NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Freitag seine jüngsten Kursaufschläge verteidigt. Im New Yorker Geschäft wurde die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,1682 US-Dollar gehandelt. Kurzzeitig war der Euro erneut über 1,17 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1699 (Donnerstag: 1,1681) Dollar festgesetzt.
Der Euro steht so vor einem deutlichen Wochengewinn. Am Montag hatte der Euro noch unter 1,16 Dollar notiert. Am Mittwoch hatte das US-Finanzministerium angekündigt, die Rückkäufe langlaufender Anleihen auszuweiten. Dies hatte den Dollar unter Druck gesetzt und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verliehen. Am Donnerstag hatte US-Finanzminister Scott Bessent angekündigt, dass die Käufe auch höher als zuvor angekündigt ausfallen könnten. "Zu wissen, dass das US-Finanzministerium bereit ist, in den Markt einzugreifen und dabei auch einen schwächeren US-Dollar in Kauf nimmt, ist aber nun ein weiteres strukturelles Risiko für den US-Dollar", kommentierte Devisenexperte Volkmar Baur von der Commerzbank.
Unterdessen reagierte der japanische Yen am Freitag kaum auf neue Preisdaten aus Japan. Im Juli war die Inflation wegen erhöhter Energiepreise gestiegen, was für eine Zinserhöhung durch die japanische Notenbank im September spricht. Die Verbraucherpreise ohne Berücksichtigung von frischen Lebensmitteln hatten im Jahresvergleich um 1,8 Prozent zugelegt, was am Markt so erwartet worden war./jsl/he/ajx/he
