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Dow Jones News
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA

Kanada hat mit Vergeltungszöllen in Höhe von 50 Prozent auf die von den USA zuvor verhängten Importzölle reagiert. Der kanadische Premierminister Mark Carney kündigte an, dass sein Land "Dollar-für-Dollar"-Zölle auf US-Waren erheben werde. Er reagierte damit auf einen entsprechenden Schritt seines Nachbarlandes, das Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar verhängt hatte - eine Maßnahme, mit der die US-Administration auf das Scheitern der Handelsgespräche zwischen den beiden Ländern am Freitag reagiert hatte. Carney erklärte, die Zölle würden ab dem 8. September, dem Dienstag nach dem Labor Day, in Kraft treten und sich auf Sektoren wie Stahl, Milchprodukte, Papier, Elektronik, Haushaltsgeräte und landwirtschaftliche Maschinen konzentrieren. Man habe Anfang der Woche geglaubt, auf gutem Weg zu einer für beide Seiten vorteilhaften Einigung zu sein. Dann aber hätten die USA zuletzt neue Bedingungen ins Spiel gebracht, "die unwirtschaftlich und unfair waren und den Netto-Nutzen für Kanada untergraben hätten", so Carney. "Kurz gesagt, sie haben zu viel verlangt und zu wenig geboten", fügte der Regierungschef hinzu.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

10:00 DE/Deutz AG, ao HV

12:30 CN/PDD Holdings Inc, Ergebnis 2Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

-US 
  14:30 Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) Juli 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
              zuletzt +/- % 
DAX Futures        26.140,00  -0,2 
E-Mini-Future S&P-500   7.675,75  -0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.210,75  -0,6 
Topix (Tokio)       4.075,67  +0,2 
Hang-Seng (Hongk.)    25.502,24  -2,0 
Shanghai-Comp.       3.862,04  -1,1 
 
 
Freitag: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        26.136,56  +0,6 
DAX-Future    26.162,00  +0,4 
MDAX       32.110,41  +1,3 
TecDAX       4.090,64  +0,6 
SDAX       18.564,27  +0,4 
Euro-Stoxx-50   6.462,22  +0,6 
Stoxx-50      5.489,17  +0,5 
XDAX       26.091,87  -0,2 
Dow-Jones     53.277,01  +1,0 
S&P-500      7.674,37  +0,4 
Nasdaq Composite 26.180,46  +0,4 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Mit einem ruhigen Start in eine spannende Woche rechnen Händler am Montag. Politik und Anleihemarkt dürften im Fokus stehen. Das Vorgehen der USA wird als immer diffuser wahrgenommen. Der Iran soll mit noch härteren Sanktionen belegt werden, zugleich soll der ehemalige Verbündete Kanada mit neuen Strafzöllen überzogen werden. Der wehrt sich und hat Vergeltungszölle angekündigt. Seit der US-Drohung vor einer Woche, auch den Oman zu bombardieren, sind Marktteilnehmer aber zurückhaltender geworden, sofort auf Ankündigungen der Trump-Administration zu reagieren. Am US-Anleihemarkt war die Entspannung kurzlebig nach der Ankündigung des US-Finanzministeriums, vermehrt langlaufende Aktien zurückzukaufen. Mit entsprechender Spannung wird dem ersten Auftritt von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole entgegengeblickt. Derweil stehen am Mittwoch Geschäftszahlen von Nvidia auf dem Programm. Sie konnten zuletzt keine Euphorie mehr im KI-Sektor auslösen, auch wenn sie eigentlich überzeugend ausfielen.

Rückblick: Fester - Positive Konjunkturdaten sorgten füreine kleine Erholung, zumal an den Anleihemärkten und auch bei den Ölpreisen zumindest relative Ruhe herrschte. Die Renditen am US-Anleihemarkt stiegen aber noch etwas weiter angesichts von Zweifeln über den nachhaltigen Erfolg des angekündigten Anleiherückkaufprogramms des US-Finanzministeriums. Der kleine Verfall am Terminmarkt setzte keinen Impuls. Die Eurozone-Wirtschaft blieb im August dank des beschleunigten Aufschwungs in der Industrie auf Wachstumskurs. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - erhöhte sich entgegen der Prognose von Ökonomen leicht. Zu den deutschen Daten hieß es, die Industrie befinde sich in einem lange nicht mehr gesehenen Stimmungshoch. Tagesfavoriten waren Rohstoffaktien mit einem Plus ihres Stoxx-Branchenindex von 2,6 Prozent. Als Treiber wurden deutlich erhöhte Edelmetallpreise genannt, aber auch Signale aus China, die Konjunktur des Landes unterstützen zu wollen.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Fester - FMC gaben um 1,8 Prozent nach, belastet davon, dass die Mutter Fresenius ihre Beteiligung an dem Dialyseanbieter weiter reduzierte. Fresenius gewannen 0,8 Prozent. Unisono werteten Analysten die Zahlen zum zweiten Quartal von CTS Eventim positiv, wenngleich die Marge nicht voll überzeugte. Die Aktie schloss nach anfänglichen deutlichen Verlusten 2,6 Prozent fester. Fielmann verloren nach Zahlen 6,6 Prozent. Der Optikkonzern leidet unter dem schwachen Konsum und senkte den Ausblick. Für Thyssenkrupp ging es nach einem positiven Analystenkommentar um 5,6 Prozent nach oben.

