Frankfurt (ots) -
Natürlich muss VW schlanker werden. Blume hat recht, wenn er einen überdimensionierten und langsamen Konzern kritisiert. Prozesse können vereinfacht, Modellpaletten gestrafft, Plattformen vereinheitlicht und Fabriken effizienter organisiert werden. Aber nur an der Personalschraube zu drehen, ist kein Zukunftskonzept. Zumal die Lohnkosten in der Autoindustrie nur rund zehn Prozent der Kosten ausmachen. Selbst massenhafter Jobabbau oder längeres Arbeiten ohne Lohnausgleich retten kein Geschäftsmodell. Entscheidend ist, die nächste Entwicklungsstufe zu gewinnen. Dazu gehören kleinere, bezahlbare E-Autos statt immer neuer Zwei-Tonnen-SUVs, ressourcenarme und recyclinggerechte Konstruktion sowie Produktion mit erneuerbaren Energien. Europa benötigt zudem eine konzertierte, staatlich flankierte Batterieoffensive - von Rohstoffpartnerschaften über Zellfertigung bis Recycling. Unabhängigkeit von China ist kaum erreichbar, gefährliche Abhängigkeit aber kann verringert werden.
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Natürlich muss VW schlanker werden. Blume hat recht, wenn er einen überdimensionierten und langsamen Konzern kritisiert. Prozesse können vereinfacht, Modellpaletten gestrafft, Plattformen vereinheitlicht und Fabriken effizienter organisiert werden. Aber nur an der Personalschraube zu drehen, ist kein Zukunftskonzept. Zumal die Lohnkosten in der Autoindustrie nur rund zehn Prozent der Kosten ausmachen. Selbst massenhafter Jobabbau oder längeres Arbeiten ohne Lohnausgleich retten kein Geschäftsmodell. Entscheidend ist, die nächste Entwicklungsstufe zu gewinnen. Dazu gehören kleinere, bezahlbare E-Autos statt immer neuer Zwei-Tonnen-SUVs, ressourcenarme und recyclinggerechte Konstruktion sowie Produktion mit erneuerbaren Energien. Europa benötigt zudem eine konzertierte, staatlich flankierte Batterieoffensive - von Rohstoffpartnerschaften über Zellfertigung bis Recycling. Unabhängigkeit von China ist kaum erreichbar, gefährliche Abhängigkeit aber kann verringert werden.
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