NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Montag etwas zugelegt. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) stieg um 0,19 Prozent auf 108,45 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen fiel auf 4,69 Prozent.
Gestützt wurden die Anleihen von etwas gesunkenen Rohölpreisen. Dies dürfte an einer Gegenbewegung nach den deutlichen Preisaufschlägen in der vergangenen Woche liegen. "Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran lässt ebenso auf sich warten wie eine freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus", schreiben Experten der Helaba. "Vor diesem Hintergrund verharren die Energiepreise auf hohem Niveau, und Inflations- sowie Zinssorgen bleiben präsent."
US-Präsident Donald Trump will im festgefahrenen Iran-Krieg die Führung in Teheran mit wirtschaftlichem Druck zum Einlenken bewegen. "Im Morgengrauen beginnt ein wirtschaftlicher 'D-Day' - die größte finanzielle Offensive, die jemals gegen einen Gegner mobilisiert wurde", schrieb US-Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X. Er will auf einer für diesen Montag in Washington angekündigten Pressekonferenz die "härtesten Sanktionen der Geschichte" gegen die Islamische Republik vorstellen. Die Regierung im Iran zeigt sich nach Außen jedoch unbeeindruckt.
Ein von Bessent angestrebter Plan zur Haushaltskonsolidierung könnte für positive Schlagzeilen sorgen, schreiben die Experten der Commerzbank. Es bleibe abzuwarten, ob er konkrete Maßnahmen enthält, die tatsächlich etwas bewirken.
Gegen Ende der Woche steht das jährliche Notenbanktreffen in Jackson-Hole. Im Blick steht die Rede von Notenbankchef Kevin Warsh. "Da das Symposium in der Vergangenheit wiederholt für weitreichende Ankündigungen genutzt wurde, könnte Warsh die Gelegenheit nutzen, um einen Einblick in erste Ergebnisse seiner zahlreichen Arbeitsgruppen zu geben", schreibt die Commerzbank./jsl/stw
