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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA

Fresenius reduziert die Beteiligung an dem Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) weiter. Wie der DAX-Konzern mitteilte, verkauft er rund 7,8 Millionen FMC-Aktien im Wert von rund 300 Millionen Euro an ausgewählte institutionelle Investoren, was etwa 2,9 Prozent des Grundkapitals entspricht. "Mit diesem Schritt reduzieren wir unsere Finanzbeteiligung an Fresenius Medical Care und schaffen zusätzlichen Spielraum, um Kapital gezielt in unsere Wachstumsplattformen zu investieren", sagte Vorstandschef Michael Sen. Fresenius führt FMC seit der Entkonsolidierung 2003 als Finanzbeteiligung. Nach der Transaktion wird der Bad Homburger Konzern noch 25 Prozent an FMC halten. Fresenius erwartet einen Buchgewinn im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, der im dritten Quartal als gebucht und als Sondereinfluss ausgewiesen wird.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

HMS Bergbau:  1,10 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

-GB 
  08:00 Einzelhandelsumsatz Juli 
     PROGNOSE: -0,4% gg Vm/+2,3% gg Vj 
     zuvor:  +1,0% gg Vm/+4,2% gg Vj 
  10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
     (1. Veröffentlichung) August 
     PROGNOSE: 52,0 
     zuvor:   52,1 
  10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
     (1. Veröffentlichung) August 
     PROGNOSE: 51,5 
     zuvor:   51,9 
 
-FR 
  08:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
     (1. Veröffentlichung) August 
     PROGNOSE: 50,0 
     zuvor:   49,8 
  08:45 Geschäftsklimaindex August 
     PROGNOSE: 101 
     zuvor:  101 
  09:15 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
     (1. Veröffentlichung) August 
     PROGNOSE: 49,9 
     zuvor:   49,6 
     Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung) 
     PROGNOSE: 49,4 
     zuvor:   49,4 
 
-DE 
  09:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
     (1. Veröffentlichung) August 
     PROGNOSE: 50,2 
     zuvor:   49,8 
     Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung) 
     PROGNOSE: 51,5 
     zuvor:   51,3 
  09:30 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
     (1. Veröffentlichung) August 
     PROGNOSE: 52,5 
     zuvor:   52,2 
 
-EU 
  10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone 
     (1. Veröffentlichung) August 
     PROGNOSE: 51,7 
     zuvor:   51,7 
  10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe Eurozone 
     (1. Veröffentlichung) August 
     PROGNOSE: 51,6 
     zuvor:   51,9 
     Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung) 
     PROGNOSE: 51,5 
     zuvor:   52,0 
  16:00 Index Verbrauchervertrauen Eurozone (Vorabschätzung) August 
     PROGNOSE: -16,2 
     zuvor:  -15,9 
 
-US 
  15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) August 
     PROGNOSE: 53,9 
     zuvor:   54,6 
  15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
     (1. Veröffentlichung) August 
     PROGNOSE: 54,0 
     zuvor:   53,9 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        26.071,00  +0,0 
E-Mini-Future S&P-500   7.667,50  +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.355,50  +0,2 
Topix (Tokio)       4.063,75  +0,1 
Hang-Seng (Hongk.)    25.883,40  +0,7 
Shanghai-Comp.       3.897,94  -0,2 
 
Donnerstag: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        25.983,04  -0,4 
DAX-Future    26.070,00  -0,4 
MDAX       31.715,53  -0,3 
TecDAX       4.065,34  +0,2 
SDAX       18.497,60  -0,2 
Euro-Stoxx-50   6.422,06  -0,4 
Stoxx-50      5.460,88  -0,1 
XDAX       25.955,56  -0,1 
Dow-Jones     52.759,21  -1,3 
S&P-500      7.641,16  -0,9 
Nasdaq Composite 26.067,17  -1,0 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: An den europäischen Börsen zeichnet sich am Freitag ein kaum veränderter Start ab. Anleger dürften weiter zurückhaltend handeln, da sie Zweifel an den Plänen des US-Finanzministeriums zu den Anleiherückkäufen hegen. "Widersprüchliche Berichte über den Status der Straße von Hormus und schwindende Hoffnungen auf einen diplomatischen Durchbruch bleiben die Hauptquelle der Unsicherheit", erklärt Paolo Broccardo von BankPro. "Gleichzeitig haben die USA angekündigt, die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran zu verschärfen, was das Risiko zusätzlicher Spannungen in der Region schürt", fügt er hinzu. Der Blick auf den Kalender zeigt, dass am Vormittag die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (Flash PMIs) für die EU, Großbritannien, Frankreich und Deutschland zur Veröffentlichung anstehen. Während der Einkaufsmanager-Index in Deutschland leicht höher erwartet wird, dürfte er in der Eurozone leicht zurückkommen.

