DJ MÄRKTE USA/Etwas fester - Renditen legen weiter zu
DOW JONES--Mit Aufschlägen zeigt sich die Wall Street am Freitagmittag (Ortszeit). Der Dow-Jones-Index verbessert sich um 0,8 Prozent auf 53.167 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 klettert um 0,6 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 0,5 Prozent nach oben. Damit kommt es zu einer leichten Erholung von den Vortagesabgaben. Teilnehmer sprechen allerdings von Zurückhaltung vor dem Wochenende. So zeichne sich weiterhin keine Lösung im Iran-Krieg ab. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt sogar mit beispiellosen wirtschaftlichen Maßnahmen gegen den Iran gedroht. Das schürt die Sorgen vor einer erneuten Eskalation. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent notiert um die Marke von 94 Dollar seitwärts. Aktuell geht es um 0,6 Prozent auf 94,33 Dollar aufwärts.
Die Renditen am Anleihemarkt legen derweil wieder zu. Somit hat die Ankündigung des US-Finanzministeriums, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen, nur kurzfristig für einen Rückgang der Renditen gesorgt, die zuvor bei den Langläufern auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen waren. Am Vortag hatten die Renditen ihre Rückgänge schon wieder vollständig aufgeholt - diese Aufwärtstendenz setzt sich nun fort. Die Rendite zehnjähriger Titel steigt um 3 Basispunkte auf 4,73 Prozent, die Rendite der Langläufer gewinnt 4 Basispunkte auf 5,28 Prozent.
Die Zinskosten für die US-Staatsverschuldung sind im bis Juli laufenden Haushaltsjahr um 15 Prozent auf 1,17 Billionen US-Dollar gestiegen, was zum Teil auf höhere Renditen von US-Staatsanleihen zurückzuführen sei, meint Carol Kong, Devisen-Strategin der CBA. In der Trump-Regierung scheine es wenig Neigung zu einer nennenswerten Haushaltskonsolidierung zu geben. Die CBA erwartet, dass die Renditen langlaufender Staatsanleihen unter Aufwärtsdruck bleiben, was die Kreditkosten weiter erhöhe und die Staatsverschuldung vergrößere. Dies berge das Risiko einer Rückkopplungsschleife, bei der steigende Schulden und Zinslasten die Anleger dazu veranlassten, noch höhere Renditen zu fordern, so Kong.
Die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor für August setzten keinen Impuls. Der Sammelindex, der auf Umfragen bei Dienstleistungs- und Produktionsunternehmen basiert, stieg auf 56 von 54,5 im Juli. Ein Wert von über 50 signalisiert anhaltendes Wachstum. Ein Anstieg der Geschäftsaktivität im Dienstleistungssektor glich dabei eine deutliche Verlangsamung des Wachstums im verarbeitenden Gewerbe aus, die zum Teil auf einen geringeren Lageraufbau und Lieferverzögerungen zurückgeführt wurde. Die Inflation der Einkaufskosten sei wegen hoher Energiepreise hoch geblieben.
Der Dollar verzeichnet erneut Abgaben - der Dollar-Index büßt 0,1 Prozent ein. Die Erwartung, dass die US-Zinsen kurzfristig unverändert bleiben, dürfte den Dollar weiter belasten, urteilt Stefan Arsenovic von Eleonex. Dass Washington sich für einen Rückkauf langfristiger Schuldtitel entschieden habe, anstatt seinen fiskalischen Kurs zu ändern und das Schuldenwachstum zu verlangsamen, und dabei zunehmend Druck auf die Politik der US-Notenbank ausübe, werde den bereits bestehenden De-Dollarisierungs-Trade wahrscheinlich nur noch verstärken, meint Ipek Ozkardeskaya, Senior-Analystin bei Swissquote.
Der Goldpreis baut seine Gewinne weiter aus. Die Feinunze legt um 2,1 Prozent auf 4.614 Dollar zu. Anleger erwarten, dass die Inflation hoch bleiben wird, da die Zentralbanken die Zinssätze auf dem aktuellen Niveau belassen, wie die Analysten von Jefferies anmerken.
Bei den Einzelwerten legen die Aktien von Ross Stores um 5,0 Prozent zu. Das Unternehmen hat die Prognose für das Gesamtjahr aufgrund einer höheren Nachfrage von neuen und bestehenden Kunden angehoben. Auch die Ergebnisse für das zweite Quartal fielen besser als von den Analysten erwartet aus.
Für die Aktien von Krypto-Handelsplattformen geht es zum Wochenausklang weiter nach oben. US-Präsident Trump hatte den Kongress zuletzt aufgefordert, ein Kryptowährungsgesetz zu verabschieden. Dies treibt Bitcoin weiter an, für den es um 6,0 Prozent auf 76.990 Dollar aufwärts geht. Am Aktienmarkt steigen Coinbase um 8,4 Prozent, Robinhood um 12,2 Prozent und Strategy um 6,6 Prozent.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 53.166,95 +0,8 +407,74 52.759,21 S&P-500 7.682,83 +0,6 +41,67 7.641,16 NASDAQ Comp 26.204,94 +0,5 +137,78 26.067,17 NASDAQ 100 29.321,44 +0,4 +108,28 29.213,17 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,23 +0,05 4,24 4,17 5 Jahre 4,42 +0,04 4,43 4,37 10 Jahre 4,73 +0,03 4,74 4,68 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:03 EUR/USD 1,1682 +0,0 0,0004 1,1678 1,1685 EUR/JPY 185,69 -0,0 -0,0300 185,72 185,4400 EUR/CHF 0,9355 +0,1 0,0008 0,9347 0,9325 EUR/GBP 0,8563 -0,0 -0,0002 0,8565 0,8567 USD/JPY 158,94 -0,1 -0,1100 159,05 158,6600 GBP/USD 1,3638 +0,1 0,0009 1,3629 1,3639 USD/CNY 6,721 -0,0 -0,0015 6,7225 6,7230 USD/CNH 6,7197 -0,1 -0,0045 6,7242 6,7221 AUS/USD 0,7174 +0,9 0,0063 0,7111 0,7126 Bitcoin/USD 76.990,44 +6,0 4.334,10 72.656,34 72.078,31 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 86,89 +0,1 0,06 86,83 Brent/ICE 94,33 +0,6 0,55 93,78 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.614,29 +2,1 96,42 4.517,87 Silber 69,46 +2,0 1,39 68,07 Platin 1.882,47 +3,0 54,47 1.828,00 (Angaben ohne Gewähr) ===
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August 21, 2026 12:28 ET (16:28 GMT)
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