Der Dollar (s. Chart) verliert weiter an Boden, Gold präsentiert sich fest bei 4.555 $ und zugleich klettert die Rendite 10-jähriger US-Treasuries wieder auf 4,71 %, bei 30 Jahren sind es 5,25 %. Diese Kombination ist im Kontext der letzten Monaten ungewöhnlich:
Höhere Renditen stützen normalerweise den Dollar und bremsen Gold. Aktuell passiert das Gegenteil. Somit vertreten erste Adressen die Meinung, dass aus einem Zinsproblem ein Vertrauensproblem wird. Das ist zu beobachten. Wir haben unsere Portfolios deshalb weiter mit Goldminenaktien aufgestockt.
Morgan Stanley sieht Gold inzwischen 2027 bei mehr als 5.000 Dollar. Bemerkenswert ist weniger das Kursziel als die Begründung: Fiskalrisiken und Sorgen um den Wert des Dollars gewinnen gegenüber dem klassischen Gegenwind hoher Zinsen an Gewicht. Des Weiteren:
Japans Kerninflation zog auf 1,8 % an, eine Zinserhöhung der Bank of Japan im September wird wahrscheinlicher. Brent steht über 93 Dollar.
Damit tun sich die Aktienmärkte im Gesamtbild weiter schwer und laufen in einen komplizierten September.
Von den Unternehmen:
Walmart brach 9,2 % ein. Für das dritte Quartal erwartet der Konzern ein bereinigtes EPS von 0,62 bis 0,64 Dollar gegenüber rund 0,68 Dollar Konsens. Die Bewertung bleibt arg strapaziert. Immerhin:
Ross Stores konterte die Walmart-Schwäche. Der Umsatz stieg auf 6,26 Mrd. Dollar gegenüber rund 6,15 Mrd. Dollar Konsens, das bereinigte EPS erreichte 2,06 Dollar gegenüber erwarteten 1,93 Dollar. Die Jahresprognose wurde angehoben, die Aktie stieg nachbörslich. Aber auch bleibt der Bewertungsrahmen üppig.
Jefferies erwartet nächste Woche den nächsten Rekord bei Nvidia: 95 Mrd. Dollar Quartalsumsatz und bereits 108 Mrd. Dollar im Folgequartal. Das läge klar über Konsens.
Deere beendet die Talsohle im Traktorzyklus. Der führende Landgerätehersteller bekräftigte beim Quartalstermin, dass der Ausrüstungszyklus der Agrarbranche in diesem Jahr den Tiefpunkt durchschreitet.
Samsung Electronics will Insidern zufolge eine Kapitalrückführung an seine Aktionäre von 90 bis 110 Billionen Won (rund 55 bis 68 Mrd Euro) zu beschließen. Relative Stärke.
SK hyniy stapelt möglicherweise noch höher. HSBC erwartet eien Kapitalrückführung von rd. 200 Bio. Won - entsprechend aktuell rund 123,4 Mrd. Euro. Auch hier relative Stärke in den letzten tagen zum Gesamtmarkt.
CTS Eventim ist ein guter europäischer Gegenpol zur schwächeren Konsumstory bei Walmart: Freizeit und Live-Entertainment zeigen bislang keine Ermüdungserscheinungen. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 16,9 % auf 1,5 Mrd. Euro, das bereinigte EBITDA um 12,4 % auf 225,4 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie legte sogar um 34,2 % auf 1,25 € zu. Die Bewertung ist wenig ambitioniert.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Börsianer lesen Briefe und News der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter https://www.bernecker.info/

Höhere Renditen stützen normalerweise den Dollar und bremsen Gold. Aktuell passiert das Gegenteil. Somit vertreten erste Adressen die Meinung, dass aus einem Zinsproblem ein Vertrauensproblem wird. Das ist zu beobachten. Wir haben unsere Portfolios deshalb weiter mit Goldminenaktien aufgestockt.
Morgan Stanley sieht Gold inzwischen 2027 bei mehr als 5.000 Dollar. Bemerkenswert ist weniger das Kursziel als die Begründung: Fiskalrisiken und Sorgen um den Wert des Dollars gewinnen gegenüber dem klassischen Gegenwind hoher Zinsen an Gewicht. Des Weiteren:
Japans Kerninflation zog auf 1,8 % an, eine Zinserhöhung der Bank of Japan im September wird wahrscheinlicher. Brent steht über 93 Dollar.
Damit tun sich die Aktienmärkte im Gesamtbild weiter schwer und laufen in einen komplizierten September.
Von den Unternehmen:
Walmart brach 9,2 % ein. Für das dritte Quartal erwartet der Konzern ein bereinigtes EPS von 0,62 bis 0,64 Dollar gegenüber rund 0,68 Dollar Konsens. Die Bewertung bleibt arg strapaziert. Immerhin:
Ross Stores konterte die Walmart-Schwäche. Der Umsatz stieg auf 6,26 Mrd. Dollar gegenüber rund 6,15 Mrd. Dollar Konsens, das bereinigte EPS erreichte 2,06 Dollar gegenüber erwarteten 1,93 Dollar. Die Jahresprognose wurde angehoben, die Aktie stieg nachbörslich. Aber auch bleibt der Bewertungsrahmen üppig.
Jefferies erwartet nächste Woche den nächsten Rekord bei Nvidia: 95 Mrd. Dollar Quartalsumsatz und bereits 108 Mrd. Dollar im Folgequartal. Das läge klar über Konsens.
Deere beendet die Talsohle im Traktorzyklus. Der führende Landgerätehersteller bekräftigte beim Quartalstermin, dass der Ausrüstungszyklus der Agrarbranche in diesem Jahr den Tiefpunkt durchschreitet.
Samsung Electronics will Insidern zufolge eine Kapitalrückführung an seine Aktionäre von 90 bis 110 Billionen Won (rund 55 bis 68 Mrd Euro) zu beschließen. Relative Stärke.
SK hyniy stapelt möglicherweise noch höher. HSBC erwartet eien Kapitalrückführung von rd. 200 Bio. Won - entsprechend aktuell rund 123,4 Mrd. Euro. Auch hier relative Stärke in den letzten tagen zum Gesamtmarkt.
CTS Eventim ist ein guter europäischer Gegenpol zur schwächeren Konsumstory bei Walmart: Freizeit und Live-Entertainment zeigen bislang keine Ermüdungserscheinungen. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 16,9 % auf 1,5 Mrd. Euro, das bereinigte EBITDA um 12,4 % auf 225,4 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie legte sogar um 34,2 % auf 1,25 € zu. Die Bewertung ist wenig ambitioniert.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Börsianer lesen Briefe und News der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter https://www.bernecker.info/
© 2026 Bernecker Börsenbriefe
