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MÄRKTE USA/Etwas leichter - Renditen erholen sich von Vortagesrückgang

DJ MÄRKTE USA/Etwas leichter - Renditen erholen sich von Vortagesrückgang

DOW JONES--Mit Abgaben ist die Wall Street am Donnerstag in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index fällt um 0,7 Prozent auf 53.084 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gibt um 0,3 Prozent nach und die technologielastigen Nasdaq-Indizes büßen bis zu 0,4 Prozent ein. Hauptthema sind weiter die Entwicklungen am US-Anleihemarkt, nachdem das US-Finanzministerium am Vortag angekündigt hatte, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen. Konkret sollen Rückkaufoperationen für Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren oder mehr mit Wirkung zum 9. September von derzeit 2 auf mindestens 4 Milliarden Dollar pro Operation verdoppelt werden.

Der Schritt wurde an der Wall Street als Signal gewertet, dass Finanzminister Scott Bessent über den Ausverkauf bei Anleihen beunruhigt ist. In der Folge ging es für die Renditen 10- und 30-jähriger steil nach unten. Doch die Renditen holen die Abgaben vom Vortag wieder fast vollständig auf. Analysten begründen dies damit, dass ein nachhaltiger Rückgang der Kreditkosten unwahrscheinlich sei, da es keine Anzeichen dafür gebe, dass die USA ihr Defizit eindämmen würden. So steigt die Rendite im Zehnjahresbereich um 5 Basispunkte auf 4,70 Prozent, bei den Langläufern geht es ebenfalls um 5 Basispunkte auf 5,24 Prozent nach oben.

Der Dollar baut seine Vortagesverluste noch leicht aus - der Dollar-Index fällt um weitere 0,1 Prozent. Der Dollar sei nach der Entscheidung des US-Finanzministeriums anfälliger für eine Abwertung, so die Analysten der MUFG Bank. Es sei unwahrscheinlich, dass die USA das stetig wachsende Haushaltsdefizit angehen werden. Daher bestehe die Gefahr, dass sich der Rückkauf als kontraproduktiv erweise und die Nachfrage nach US-Anlagen verringere, was potenziell zum Verkauf von Staatsanleihen und des Dollar führen könnte, so die Analysten.

Der Goldpreis gibt einen Großteil seiner Vortagesgewinne wieder ab. Die Feinunze fällt um 1,1 Prozent auf 4.472 Dollar, nach einem Hoch von rund 4.580 Dollar zur Wochenmitte in Folge der stark gefallenen Renditen. Teilnehmer verweisen nun auf die Erholung der Renditen.

Die Ölpreise legen weiter zu. Für Brent geht es um 2,3 Prozent auf 93,76 Dollar nach oben. "Die USA haben keine Gespräche mit dem Iran geplant, während die Lage in der Straße von Hormus weiter angespannt bleibt, mit eingeschränktem Schiffsverkehr und anhaltenden Meinungsverschiedenheiten über die Bedingungen für eine Wiedereröffnung", heißt es von Sucden Financial. Zudem hat US-Präsident Donald Trump damit gedroht, die USA würden beispiellose wirtschaftliche Maßnahmen gegen den Iran verhängen.

Die Konjunkturdaten des Tages liefern bislang keinen Impuls. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche gesunken, nachdem sie fast einen Monat lang gestiegen war. Der Philadelphia-Fed-Index für August fiel mit 47,4 über der Prognose von 41,1 aus, die dem Wert aus dem Vormonat entsprochen hat. Nach der Startglocke folgt noch der Index der Frühindikatoren für Juli.

Bei den Einzelwerten fallen die Aktien von Walmart um 8 Prozent. Der Einzelhandelskonzern hebt nach höheren Umsätzen im zweiten Quartal den Ausblick für das Gesamtjahr an. Er rechnet mit einem Anstieg des Nettoumsatzes um 4 bis 5 Prozent, verglichen mit einer früheren Prognose von plus 3,5 bis 4,5 Prozent. Die Prognose liegt allerdings unter den Erwartungen der Analysten. Die Investitionsausgaben sollen zudem etwa 4 Prozent des Nettoumsatzes betragen, nach einer früheren Prognose von rund 3,5 Prozent des Nettoumsatzes.

Für die Aktien von Krypto-Handelsplattformen geht es kräftig nach oben. US-Präsident Trump hat den Kongress aufgefordert, ein Kryptowährungsgesetz zu verabschieden. Dies schob den Bitcoin zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Juni. Aktuell geht es für die Kryptowährung um 3,6 Prozent auf 71.578 Dollar aufwärts. Am Aktienmarkt steigen Coinbase um 5,1 Prozent, Robinhood um 0,9 Prozent und Strategy um 6 Prozent.

Die Papiere von Wolfspeed knicken um 7,4 Prozent ein. Der Chip-Hersteller verzeichnete im vierten Geschäftsquartal einen deutlichen Umsatzrückgang. Zudem enttäuschte der Ausblick.

Die Aktien von Coty büßen 11,4 Prozent ein. Das Kosmetikunternehmen meldete einen höheren Verlust und prognostizierte für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang, da die Verbraucher zunehmend wählerischer werden. Deere (+2,9%) übertraf im dritten Quartal die Erwartungen, obwohl das Geschäft mit großen Landmaschinen weiterhin schwach war. Der Konzern profitierte allerdings von Zollrückerstattungen.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          53.084,22  -0,7  -378,83    53.463,05 
S&P-500         7.685,74  -0,3   -22,24    7.707,98 
NASDAQ Comp      26.223,39  -0,4  -107,70    26.331,09 
NASDAQ 100       29.317,83  -0,4  -108,19    29.426,02 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,20 +0,02    4,20      4,16 
5 Jahre           4,40 +0,04    4,40      4,33 
10 Jahre          4,70 +0,05    4,71      4,63 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:12 
EUR/USD          1,1684  +0,1   0,0007     1,1677   1,1669 
EUR/JPY          185,4  +0,4   0,7200     184,68  184,8500 
EUR/CHF          0,9326  +0,2   0,0016     0,9310   0,9326 
EUR/GBP          0,8565  -0,2  -0,0014     0,8579   0,8574 
USD/JPY          158,67  +0,3   0,5100     158,16  158,3900 
GBP/USD          1,3639  +0,3   0,0036     1,3603   1,3608 
USD/CNY          6,7225  -0,1  -0,0070     6,7295   6,7295 
USD/CNH          6,7236  -0,1  -0,0076     6,7312   6,7298 
AUS/USD          0,712  -0,0  -0,0003     0,7123   0,7125 
Bitcoin/USD      71.578,00  +3,6  2.510,14    69.067,86 68.588,13 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         88,30  +2,9    2,47      85,83 
Brent/ICE         93,76  +2,3    2,14      91,62 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.472,23  -1,1   -48,86    4.521,09 
Silber           66,86  -0,1   -0,06      66,92 
Platin         1.802,74  -1,2   -21,76    1.824,50 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/thl

(END) Dow Jones Newswires

August 20, 2026 09:47 ET (13:47 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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