DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
S&P Global: Deutsche Wirtschaft wächst im August moderat
Die deutsche Wirtschaft hat im August ein moderates Wachstum verzeichnet. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - verringerte sich zwar auf 51,0 von 51,3 Punkten im Vormonat, wie aus den Daten der ersten Veröffentlichung für den Monat hervorgeht, blieb aber oberhalb von 50 Punkten, womit das Konjunkturbarometer ein Wachstum signalisiert. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stieg auf 54,1 von 52,2 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Stand von 52,5 erwartet. Der Index für den Servicesektor ging zurück auf 48,5 von 49,8 Punkten. Die Prognose hatte auf 50,2 gelautet.
S&P Global: Euroraum-Wirtschaft bleibt im August auf Wachstumskurs
Die Eurozone-Wirtschaft ist im August dank des beschleunigten Aufschwungs in der Industrie auf Wachstumskurs geblieben. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - erhöhte sich auf 52,1 Zähler von 52,0 im Vormonat, wie S&P Global im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang auf 51,5 Punkte vorhergesagt. Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf eine Schrumpfung.
Europa und Asien verzeichnen trotz Gegenwind eine Belebung der Aktivität
Die Wirtschaftsaktivität in Europa und Teilen Asiens ist angesichts einer längeren Phase hoher Energiepreise, der Unsicherheit über den Verlauf des Krieges zwischen den USA und dem Iran und steigender Kreditkosten weiter gewachsen, wie aus einer Reihe am Freitag veröffentlichter Umfragen hervorgeht. Fehlende Fortschritte bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus oder bei der Erzielung einer Einigung zur Beendigung des fast sechsmonatigen Krieges haben die Energiepreise hoch gehalten, während ein Anstieg der Renditen von Staatsanleihen die Kreditkosten für Haushalte und Unternehmen in die Höhe treibt.
EZB: Inflationserwartungen der Konsumenten sinken im Juli leicht
Die Inflationserwartungen der Konsumenten im Euroraum sind im Juli erneut leicht gesunken. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) im Ergebnis ihrer Konsumentenumfrage mitteilte, erwarteten die Konsumenten für die nächsten zwölf Monate einen Anstieg der Verbraucherpreise um 2,9 (Juni-Umfrage: 3,0) Prozent. Die Erwartungen auf Sicht von drei Jahren gingen auf 2,7 (2,8) Prozent zurück, während die auf Sicht von fünf Jahren bei 2,4 Prozent verharrten.
EZB: Anstieg der Tariflöhne im zweiten Quartal verlangsamt
Der Anstieg der Tariflöhne im Euroraum hat sich im zweiten Quartal 2026 erneut verlangsamt. Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) erhobene Tariflohnindikator stieg mit einer Jahresrate von 2,44 Prozent. Für das erste Quartal meldete die EZB einen Zuwachs von revidiert 2,56 (vorläufig: 2,48) Prozent. Die EZB beobachtet die Lohnentwicklung genau, weil sie Rückschlüsse auf die Verbraucherpreisentwicklung vor allem im Dienstleistungssektor zulässt.
Britische Staatsverschuldung steigt trotz Rekordeinnahmen bei Einkommensteuer
Die britische Regierung hat im Juli mehr Schulden aufgenommen als im Vorjahr. Ein Anstieg der Ausgaben machte die Rekordeinnahmen aus der Einkommensteuer mehr als zunichte. Das Haushaltsdefizit für die ersten vier Monate des Fiskaljahres sank jedoch. Wie das nationale Statistikamt am Freitag mitteilte, wies der Staatshaushalt ein Defizit von 1,8 Milliarden Pfund (2,45 Milliarden US-Dollar) auf. Dies sei ein Anstieg von 700 Millionen Pfund gegenüber Juli 2025. Im bisherigen Verlauf des Fiskaljahres belief sich die Neuverschuldung auf insgesamt 56,7 Milliarden Pfund. Das sind 6 Milliarden Pfund weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, aber 2,3 Milliarden Pfund mehr als vom Office for Budget Responsibility (OBR) prognostiziert.
Britische Staatsverschuldung bleibt hoch
Die Staatsverschuldung Großbritanniens weicht laut Dennis Tatarkov, Senior Economist bei KPMG U.K., weiter vom Kurs ab. Die Nettokreditaufnahme des öffentlichen Sektors hat im Juli 1,8 Milliarden Pfund betragen, nach 1,1 Milliarden Pfund im Vorjahresmonat. Die Lücke zwischen der prognostizierten und der tatsächlichen Verschuldung seit Beginn des Haushaltsjahres im April habe sich bei rund 2,3 Milliarden GBP gehalten, sagt er. "Stärkere Einnahmen aus der Selbstveranlagung, die für den Juli typisch sind, reichten nicht aus, um die Kreditaufnahme des öffentlichen Sektors in diesem Haushaltsjahr wieder auf Kurs zu bringen."
DJG/DJN/apo
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August 21, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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