Sachsen-Anhalt/Wirtschaft (ots) -
Halle. Die Mitarbeiter der insolventen Grube Teutschenthal (Saalekreis) wenden sich mit einem "dringenden Appell" an die Landesregierung: In einem Brandbrief an Ministerpräsidenten Sven Schulze sowie Finanz- und Wirtschaftsminister Michael Richter (beide CDU) heißt es: "Der Insolvenzantrag (...) bedroht nicht allein nur unsere 90 Arbeitsplätze und damit zugleich 90 Familien. Er betrifft auch eine Aufgabe von erheblicher Bedeutung für Sachsen-Anhalt: die sichere Entsorgung mineralischer Reststoffe und die langfristige Sicherung des Bergwerkes." Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstag-Ausgabe), welcher der Brandbrief vorliegt.
In dem ehemaligen Salzbergwerk werden den Angaben zufolge ein Drittel der Filterstäube aus Sachsen-Anhalts Müllverbrennungsanlagen sicher eingelagert. Der Betreiber, die GTS Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH, und das Land streiten über die Verteilung von Kosten der Altlastensanierung. Deswegen meldete die GTS Ende Juli auch Insolvenz an.
Manuel Rupsch von der Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH in Magdeburg teilte der MZ mit: "Wenn es zu einem Ausfall der Grube Teutschenthal kommen sollte, wird dies zu einer Verschärfung beim Bergversatz in Sachsen-Anhalt führen. Wir als Unternehmen sind für den Weiterbetrieb." Denn die Grube Teutschenthal sei für die Entsorgungssicherheit in der Industrie (Bergversatz) ein wichtiger Bestandteil. In Magdeburg-Rothensee steht eine der größten Müllverbrennungsanlagen Deutschlands.
Das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt erklärte: "Aus Sicht der Landesregierung bestehen ausreichend Entsorgungskapazitäten. Ein Entsorgungsnotstand ist nicht erkennbar." In Sachsen-Anhalt werden Filterstäube auch in Bergwerken in Bernburg und Zielitz eingelagert.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Marc Rath
Telefon: 0345 565 4200
marc.rath@mz.de
Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/47409/6339145
Halle. Die Mitarbeiter der insolventen Grube Teutschenthal (Saalekreis) wenden sich mit einem "dringenden Appell" an die Landesregierung: In einem Brandbrief an Ministerpräsidenten Sven Schulze sowie Finanz- und Wirtschaftsminister Michael Richter (beide CDU) heißt es: "Der Insolvenzantrag (...) bedroht nicht allein nur unsere 90 Arbeitsplätze und damit zugleich 90 Familien. Er betrifft auch eine Aufgabe von erheblicher Bedeutung für Sachsen-Anhalt: die sichere Entsorgung mineralischer Reststoffe und die langfristige Sicherung des Bergwerkes." Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstag-Ausgabe), welcher der Brandbrief vorliegt.
In dem ehemaligen Salzbergwerk werden den Angaben zufolge ein Drittel der Filterstäube aus Sachsen-Anhalts Müllverbrennungsanlagen sicher eingelagert. Der Betreiber, die GTS Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH, und das Land streiten über die Verteilung von Kosten der Altlastensanierung. Deswegen meldete die GTS Ende Juli auch Insolvenz an.
Manuel Rupsch von der Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH in Magdeburg teilte der MZ mit: "Wenn es zu einem Ausfall der Grube Teutschenthal kommen sollte, wird dies zu einer Verschärfung beim Bergversatz in Sachsen-Anhalt führen. Wir als Unternehmen sind für den Weiterbetrieb." Denn die Grube Teutschenthal sei für die Entsorgungssicherheit in der Industrie (Bergversatz) ein wichtiger Bestandteil. In Magdeburg-Rothensee steht eine der größten Müllverbrennungsanlagen Deutschlands.
Das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt erklärte: "Aus Sicht der Landesregierung bestehen ausreichend Entsorgungskapazitäten. Ein Entsorgungsnotstand ist nicht erkennbar." In Sachsen-Anhalt werden Filterstäube auch in Bergwerken in Bernburg und Zielitz eingelagert.
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