ein Tarif mit einer solchen Leistungseinschränkung dennoch als Testsieger ausgezeichnet werden kann!"
Auch andere tarifliche Einschränkungen werden kaum negativ in die Bewertung einbezogen, zum Beispiel:
- Keramikverblendungen im Seitenzahnbereich
- Abhängigkeit von der Vorleistung der gesetzlichen Krankenkasse
"Bei großen Versicherungskonzernen sind Profis am Werk. Die Anbieter haben verschiedenste Möglichkeiten, ihre Leistungen im Kleingedruckten einzuschränken. Eine Versicherung kann in der Werbung 100% Leistung versprechen und gleichzeitig diverse Einschränkungen in die Versicherungsbedingungen einbauen. Ein Laie hat kaum eine Chance die Tragweite solcher Klauseln zu erkennen." schätzt Maximilian Waizmann die Situation ein.
Über die Gründe kann man nur spekulieren
Doch genau solche Unterschiede sollte ein umfassender Test einer Verbraucherzeitschrift darstellen! Dieser wichtigen Aufgabe wird die Stiftung Warentest leider nicht gerecht.
"Über die Gründe, warum negative Klauseln nicht zu deutlich schlechteren Testnoten führen, kann man nur spekulieren. Für ein Testsiegel mit Befriedigend oder Ausreichend möchte vermutlich kaum eine Versicherung 11.990 bis 49.990 Euro bezahlen." so Maximilian Waizmann.
Positiv zumindest: seit diesem Jahr berücksichtigt die Stiftung Warentest zumindest den Aspekt, ob eine Versicherung mit einem Preis- und Leistungsverzeichnis (PLV) für zahntechnische Leistungen arbeitet - damit schränken Versicherer wirksam die Kostenübernahme für Material- und Laborkosten ein. Dies führt nun zu einer deutlichen Abwertung eines Tarifes.
Ein weiterer wichtiger Punkt, der in einem Test kaum berücksichtigt werden kann, sind die Annahmekriterien der einzelnen Versicherungen. Je nach Zahnzustand können einzelne Angebote gar nicht verfügbar sein - oder aber nicht sinnvoll.
Ein gutes Beispiel sind hier "fehlende Zähne" - wer Zahnlücken hat, sollte genau darauf achten, wie der gewünschte Versicherer damit umgeht. Die meisten Versicherungen schließen dann Leistungen für die Versorgung mit Zahnersatz aus - andere bieten die Mitversicherung gegen Risikozuschlag an.
Generell sollte man trotz Testsiegel immer zwei mal hinschauen, bevor man eine Versicherung abschließt. Ein Test von Stiftung Warentest kann eine individuelle Analyse der Wünsche und Bedürfnisse, sowie der persönlichen Ausgangssituation nicht ersetzen.
Quellen:
https://www.test.de/Zahnzusatzversicherung-im-Test-4730314-0/
https://www.ral-logolizenz-warentest.de/1/lizenzoptionen
https://www.vzbv.de/sites/default/files/downloads/2017/07/05/ergebnisse_verbraucherreport_2017.pdf
https://www.zahnzusatzversicherung-experten.de/zahnzusatzversicherung-test.html
https://www.2te-zahnarztmeinung.de/preisvergleiche/
Pressekontakt:
Maximilian Waizmann
mw@vm-experten.de
Versicherungsmakler Experten GmbH
Feursstr. 56
82140 Olching
www.zahnzusatzversicherung-experten.de
Original-Content von: Versicherungsmakler Experten GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/154285/6337212
Stiftung Warentest sorgt bei Verbrauchern für Verunsicherung
Die Stiftung Warentest gilt bei deutschen Verbrauchern als erste Anlaufstelle wenn es um die Versorgung mit Informationen rund um Finanzen geht. Einer Erhebung der Verbraucherzentrale Bundesverband zufolge kennen 98% der Deutschen die Stiftung Warentest - 82% haben starkes oder sehr starkes Vertrauen in die ausgesprochenen Empfehlungen.
Doch die aktuelle Ausgabe dürfte bei Endverbrauchern eher für Verunsicherung als für Klarheit sorgen. In Ausgabe 9-2026 nimmt Stiftung Warentest Finanzen wie auch in den Jahren zuvor, das Thema Zahnzusatzversicherungen unter die Lupe.
Die Ergebnisse unterscheiden sich nur marginal von den Vorjahrsergebnissen. Nicht zum ersten mal steht die Stiftung Warentest diesbezüglich in der Kritik.
Testdesign in der Kritik
Experten kritisieren seit Jahren, dass im Test nur Leistungen für Zahnersatz bewertet werden. Andere wichtige Leistungen wie Prophylaxe und Zahnbehandlung, werden im Ranking nicht berücksichtigt.
Wer beim Tarifabschluss nur nach den Test-Noten und den günstigsten Beiträgen entscheidet, verzichtet oft auf wichtige Zusatzleistungen.
Dass zum Beispiel die Kosten einer Wurzelbehandlung (bis ca. 2.000 Euro für eine Privatbehandlung) nicht abgesichert sind, merken Verbraucher oft erst, wenn es zu spät ist, nämlich wenn sie so eine Behandlung benötigen.
