DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Trump droht mit Zöllen von 50% auf Autos und Autoteile aus Kanada
US-Präsident Donald Trump am Montag angekündigt, dass die USA ab Januar Zölle von 50 Prozent auf Automobile und Autoteile aus Kanada erheben werden. Dies ist die neueste Eskalation in einem Handelskonflikt, der am Wochenende nach gegenseitigen Maßnahmen entbrannt ist. "Am ersten Januar 2027 werden die Zölle auf alle Autos, Lkw - sowohl große als auch kleine -, Automobilteile und Stahl auf 50 Prozent erhöht", schrieb Trump auf Truth Social. Die US-Zölle auf kanadische Automobile liegen derzeit bei 25 Prozent, wobei es Nachlässe für den US-Wertschöpfungsanteil in den Fahrzeugen gibt, während die Stahlzölle bereits bei 50 Prozent liegen.
Kanada will Konjunkturpaket für von neuen Zöllen betroffenen Branchen
Der kanadische Finanzminister François-Philippe Champagne sagte, er werde in Kürze Programme auflegen, um Arbeitnehmer und Unternehmen zu unterstützen, die direkt vom neuen 50-Prozent-Zoll der Trump-Regierung betroffen sind. Gegenüber Reportern in Montreal sagte Champagne, Vertreter hätten für den Fall eines Scheiterns der Handelsgespräche in diesem Monat Initiativen vorbereitet. Die USA und Kanada beendeten die Gespräche am späten Freitagabend. Kanada erklärte, die USA hätten zu viel gefordert und im Gegenzug wenig geboten. Champagne fügte hinzu, Kanada verfüge über die fiskalische Kapazität, der Wirtschaft in dieser Übergangsphase zu helfen. "Wir müssen umschwenken und sagen, wir werden für die Arbeitnehmer da sein, für die Unternehmen, wir werden für die Industrie da sein", sagte Champagne.
Premierminister von Ontario fordert von Kanada Exportbeschränkungen für Rohstoffe
Der Regierungschef der bevölkerungsreichsten Provinz Kanadas hat erklärt, es sei für das Land an der Zeit, im Rahmen von handelspolitischen Vergeltungsmaßnahmen die Exporte von Rohstoffen wie Energie, Kali und Strom in die USA zu beschränken. Der Premierminister von Ontario, Doug Ford, sagte in einem Interview, Kanada "sollte jeden nur möglichen Hebel nutzen, den wir haben. Präsident Trump will den Kanadiern Schmerzen zufügen. Nun, leider müssen wir den Amerikanern Schmerzen zufügen."
Chicago Fed Index zeigt nachlassendes Wachstum im Juli
Das Wirtschaftswachstum hat sich im Juli laut einem von der Chicago Fed veröffentlichten Index wahrscheinlich abgeschwächt. Der nationale Konjunkturindex der regionalen Notenbank sank im Juli auf minus 0,08, nach revidiert 0,06 im Juni. Ein Wert von unter null deutet darauf hin, dass die Wirtschaft unter ihrer historischen durchschnittlichen Trendwachstumsrate wächst. Drei der vier breit gefassten Indikatorkategorien, die zur Erstellung des Index verwendet werden, gingen im Monatsvergleich zurück. Der CFNAI-Diffusionsindex, der auf einem gleitenden Dreimonatsdurchschnitt basiert, fiel im Juli auf 0,05 von 0,09 im Juni.
Goldman Sachs: Treasury-Rückkäufe sind keine Operation Twist
Die von US-Finanzminister Scott Bessent angekündigten verstärkten Rückkäufe langlaufender Treasuries werden nach Aussage von Goldman-Sachs-Analysten nicht so wirksam sein wie die einstige "Operation Twist" der Federal Reserve. "Im Gegensatz zur Wirksamkeit der Operation Twist, die mit Blick auf die Herausnahme von Laufzeitrisiko Ähnlichkeiten hatte, fehlt den Rückkäufen der Wirkungskanal der Leitzins-Guidance, die die Reduktion der Laufzeitprämie unterstützt hat", schreiben sie in einem Kommentar. Sie sehen das Risiko, dass Bessents Maßnahmen ähnlich wie bei einer Devisenmarktintervention kurzfristig die Volatilität verringere, den Renditedruck aber dazu zwinge, sich an anderer Stelle zu entladen - "im aktuellen Fall entweder am mittleren Laufzeitenbereich der Zinskurve und/oder über die Währung", wie sie schreiben.
Inflation in Mexiko zieht Anfang August leicht an
Die Inflation in Mexiko hat in der ersten Augusthälfte wegen leicht höherer Preise für frische Lebensmittel angezogen. Die Kerninflation veränderte sich im Vergleich zu den beiden Vorwochen kaum. Der Verbraucherpreisindex stieg in den ersten beiden Wochen dieses Monats um 0,10 Prozent. Dadurch kletterte die 12-Monats-Inflationsrate von 3,14 Prozent in der zweiten Julihälfte auf 3,26 Prozent, wie das nationale Statistikinstitut Inegi am Montag mitteilte.
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August 24, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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