LONDON (dpa-AFX) - Ein Hackerangriff hat im Juli in Großbritannien eine kleine Anlage zur Energieerzeugung für vier Tage außer Betrieb gesetzt. Das berichteten am Morgen mehrere britischen Medien übereinstimmend. Die Täter sollen Verbindungen zum Iran haben, schrieb die Zeitung "The Telegraph". Der Nachrichtenagentur PA zufolge hatte es zuvor eine Warnung vor einem Muster störender Cyberaktivitäten durch staatliche und nicht staatliche Akteure gegeben.
Ein Regierungssprecher sagte, der Bericht des "Telegraph" beziehe sich auf einen Vorfall, "der einen kleinen Energieerzeuger betraf". Zu keinem Zeitpunkt habe eine Gefahr für das übergeordnete Energiesystem bestanden. Beim nationalen Cybersicherheitszentrum (NCSC) gingen dem Bericht zufolge keine Meldungen über Stromausfälle ein.
NCSC-Chef Richard Horne hatte laut der PA Anfang des Jahres gewarnt, dass feindlich gesinnte Staaten, darunter der Iran, die britische Infrastruktur zunehmend mit Cyberangriffen ins Visier nähmen./mj/DP/he
