DJ MÄRKTE USA/Etwas fester - Einkaufsmanagerindizes könnten Impuls setzen
DOW JONES--An der Wall Street zeichnen sich zum Wochenausklang leichte Gewinne ab. Damit dürfte es zu einer Erholung von den Vortagesabgaben kommen. Der Future auf den S&P-500 verbessert sich um 0,5 Prozent. Teilnehmer sprechen allerdings von Zurückhaltung vor dem Wochenende. So zeichne sich weiterhin keine Lösung im Iran-Krieg ab. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt sogar mit beispiellosen wirtschaftlichen Maßnahmen gegen den Iran gedroht. Das schürt die Sorgen vor einer erneuten Eskalation. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent notiert knapp unter der Marke von 94 Dollar seitwärts.
Die Renditen am Anleihemarkt zeigen sich wenig verändert. Die Ankündigung des US-Finanzministeriums im Wochenverlauf, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen, hatte nur kurzfristig für einen Rückgang der Renditen gesorgt, die zuvor bei den Langläufern auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen waren. Am Vortag hatten die Renditen ihre Rückgänge wieder vollständig aufgeholt. Die Rendite zehnjähriger Titel zeigt sich unverändert bei 4,70 Prozent, die Rendite der Langläufer gewinnt 1 Basispunkt auf 5,25 Prozent.
Die Zinskosten für die US-Staatsverschuldung sind im bis Juli laufenden Haushaltsjahr um 15 Prozent auf 1,17 Billionen US-Dollar gestiegen, was zum Teil auf höhere Renditen von US-Staatsanleihen zurückzuführen sei, meint Carol Kong, Devisen-Strategin der CBA. In der Trump-Regierung scheine es wenig Neigung zu einer nennenswerten Haushaltskonsolidierung zu geben. Die CBA erwartet, dass die Renditen langlaufender Staatsanleihen unter Aufwärtsdruck blieben, was die Kreditkosten weiter erhöhe und die Staatsverschuldung vergrößere. Dies berge das Risiko einer Rückkopplungsschleife, bei der steigende Schulden und Zinslasten die Anleger dazu veranlassten, noch höhere Renditen zu fordern, so Kong.
Für einen Impuls könnten die nach der Eröffnung anstehenden Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor für August sorgen. Es wird erwartet, dass sich der Dienstleistungs-PMI für August leicht auf 53,9 abkühlen wird, während für das verarbeitende Gewerbe ein leichter Anstieg auf 54,0 prognostiziert wird. Ein Wert über 50 signalisiert eine Expansion.
Der Dollar verzeichnet erneut Abgaben - der Dollar-Index büßt 0,2 Prozent ein. Die Erwartung, dass die US-Zinsen kurzfristig unverändert bleiben könnten, dürfte den Dollar ebenfalls weiter belasten, urteilt Stefan Arsenovic von Eleonex. Dass Washington sich für einen Rückkauf langfristiger Schuldtitel entschieden habe, anstatt seinen fiskalischen Kurs zu ändern und das Schuldenwachstum zu verlangsamen, und dabei zunehmend Druck auf die Politik der US-Notenbank ausübe, werde den bereits bestehenden De-Dollarisierungs-Trade wahrscheinlich nur noch verstärken, meint Ipek Ozkardeskaya, Senior-Analystin bei Swissquote.
Der Goldpreis baut seine Gewinne weiter aus und notiert nur noch knapp unter der Marke von 4.600 Dollar. Die Feinunze legt um 1,7 Prozent auf 4.594 Dollar zu. Anleger erwarten, dass die Inflation hoch bleiben wird, da die Zentralbanken die Zinssätze auf dem aktuellen Niveau belassen, wie die Analysten von Jefferies anmerken. "Obwohl sich Gold und Silber in den vergangenen Wochen erholt haben, glauben wir weiterhin, dass der Markt die Auswirkungen der wachsenden Haushaltsdefizite, der hohen Verschuldung und der Währungsabwertung unterschätzt", ergänzen die Analysten.
Bei den Einzelwerten legen die Aktien von Ross Stores vorbörslich um 7,4 Prozent zu. Das Unternehmen hat die Prognose für das Gesamtjahr aufgrund einer höheren Nachfrage von neuen und bestehenden Kunden angehoben. Auch die Ergebnisse für das zweite Quartal fielen besser als von den Analysten erwartet aus.
Für die Aktien von Krypto-Handelsplattformen geht es zum Wochenausklang weiter nach oben. US-Präsident Trump hatte den Kongress zuletzt aufgefordert, ein Kryptowährungsgesetz zu verabschieden. Dies treibt Bitcoin weiter an, für den es um 5,6 Prozent auf 76.736 Dollar aufwärts geht. Am Aktienmarkt steigen Coinbase um 4,6 Prozent, Robinhood um 5,1 Prozent und Strategy um 7,1 Prozent.
=== US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,19 +0,00 4,20 4,17 5 Jahre 4,38 -0,01 4,39 4,37 10 Jahre 4,70 +0,00 4,71 4,68 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:03 EUR/USD 1,1699 +0,2 0,0021 1,1678 1,1685 EUR/JPY 185,66 -0,0 -0,0600 185,72 185,4400 EUR/CHF 0,9351 +0,0 0,0004 0,9347 0,9325 EUR/GBP 0,8567 +0,0 0,0002 0,8565 0,8567 USD/JPY 158,7 -0,2 -0,3500 159,05 158,6600 GBP/USD 1,3653 +0,2 0,0024 1,3629 1,3639 USD/CNY 6,7205 -0,0 -0,0020 6,7225 6,7230 USD/CNH 6,7194 -0,1 -0,0048 6,7242 6,7221 AUS/USD 0,7165 +0,8 0,0054 0,7111 0,7126 Bitcoin/USD 76.736,07 +5,6 4.079,73 72.656,34 72.078,31 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 86,95 +0,1 0,12 86,83 Brent/ICE 93,79 +0,0 0,01 93,78 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.593,85 +1,7 75,98 4.517,87 Silber 69,57 +2,2 1,50 68,07 Platin 1.883,53 +3,0 55,53 1.828,00 (Angaben ohne Gewähr) ===
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August 21, 2026 08:20 ET (12:20 GMT)
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