DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
US-Anleiherückkäufe könnten laut Bessent 4 Mrd USD pro Emission übersteigen
Die Rückkäufe längerfristiger Anleihen durch das US-Finanzministerium könnten nach Aussage von Finanzminister Scott Bessent mehr als 4 Milliarden US-Dollar pro Emission betragen. "Wir glauben, dass es wiederum viele zugrunde liegende Faktoren gibt, die der Markt nicht beachtet", sagte Bessent am Donnerstag auf CNBC bezüglich der Entscheidung des Finanzministeriums, mehr seiner eigenen langfristigen Schuldtitel zurückzukaufen. "Ich möchte anmerken, dass es mehr als die 4 Milliarden Dollar pro Emission sein könnten", fügte Bessent hinzu.US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gehen nach jüngstem Anstieg zurück
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche gesunken, nachdem sie fast einen Monat lang gestiegen war. Die Zahl der Personen, die einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung stellten, lag in der Woche bis zum 15. August bei 206.000. Das waren 6.000 weniger als die auf 212.000 nach oben korrigierte Zahl der Vorwoche, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit 210.000 Anträgen gerechnet.
Industrieaktivität in der Region Philadelphia expandiert im August weiter
Die Industrieaktivität in der Region Philadelphia ist in diesem Monat laut einer Umfrage der Philly Fed stärker als erwartet gewachsen. In der Umfrage der regionalen Notenbank zum Geschäftsausblick für das verarbeitende Gewerbe stieg der Index für die aktuelle Geschäftstätigkeit im August auf 47,4 von 41,4 im Juli. Ein Wert von über null deutet auf eine Zunahme der Geschäftsaktivität hin. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Wert von 25 erwartet.
US-Frühindikatoren im Juli leicht gestiegen
Die US-Frühindikatoren sind im Juli leicht gestiegen, da sich mit Ausnahme der Verbrauchererwartungen alle Komponenten positiv entwickelten. Dies deutet auf ein bevorstehendes moderates Wachstum hin. Der vom Forschungsinstitut The Conference Board veröffentlichte Leading Economic Index (LEI) stieg um 0,2 Prozent auf 99,5 Punkte, nach einem aufwärts revidierten Rückgang von 0,1 Prozent im Juni.
Inflation bleibt vor Fed-Sitzung im September das größte geldpolitische Anliegen
Mit Blick auf die September-Sitzung der US-Notenbank bleibe die US-Inflation das dominierende politische Anliegen, schreibt Karen Manna von Federated Hermes in einer Research Note. "Die Vertreter der Fed waren in dieser Botschaft bemerkenswert konsequent", sagt die Fixed-Income-Strategin und Portfoliomanagerin. Die Währungshüter hätten zudem wiederholt angedeutet, dass der heutige US-Arbeitsmarkt nicht mehr als primäre Quelle für Inflationsdruck angesehen werde, sagt sie. "Vielmehr werden die Beschäftigungsbedingungen zunehmend als näher am Gleichgewicht angesehen." Das Ergebnis sei ein politischer Rahmen, der sich von den Sorgen um den Arbeitsmarkt ab- und wieder der Inflation als Hauptvariable zugewandt habe, meint Manna.
Inländischer Inflationsdruck in Großbritannien scheint gering
Der inländische Inflationsdruck in Großbritannien scheint weniger bedrohlich zu sein, als die Gesamtinflation vermuten lässt, schreiben die Volkswirte von Morgan Stanley in einer Research Note. Die jüngsten Daten haben gezeigt, dass sich die jährliche Dienstleistungsinflation in Großbritannien im Juli auf 3,4 Prozent verlangsamt hat, nach 3,6 Prozent im Juni, obwohl die Gesamtinflation im Juli von 2,6 Prozent im Juni auf 2,9 Prozent gestiegen ist. Das Lohnwachstum im britischen Privatsektor sei gedämpft, die zugrunde liegende Dienstleistungsinflation lasse weiter nach, "während die Wettbewerbsbedingungen im Einzelhandel die Weitergabe der Lebensmittelpreise begrenzen", so die Volkswirte. Ein anhaltender Energieschock könnte die Risiken einer indirekten Inflation und von Zweitrundeneffekten erhöhen, meinen sie. Dennoch könnten ein schwächeres Lohnwachstum und eine gedämpfte Dienstleistungsinflation einen Großteil des Erstrundendrucks abfedern, so die Volkswirte.
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August 20, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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