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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Fielmann nach Warnung unter Druck

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Fielmann nach Warnung unter Druck

DOW JONES--Mit leichten Gewinnen haben die europäischen Aktienmärkten am Freitag den Handel beendet. Die relative Ruhe an den Anleihemärkten wie auch ein stabiler Ölpreis bildeten das Fundament für die kleine Erholung nach dem Rücksetzer am Vortag. Der DAX legte um 0,6 Prozent auf 26.137 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 schloss ebenfalls 0,6 Prozent im Plus bei 6.462 Punkten. Der kleine Verfall am Terminmarkt setzte keinen Impuls. Brent notierte knapp über der Marke von 94 Dollar je Fass seitwärts, während der Euro knapp unter 1,17 Dollar gehandelt wurde.

Die veröffentlichten Einkaufsmanager-Indizes aus Deutschland sendeten laut LBBW-Stratege Elmar Völkern ein ambivalentes Signal für die Wirtschaft im Hochsommer. Die Industrie befinde sich in einem lange nicht mehr gesehenen Stimmungshoch. Die Tatsache, dass die weltwirtschaftliche Nachfrage trotz der Folgen des Iran-Kriegs robust sei, überwiege offenbar die inländische Belastung durch die Niedrigwasserkrise. Der Dienstleistungssektor scheine dagegen in einem "Sommer-Blues" zu sein. Insgesamt wachsen die Bäume für die deutsche Wirtschaft also nicht in den Himmel. Die Lage sei jedoch günstiger, als es zu Beginn des Iran-Kriegs zu befürchten gewesen sei.

Nach der Volatilität der vergangenen beiden Handelstage zeigten sich die Anleihemärkte zumindest kurzfristig ruhiger, auch wenn die US-Anleihen ihre jüngsten Gewinne weiter ausbauten. Der Schritt von US-Finanzminister Scott Bessent in dieser Woche, die Anleiherückkäufe hochzufahren, sorgte für teils kräftige Bewegungen. "Das Hauptthema war ein Verblassen des sogenannten 'Bessent-Puts', da die Märkte zu dem Schluss kamen, dass das Anleiherückkaufprogramm des Finanzministeriums nur eine kurzfristige Lösung bietet", so die Analysten von Commerzbank Research.

Mit Blick auf die Sektoren waren die Minenwerte europaweit gesucht, der Index erhöhte sich um 2,6 Prozent. Antofagasta gewannen 5,4 Prozent, BHP legten um 2,3 Prozent zu. Beobachter verwiesen auf die Erholung der Edelmetallpreise. Im MDAX ging es für Thyssenkrupp nach einem positiven Analystenkommentar um 5,6 Prozent nach oben.

Bei den Einzelwerten schlossen die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) 1,8 Prozent tiefer. Hier belastete leicht, dass Fresenius die Beteiligung an dem Dialyseanbieter weiter reduziert hat. Wie der DAX-Konzern mitteilte, verkauft er rund 7,8 Millionen FMC-Aktien im Wert von rund 300 Millionen Euro an ausgewählte institutionelle Investoren, was etwa 2,9 Prozent des Grundkapitals entspricht. Fresenius (+0,8%) erwartet einen Buchgewinn im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Unisono stuften Analysten die Zahlen zum zweiten Quartal von CTS Eventim als solide ein. So hieß es bei Jefferies, der Umsatzerlös habe um 4 Prozent über dem FactSet-Konsens gelegen, das bereinigte EBITDA 2 Prozent darüber. Die DZ Bank wies aber auf die etwas schwächere Marge hin. Die Aktie gewann nach anfänglichen Verlusten 2,6 Prozent.

Fielmann leidet unter dem schwachen Konsum und senkte am Vorabend den Ausblick. Als Grund nannte das Unternehmen im Wesentlichen die schwache Konsumstimmung in Deutschland, auf das 61 Prozent des Konzernumsatzes entfallen. Die Analysten bei Stifel machten bereits jüngst einen vorsichtigeren Unterton aus im Hinblick auf das andauernd herausfordernde makroökonomische Umfeld. Die Ankündigung des Unternehmens bestätige nun, dass sich die Markttrends in Deutschland über den Sommer nicht verbessert hätten. Das Papier fiel um 6,6 Prozent zurück.

Das hohe Umsetzungsrisiko ist die Hauptsorge bei den reinen Aktienangeboten der Banca Monte dei Paschi di Siena zur Übernahme der Rivalen Banco BPM und Banca Generali, meint Equita. Monte dei Paschi müsse gleichzeitig die Integration von Mediobanca, den Zusammenschluss mit Banco BPM und die Übernahme der Banca Generali bewältigen, was komplexer sei als das konkurrierende Übernahmeangebot von Intesa Sanpaolo. "Letzteres wird in der Tat von einer starken industriellen Logik untermauert und birgt ein begrenzteres Umsetzungsrisiko", hieß es. Banca Monte dei Paschi di Siena verloren 1,3 Prozent.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.462       +0,6         +10,9 
Stoxx-50        5.489       +0,5         +11,0 
Stoxx-600        654       +0,6          +9,8 
DAX          26.137       +0,6          +6,1 
FTSE-100 London    10.748       +0,6          +8,2 
CAC-40 Paris      8.453       +0,4          +3,7 
AEX Amsterdam     1.103       +0,3         +15,9 
ATHEX-20 Athen     6.639       +1,4         +24,1 
BEL-20 Brüssel     5.744       +1,1         +13,1 
BUX Budapest     148.697       -0,0         +33,9 
OMXH-25 Helsinki    6.336       +1,1         +11,1 
OMXC-20 Kopenhagen   1.619       +1,0          +0,7 
PSI 20 Lissabon    9.283       +0,8         +12,3 
IBEX-35 Madrid    19.811       +0,8         +14,5 
FTSE-MIB Mailand   52.666        0,0         +17,2 
OBX Oslo        2.005       +0,8         +25,5 
PX Prag        2.768       +0,6          +3,1 
OMXS-30 Stockholm   3.258       +1,0         +13,0 
WIG-20 Warschau   151.612       +0,5         +28,7 
ATX Wien        6.567       +1,0         +23,3 
SMI Zürich      14.368       +0,6          +8,3 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:03 
EUR/USD          1,1683  +0,0  0,0005     1,1678   1,1685 
EUR/JPY          185,68  -0,0  -0,0400     185,72  185,4400 
EUR/CHF          0,9357  +0,1  0,0010     0,9347   0,9325 
EUR/GBP          0,8562  -0,0  -0,0003     0,8565   0,8567 
USD/JPY          158,9  -0,1  -0,1500     159,05  158,6600 
GBP/USD          1,3642  +0,1  0,0013     1,3629   1,3639 
USD/CNY          6,721  -0,0  -0,0015     6,7225   6,7230 
USD/CNH          6,7202  -0,1  -0,0040     6,7242   6,7221 
AUS/USD          0,7175  +0,9  0,0064     0,7111   0,7126 
Bitcoin/USD      77.231,82  +6,3 4.575,48    72.656,34 72.078,31 
 
ROHÖL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         86,86  +0,0   0,03      86,83 
Brent/ICE         94,22  +0,5   0,44      93,78 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.615,69  +2,2   97,82    4.517,87 
Silber           69,54  +2,2   1,47      68,07 
Platin         1.884,88  +3,1   56,88    1.828,00 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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August 21, 2026 12:08 ET (16:08 GMT)

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Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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