DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Kommunikationswandel der US-Notenbank hat zu höherer Volatilität beigetragen
Der Wandel im Kommunikationsansatz der US-Notenbank hat einen Anstieg der Volatilität rund um den geldpolitischen Pfad und über die gesamte Zinskurve in den USA hinweg begünstigt, schreibt Friedrich Schaper von Goldman Sachs in einer Research Note. "Wir sind der Meinung, dass die erhöhte politische Unsicherheit hinter dieser Volatilität zum jüngsten Anstieg der Laufzeitprämie beigetragen hat, der die Renditen am langen Ende auf Mehrjahreshochs getrieben hat," meint der Analyst. Zusätzlich zu den makroökonomischen Risiken und der politischen Unsicherheit habe wahrscheinlich auch das breitere Umfeld des Schuldenangebots zu dem vorsichtigen Nachfragebild beigetragen, meint er.
Anziehende Inflation in Japan verfestigt Spekulationen auf Zinserhöhung
Die Verbraucherinflation in Japan hat im vergangenen Monat angezogen, da die Auswirkungen der durch den Nahost-Konflikt verursachten höheren Ölpreise breiter zu spüren waren. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel stiegen im Juli gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent, nach einem Anstieg von 1,6 Prozent im Juni, wie Regierungsdaten am Freitag zeigten. Dies entsprach der Konsensprognose einer von dem Datenanbieter Quick durchgeführten Umfrage unter Ökonomen. Der Anstieg könnte die Erwartungen nähren, dass eine Zinserhöhung der Bank of Japan unmittelbar bevorsteht.
Japans Investitionen dürften solide bleiben - Trotz Zinserhöhungen der Bank of Japan
Etwaige negative Auswirkungen der Zinserhöhungen der Bank of Japan würden sich nach Meinung der Volkswirte von SMBC Nikko Securities eher bei den Unternehmensinvestitionen als bei den Gewinnen bemerkbar machen. Die realen Investitionsausgaben seien derzeit jedoch stark durch die Inflation gebremst, sodass eine nachlassende Yen-Schwäche und ein langsameres Preiswachstum als Katalysatoren zur Ankurbelung der Ausgaben wirken dürften, merken sie an. Das umfangreiche Investitionspaket von Premierministerin Sanae Takaichi werde voraussichtlich ebenfalls das Engagement des Privatsektors fördern, fügen sie hinzu. Angesichts dieses politischen Rückenwinds sowie der nachlassenden Inflation prognostiziert SMBC Nikko, dass die Investitionsausgaben der Unternehmen solide bleiben werden.
Mexikanische Notenbank belässt Leitzins bei 6,50 Prozent
Die mexikanischen Zentralbanker haben vereinbart, den Leitzins zum zweiten Mal in Folge unverändert zu lassen. Das Sitzungsprotokoll deutet jedoch darauf hin, dass sich Unstimmigkeiten darüber abzeichnen, wie lange diese Pause andauern könnte. Die Zentralbank beließ ihr Ziel für den Übernachtzins in einer einstimmigen Entscheidung bei 6,50 Prozent und bekräftigte ihre Erwartung, den Zins für einige Zeit auf diesem Niveau zu belassen.
Trump will Keystone XL in anderer Form wiederbeleben
US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, dass eine Wiederbelebung der seit langem umstrittenen Keystone-XL-Ölpipeline wieder im Bereich des Möglichen liegen könnte. Er erklärte, dass die USA kurz davor stünden, ein Handelsabkommen mit Kanada zu erzielen, um neue Zölle abzuwenden. Entwickler von Pipelines fügen bereits eine Alternative zu der gescheiterten Keystone-Erweiterung zusammen. Trump hat seine Unterstützung für die alternative Versorgungsleitung signalisiert. Im April stellte er eine Genehmigung aus, die es ermöglicht, dass die Trasse die Grenze in Montana überquert.
Britische Staatsverschuldung steigt trotz Rekordeinnahmen bei Einkommensteuer
Die britische Regierung hat im Juli mehr Schulden aufgenommen als im Vorjahresmonat. Ein Anstieg der Ausgaben machte die Rekordeinnahmen aus der Einkommensteuer mehr als zunichte, obwohl das Haushaltsdefizit in den ersten vier Monaten des Haushaltsjahres sank. Wie das nationale Statistikamt (Office for National Statistics) mitteilte, wies der Staatshaushalt ein Defizit von 1,8 Milliarden Pfund (2,45 Milliarden US-Dollar) auf. Das ist ein Anstieg von 700 Millionen Pfund gegenüber Juli 2025.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweden Juli Arbeitslosenquote 7,8%
DJG/DJN/apo
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August 21, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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