NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag nach deutlichen Gewinnen der vergangenen Woche gefallen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Oktober wurde bei 93,10 US-Dollar gehandelt und damit mehr als ein Prozent niedriger als am Freitag. Der Markt zeigte eine Gegenbewegung, nachdem der Preis für Brent in der vergangenen Woche um etwa fünf Prozent gestiegen war.
Am Ölmarkt bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten das bestimmende Thema. Zuletzt hatten die USA erklärt, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran und auf dessen Handelspartner erhöhen zu wollen, um ein Ende des Kriegs mit dem Land erreichen zu können. In einem Gastbeitrag für die "Financial Times" hat US-Finanzminister Scott Bessent nochmals eine Warnung an die Unterstützer des Iran gerichtet. "Sie wären gut beraten, die Konsequenzen dieser Unterstützung zu bedenken", wird er zitiert.
Am Abend wird erwartet, dass sich Bessent in einer Rede konkreter zum geplanten Vorgehen gegen Irans Handelspartner äußern wird. Allerdings ist am Markt unklar, wie genau die USA den wirtschaftlichen Druck auf Teheran wirksam erhöhen könnten, ohne Gegenmaßnahmen von China als Hauptabnehmer des iranischen Öls zu provozieren.
Die Aussicht, dass der Transportweg für Öllieferungen aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus weiter blockiert bleibt, hatte die Ölpreise in der vergangenen Woche deutlich steigen lassen. Seit Beginn des Jahres hat sich der Rohstoff um mehr als 50 Prozent verteuert./jkr/jsl/he
