FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Freitag leicht gestiegen. Am Vormittag wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1696 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1681 Dollar festgesetzt.
Am Donnerstag war der Euro zeitweise über die Marke von 1,17 US-Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit drei Monaten. Zuvor hatte das US-Finanzministerium angekündigt, die Rückkäufe langlaufender Anleihen auszuweiten. Dies hatte den Dollar unter Druck gesetzt und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verliehen.
Generell sieht Devisenexperte Volkmar Baur von der Commerzbank in der Bereitschaft des US-Finanzministeriums, in den Markt einzugreifen und dabei auch einen schwächeren US-Dollar in Kauf zu nehmen, "ein weiteres strukturelles Risiko" für die US-amerikanische Währung.
Im weiteren Handelsverlauf dürfte sich das Interesse der Anleger am Devisenmarkt auf Konjunkturdaten richten. Auf dem Programm stehen unter anderem Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone.
Unterdessen reagierte der japanische Yen am Freitag kaum auf neue Preisdaten aus Japan reagiert. Im Juli war die Inflation wegen erhöhter Energiepreise gestiegen, was für eine Zinserhöhung durch die japanische Notenbank im September spricht. Die Verbraucherpreise ohne Berücksichtigung von frischen Lebensmitteln legten im Jahresvergleich um 1,8 Prozent zu, was aber am Markt so erwartet worden war./jkr/mis