USA - AKTIEN

Etwas fester - Teilnehmer sprachen von einer Erholung nach dem Rücksetzer tags zuvor. Dass sie eher verhalten ausfiel, dafür sorgten die weiter steigenden Renditen am US-Anleihemarkt. Die jüngste Ankündigung des US-Finanzministeriums, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen, sorgte somit zunächst nur kurz für Entspannung. Für einen positiven Impuls sorgten neue US-Einkaufsmanagerindizes. Der Sammelindex stieg auf 56 von 54,5 im Juli und entfernte sich weiter nach oben weg von der Expansion anzeigenden Schwelle von 50. Ross Stores legten 4,4 Prozent zu. Das Einzelhandelsunternehmen hatte die Prognose für das Gesamtjahr aufgrund einer höheren Nachfrage von neuen und bestehenden Kunden angehoben. Auch die Ergebnisse für das zweite Quartal fielen besser als erwartet aus. Für die Aktien von Krypto-Handelsplattformen ging es erneut nach oben, nachdem US-Präsident Trump den Kongress zuletzt aufgefordert hatte, ein Kryptowährungsgesetz zu verabschieden. Der Bitcoin stieg um 6 Prozent auf über 77.000 Dollar und verzeichnete damit die beste Wochenperformance seit mehr als zwei Jahren. Coinbase stiegen um 8,2, Robinhood um 13,7 und Strategy um 6,1 Prozent.

USA - ANLEIHEN

Rendite   +/- 
2 Jahre    4,24  +0,04 
5 Jahre    4,42  +0,03 
10 Jahre    4,73  +0,04 
 

Die Renditen am Anleihemarkt legten weiter zu angesichts von Zweifeln über den dauerhaften Erfolg der Ankündigung des US-Finanzministeriums, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen. Schon am Vortag hatten die Renditen ihre Rückgänge nach der Ankündigung wieder aufgeholt. Die Renditen hielten sich insgesamt in der Nähe ihrer höchsten Stände seit über einem Jahrzehnt.

DEVISENMARKT

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:01 
EUR/USD     1,1678  -0,0  -0,0001     1,1679   1,1673 
EUR/JPY     185,60  +0,0  0,0100    185,5900  185,5600 
EUR/CHF     0,9349  -0,1  -0,0006     0,9355   0,9351 
EUR/GBP     0,8559  +0,0  0,0003     0,8556   0,8566 
USD/JPY     158,93  NULL  0,0000    158,9300  158,9500 
GBP/USD     1,364  NULL  0,0000     1,3633   1,3623 
USD/CNY     6,7227  +0,0  0,0017     6,7210   6,7216 
USD/CNH     6,7235  +0,1  0,0043     6,7193   6,7218 
AUS/USD     0,7165  -0,1  -0,0004     0,7169   0,7162 
Bitcoin/USD 76.993,66  -0,5  -411,29    77.404,95 77.379,19 
 

Der Dollar fiel gegenüber einem Währungskorb auf den niedrigsten Stand seit Mai. Belastend wirkte die Überlegung, dass das Anleiherückkaufprogramm des US-Finanzministeriums auf umfassendere Sorgen über die Haushaltslage der USA hindeutet. Der Euro kostete zuletzt im US-Handel rund 1,1680 Dollar. Dass Washington sich für einen Rückkauf langfristiger Schuldtitel entschieden habe, anstatt seinen fiskalischen Kurs zu ändern und das Schuldenwachstum zu verlangsamen, und dabei zunehmend Druck auf die Politik der US-Notenbank ausübe, werde den bereits bestehenden "De-Dollarisierungs-Trade" wahrscheinlich nur noch verstärken, meinte Ipek Ozkardeskaya, Senior-Analystin bei Swissquote. Auch die Erwartung, dass die US-Notenbank die Leitzinsen kurzfristig unverändert lassen dürfte, habe den Dollar belastet, hieß es.

ROHSTOFFE

METALLE

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold  4.630,99  +0,6   28,38    4.602,61 
Silber   68,66  -0,5   -0,31      68,97 
Platin 1.873,72  -0,2   -4,06    1.877,78 
 

Der Goldpreis baute trotz steigender Anleiherenditen seine jüngsten Gewinne weiter aus. Die Feinunze legte um 2,0 Prozent auf 4.606 Dollar zu. Stützend wirkten den schwächere Dollar und die allgemeine Erwartung, dass die US-Notenbank zunächst die Zinsen nicht anheben dürfte.

ÖL

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   85,61  -1,7   -1,45      87,06 
Brent/ICE     93  -1,5   -1,39      94,39 
 

Der Ölpreis setzte seine fünftägige Gewinnserie fort, nachdem US-Präsident Trump den Fokus eher auf maximalen wirtschaftlichen Druck auf den Iran als auf militärische Maßnahmen verlagert hatte. Diese Strategie erhöht nach Ansicht von Analysten das Risiko eines langwierigen Konflikts und einer anhaltenden Störung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. Im Durchschnitt passierten täglich nur 10 bis 20 Schiffe die Meerenge, verglichen mit etwa 130 vor dem Krieg. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent stieg um 0,4 Prozent auf 93,75 Dollar.

MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR

IRLAND - Bonität

Die Ratingagentur Moody's hat ihr langfristiges Emittentenrating für Irland und das Rating für vorrangige unbesicherte Anleihen des Landes von Aa3 auf Aa2 angehoben. Der Ausblick bleibt positiv.

ALIBABA

will sich via Kapitalerhöhung 10,2 Milliarden Dollar beschaffen, um in künstliche Intelligenz zu investieren. Dazu sollen 710 Millionen Aktien an Investoren außerhalb der USA zu einem Preis von jeweils 112,70 Hongkong-Dollar ausgegeben werden. Das entspricht einem deutlichen Abschlag gegenüber dem Schlusskurs der Aktie am Freitag von 123,00 Hongkong-Dollar.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/gos

(END) Dow Jones Newswires

August 24, 2026 01:37 ET (05:37 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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