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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Fielmann nach Warnung unter Druck

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Fielmann nach Warnung unter Druck

DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten geht es am Freitagmittag insgesamt mit den Kursen leicht nach oben. Die aktuelle Ruhe an den Anleihemärkten wie auch ein stabiler Ölpreis bilden das Fundament für die kleine Erholung nach dem Rücksetzer am Vortag. Der DAX legt um 0,3 Prozent auf 26.069 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 notiert 0,4 Prozent im Plus bei 6.444 Punkten. Dem kleinen Verfall am Terminmarkt wird kaum Impulskraft zugesprochen. Brent notiert mit 94,07 Dollar je Fass praktisch seitwärts, während der Euro knapp über 1,17 Dollar gehandelt wird.

Die am Morgen veröffentlichten Einkaufsmanager-Indizes aus Deutschland senden laut LBBW-Stratege Elmar Völkern ein ambivalentes Signal für die deutsche Wirtschaft im Hochsommer. Die Industrie befinde sich in einem lange nicht mehr gesehenen Stimmungshoch. Die Tatsache, dass die weltwirtschaftliche Nachfrage trotz der Folgen des Iran-Kriegs robust sei, überwiege offenbar die inländische Belastung durch die Niedrigwasserkrise. Der Dienstleistungssektor scheine dagegen in einem "Sommer-Blues" zu sein. Insgesamt wachsen die Bäume für die deutsche Wirtschaft also nicht in den Himmel. Die Lage sei jedoch günstiger, als es zu Beginn des Iran-Kriegs zu befürchten gewesen sei.

Nach der Volatilität der vergangenen beiden Handelstage scheint an den Anleihemärkten zumindest aktuell ein Gleichgewicht gefunden worden zu sein. Der Schritt von US-Finanzminister Scott Bessent in dieser Woche, die Anleiherückkäufe hochzufahren, sorgte für teils kräftige Bewegungen. "Das Hauptthema über Nacht war ein Verblassen des sogenannten 'Bessent-Puts', da die Märkte zu dem Schluss kamen, dass das Anleiherückkaufprogramm des Finanzministeriums nur eine kurzfristige Lösung bietet", erklärten die Analysten von Commerzbank Research.

Mit Blick auf die Sektoren sind Minenwerte europaweit gesucht, Antofagasta legen um 6,7 Prozent zu. Beobachter verweisen auf die Erholung der Edelmetallpreise. Im MDAX geht es für Thyssenkrupp nach einem positiven Analystenkommentar um 4,8 Prozent nach oben. Unter den Einzelwerten tendieren die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) 1,4 Prozent tiefer. Hier belastet leicht, dass Fresenius die Beteiligung an dem Dialyseanbieter weiter reduziert hat. Wie der DAX-Konzern mitteilte, verkauft er rund 7,8 Millionen FMC-Aktien im Wert von rund 300 Millionen Euro an ausgewählte institutionelle Investoren, was etwa 2,9 Prozent des Grundkapitals entspricht. Fresenius (+0,1%) erwartet einen Buchgewinn im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Unisono stufen Analysten die Zahlen zum zweiten Quartal von CTS Eventim als solide ein. So heißt es bei Jefferies, der Umsatzerlös habe um 4 Prozent über dem FactSet-Konsens gelegen, das bereinigte EBITDA 2 Prozent darüber. Die Kollegen bei der DZ Bank weisen derweil auf die etwas schwächere Marge hin, die Aktie verliert 0,8 Prozent.

Fielmann (-6,5%) leidet unter dem schwachen Konsum und senkte am Vorabend den Ausblick. Als Grund nannte das Unternehmen im Wesentlichen die schwache Konsumstimmung in Deutschland, auf das 61 Prozent des Konzernumsatzes entfallen. Die Analysten bei Stifel machten bereits jüngst einen vorsichtigeren Unterton aus im Hinblick auf das andauernd herausfordernde makroökonomische Umfeld. Die gestrige Ankündigung bestätige nun, dass sich die Markttrends in Deutschland über den Sommer nicht verbessert hätten.

Das hohe Umsetzungsrisiko ist die Hauptsorge bei den reinen Aktienangeboten der Banca Monte dei Paschi di Siena zur Übernahme der Rivalen Banco BPM und Banca Generali, meint Equita. Monte dei Paschi müsse gleichzeitig die Integration von Mediobanca, den Zusammenschluss mit Banco BPM und die Übernahme der Banca Generali bewältigen, was komplexer sei als das konkurrierende Übernahmeangebot von Intesa Sanpaolo. "Letzteres wird in der Tat von einer starken industriellen Logik untermauert und birgt ein begrenzteres Umsetzungsrisiko", heißt es. Banca Monte dei Paschi di Siena geben 0,7 Prozent nach.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.444,22  +0,4   22,16    6.422,06    11,3 
Stoxx-50        5.461,42  +0,0    0,54    5.460,88    11,0 
DAX          26.069,46  +0,3   86,42    25.983,04    6,5 
MDAX          32.054,01  +1,1   338,48    27.039,42    4,7 
TecDAX         4.069,92  +0,1    4,58    3.091,28    12,4 
SDAX          18.581,86  +0,5   84,26    13.062,07    8,2 
FTSE          10.768,65  +0,2   20,49    10.748,16    8,4 
CAC           8.465,23  +0,1   12,14    8.453,09    3,9 
SMI          14.312,99  -0,4   -55,17    14.368,16    7,9 
ATX           6.616,33  +0,8   49,09    6.567,24    24,2 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:03 
EUR/USD          1,1706  +0,2   0,0028     1,1678   1,1685 
EUR/JPY          185,71  -0,0  -0,0100     185,72  185,4400 
EUR/CHF          0,9347  0,0   0,0000     0,9347   0,9325 
EUR/GBP          0,8567  +0,0   0,0002     0,8565   0,8567 
USD/JPY          158,64  -0,3  -0,4100     159,05  158,6600 
GBP/USD          1,3657  +0,2   0,0028     1,3629   1,3639 
USD/CNY          6,7205  -0,0  -0,0020     6,7225   6,7230 
USD/CNH          6,7194  -0,1  -0,0048     6,7242   6,7221 
AUS/USD          0,7163  +0,7   0,0052     0,7111   0,7126 
Bitcoin/USD      77.461,27  +6,6  4.804,93    72.656,34 72.078,31 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         86,53  -0,4   -0,30      86,83 
Brent/ICE         94,07  +0,3    0,29      93,78 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.595,89  +1,7   78,02    4.517,87 
Silber           69,92  +2,7    1,85      68,07 
Platin         1.884,03  +3,1   56,03    1.828,00 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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August 21, 2026 07:38 ET (11:38 GMT)

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Achtung, Korrektur!
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Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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