Rückblick: Schwächer - Hauptthema blieb die Entwicklung an den Anleihemärkten - vor allem in den USA. Gesprächsstoff lieferte dabei die Ankündigung des US-Finanzministeriums, zukünftig mehr langlaufende Treasurys zurückzukaufen. Das sorgte kurzfristig für fallende Renditen, setzte aber dem Dollar kräftiger zu und dürfte hier weiter für Volatilität sorgen. Analysten sprachen im Kern von einer Neuauflage der "Operation Twist" der US-Notenbank, nur eben nicht durch die Fed, sondern das Finanzministerium. Dieses müsse nun mehr kurzlaufende US-Staatsanleihen begeben, um die Finanzierung für die Rückkäufe der Langläufer zu stemmen. An den europäischen Anleihemärkten traten die Renditen letztlich auf der Stelle. Zudem bleibt die Lage im Nahen Osten weiterhin unklar nach dem Ablauf des ohnehin brüchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, die USA würden beispiellose wirtschaftliche Maßnahmen gegen den Iran verhängen. Dies sorgte für weiter kräftig steigende Ölpreise. JD Sports veröffentlichte ein schwächeres Trading-Update für das zweite Quartal. Die Aktien brachen um 14,3 Prozent ein. Adidas verloren im Gefolge 3,1 Prozent, Puma reduzierten sich um 1,8 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Schwächer - Während der Preis für Brent weiter deutlich über der Marke von 90 Dollar je Fass notierte, trennten sich Anleger von energieintensiven Investments. So stellten im MDAX Chemiewerte wie Lanxess und Wacker Chemie sowie die Stahlkocher Salzgitter und Thyssenkrupp die größten Verlierer mit Abgaben von bis zu 5,3 Prozent. Aber auch die Aktien von Aurubis und BASF schlossen leichter. Auch Analysten-Kommentare bewegten die Kurse. So hat die UBS die Aktie von Sartorius (+6,5%) auf "Buy" angehoben. Der Konzern sei gut positioniert für beschleunigtes Wachstum in den Jahren 2027 bis 2029, so die Analysten. Sie sehen starke zugrunde liegende Nachfrage nach Bioprozess-Verbrauchsmaterialien, angetrieben durch erhöhten Arzneimittelverbrauch aufgrund der alternden Bevölkerung. Laut Metzler legte Tonies robuste Geschäftszahlen vor. Der Umsatz im zweiten Quartal und das bereinigte EBITDA im ersten Halbjahr hätten beide jeweils Konsenserwartungen übertroffen. Die Margenkompression spiegele hauptsächlich einen ungünstigen Produktmix wider. Dies kam bei den Anlegern offenbar nicht gut an - Tonies fielen um 5,4 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

Die Fielmann-Aktie fiel um rund 6 Prozent, nachdem die Optikerkette ihre Umsatzprognose gesenkt hatte. Negativ wurden auch die Zahlen von CTS Eventim aufgenommen. Der Kurs gab um 4 Prozent nach. Fresenius Medical Care (FMC) wurden 1,4 Prozent niedriger getaxt, nachdem die Mutter Fresenius (+0,4%) den Verkauf eines FMC-Aktienpakets im Volumen von 300 Millionen Euro bekanntgegeben hatte.

USA - AKTIEN

Schwach - Hauptthema waren weiterhin die Entwicklungen am US-Anleihemarkt, nachdem das US-Finanzministerium am Vortag angekündigt hatte, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen. Der Schritt wurde an der Wall Street als Signal gewertet, dass Finanzminister Scott Bessent über den Ausverkauf bei Anleihen beunruhigt ist. In der Folge ging es für die Renditen 10- und 30-jähriger steil nach unten. Doch die Renditen holten die Abgaben vom Vortag wieder fast vollständig auf. Analysten begründeten dies damit, dass ein nachhaltiger Rückgang der Kreditkosten unwahrscheinlich sei, da es keine Anzeichen dafür gebe, dass die USA ihr Defizit eindämmen würden. Die Konjunkturdaten des Tages lieferten keinen Impuls. Bei den Einzelwerten reduzierten sich die Aktien von Walmart um 9,2 Prozent. Der Einzelhandelskonzern teilte mit, dass die vergleichbaren Umsätze in den USA, also aus stationären und digitalen Kanälen, um 2,6 Prozent gestiegen sind - der geringste vierteljährliche Anstieg seit 2020. Für die Aktien von Krypto-Handelsplattformen ging es nach oben. US-Präsident Trump hat den Kongress aufgefordert, ein Kryptowährungsgesetz zu verabschieden. Dies schob den Bitcoin zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Mai. So stiegen Coinbase um 7,6 Prozent und Strategy um 7,8 Prozent. Die Papiere von Wolfspeed knickten um 9,4 Prozent ein. Der Chip-Hersteller verzeichnete im vierten Geschäftsquartal einen deutlichen Umsatzrückgang. Zudem enttäuschte der Ausblick. Die Aktien von Coty büßten 9,2 Prozent ein. Das Kosmetikunternehmen meldete einen höheren Verlust und prognostizierte für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang, da die Verbraucher

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 21, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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