Auch die Gewichtung der zugrundegelegten Kriterien ist unzureichend - so werden z.B. Zahnersatz-Regelversorgungsleistungen zu 10% in das Testergebnis mit einbezogen - ein Punkt, der laut Maximilian Waizmann vom Vergleichsportal zahnzusatzversicherung-experten.de in der Praxis kaum relevant ist.
"Genau deswegen schließen Menschen ja eine private Zahnzusatzversicherung ab, damit sie sich einen besseren Zahnersatz als die Regelversorgung leisten können - insofern macht dieses Kriterium wenig Sinn." so Maximilian Waizmann.
Viele Tarife sind zu gut bewertet - woran liegt das?
Bereits die Tatsache, dass von 278 getesteten Tarifen 117 die Note "Sehr Gut" erhalten haben, lässt auf eher geringe Test-Anforderungen schließen.
Geht es nach Stiftung Warentest Finanzen, reicht es zum Beispiel aus, wenn ein Tarif alle fünf Jahre zwei Implantate und in den übrigen Jahren maximal ein Implantat erstattet.
Maximilian Waizmann sieht das kritisch:
"Wer schon mal einen Blick in das Portal 2te-zahnarztmeinung.de geworfen hat, erkennt schnell, dass dies eine erhebliche Einschränkung darstellt - häufig werden in der Praxis mehr als ein oder zwei Implantate auf einmal notwendig! Die Kosten solch einer Behandlung liegen schnell im 5stelligen Euro-Bereich. Aus unserer Sicht ist es nicht nachvollziehbar, dass ein Tarif mit einer solchen Leistungseinschränkung dennoch als Testsieger ausgezeichnet werden kann!"
Auch andere tarifliche Einschränkungen werden kaum negativ in die Bewertung einbezogen, zum Beispiel:
- Keramikverblendungen im Seitenzahnbereich
- Abhängigkeit von der Vorleistung der gesetzlichen Krankenkasse
"Bei großen Versicherungskonzernen sind Profis am Werk. Die Anbieter haben verschiedenste Möglichkeiten, ihre Leistungen im Kleingedruckten einzuschränken. Eine Versicherung kann in der Werbung 100% Leistung versprechen und gleichzeitig diverse Einschränkungen in die Versicherungsbedingungen einbauen. Ein Laie hat kaum eine Chance die Tragweite solcher Klauseln zu erkennen." schätzt Maximilian Waizmann die Situation ein.
Über die Gründe kann man nur spekulieren
Doch genau solche Unterschiede sollte ein umfassender Test einer Verbraucherzeitschrift darstellen! Dieser wichtigen Aufgabe wird die Stiftung Warentest leider nicht gerecht.
"Über die Gründe, warum negative Klauseln nicht zu deutlich schlechteren Testnoten führen, kann man nur spekulieren. Für ein Testsiegel mit Befriedigend oder Ausreichend möchte vermutlich kaum eine Versicherung 11.990 bis 49.990 Euro bezahlen." so Maximilian Waizmann.
Positiv zumindest: seit diesem Jahr berücksichtigt die Stiftung Warentest zumindest den Aspekt, ob eine Versicherung mit einem Preis- und Leistungsverzeichnis (PLV) für zahntechnische Leistungen arbeitet - damit schränken Versicherer wirksam die Kostenübernahme für Material- und Laborkosten ein. Dies führt nun zu einer deutlichen Abwertung eines Tarifes.
Ein weiterer wichtiger Punkt, der in einem Test kaum berücksichtigt werden kann, sind die Annahmekriterien der einzelnen Versicherungen. Je nach Zahnzustand können einzelne Angebote gar nicht verfügbar sein - oder aber nicht sinnvoll.
Ein gutes Beispiel sind hier "fehlende Zähne" - wer Zahnlücken hat, sollte genau darauf achten, wie der gewünschte Versicherer damit umgeht. Die meisten Versicherungen schließen dann Leistungen für die Versorgung mit Zahnersatz aus - andere bieten die Mitversicherung gegen Risikozuschlag an.
Generell sollte man trotz Testsiegel immer zwei mal hinschauen, bevor man eine Versicherung abschließt. Ein Test von Stiftung Warentest kann eine individuelle Analyse der Wünsche und Bedürfnisse, sowie der persönlichen Ausgangssituation nicht ersetzen.
Quellen:
https://www.test.de/Zahnzusatzversicherung-im-Test-4730314-0/
https://www.ral-logolizenz-warentest.de/1/lizenzoptionen
https://www.vzbv.de/sites/default/files/downloads/2017/07/05/ergebnisse_verbraucherreport_2017.pdf
https://www.zahnzusatzversicherung-experten.de/zahnzusatzversicherung-test.html
https://www.2te-zahnarztmeinung.de/preisvergleiche/
Pressekontakt:
Maximilian Waizmann
mw@vm-experten.de
Versicherungsmakler Experten GmbH
Feursstr. 56
82140 Olching
www.zahnzusatzversicherung-experten.de
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/154285/6337212
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