Hamburg (ots) -
Mit dem Start ins neue Schuljahr nach den Sommerferien kehren Kinder und Jugendliche in ihre Klassen zurück. Doch mit dem Schulbeginn stehen nicht nur Hausaufgaben und Lernstoff auf dem Programm, sondern häufig auch gesundheitliche Herausforderungen: Insbesondere in den Spätsommermonaten sorgen nicht nur Gräser- und Kräuterpollen, sondern auch, mit Beginn der Heizperiode, Hausstaubmilben vermehrt für allergische Beschwerden bei Kindern.
Allergien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.[1] Allergische Schüler und Schülerinnen leiden unter scheinbar unspezifischen Symptomen: Niesreiz, verstopfte Nase, juckende Augen, aber auch dauerhafte Müdigkeit und Konzentrationsprobleme.[2] "Wenn ein Kind im Unterricht auffällig müde, unkonzentriert oder reizbar ist, steckt nicht selten eine Allergie dahinter - zum Beispiel gegen Hausstaubmilben oder Pollen. Eltern und Lehrer denken dabei häufig nur an klassische Heuschnupfensymptome, doch die Auswirkungen können erheblich weiter gehen", erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Eckard Hamelmann, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Kinderzentrum Bethel, Universitätsklinikum Bielefeld und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI).
Vielfältige Allergieauslöser - Komplexe Symptome
Neben den bekannten Auslösern wie Gräser- und Baumpollen werden Kinder in der Schule oft auch durch den Kontakt mit Hausstaubmilben belastet - zum Beispiel in Teppichen, Vorhängen oder Polstermöbeln. "Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und vermindertes Leistungsniveau sind nur einige Folgen unbehandelter Allergien bei Kindern", so Univ.-Prof. Dr. med. Hamelmann. "Ihr Immunsystem ist in einer hochsensiblen Entwicklungsphase, sodass eine frühzeitige Behandlung enorm viel bewirken und sich positiv auf die Lebensqualität auswirken kann."
Frühzeitiges Erkennen schützt vor Langzeitfolgen
Wenn Allergien unerkannt und unbehandelt bleiben, können sie sich verschlimmern - bis hin zur Entwicklung von Asthma bronchiale.[1] "Es ist wichtig, Allergien ernst zu nehmen und bei anhaltenden Beschwerden einen Allergietest und eine entsprechende Behandlung in Erwägung zu ziehen. So können wir die Kinder gezielt unterstützen, damit sie gesund lernen und den Schulalltag meistern können", so Univ.-Prof. Dr. med. Hamelmann.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule ist essenziell, um allergische Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und professionell zu begleiten. Eltern sollten wiederkehrende Symptome gezielt ärztlich abklären lassen. Lehrkräfte und pädagogisches Personal sind gefordert, bei auffälligen Veränderungen im Verhalten oder der Leistungsfähigkeit von Kindern auch an eine mögliche Allergie als Ursache zu denken.
Allergien gezielt behandeln
Ist eine Allergie diagnostiziert, können verschiedene Behandlungswege in Betracht gezogen werden. Neben symptomorientierter medikamentöser Therapie stellt die Allergen-Immuntherapie (AIT, auch Hyposensibilisierung genannt) die einzige ursächliche Behandlung dar. Im Gegensatz zu rein symptomlindernden Medikamenten greift die AIT direkt an der Wurzel des Problems an. Sie trainiert das Immunsystem über einen längeren Zeitraum darauf, bestimmte Allergene nicht mehr als "Bedrohung" wahrzunehmen und entsprechend nicht mehr übermäßig zu reagieren. "Schon während der Behandlung berichten viele Betroffene über eine spürbare Entlastung - auf lange Sicht bessern sich die Beschwerden oftmals deutlich, im günstigsten Fall können die Allergiesymptome sogar ganz verschwinden", erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Hamelmann. Besonders komfortabel im Alltag ist die sogenannte sublinguale Immuntherapie, bei der Tabletten oder Tropfen täglich unter die Zunge gegeben werden.
Kürzlich veröffentlichte Behandlungsergebnisse aus dem realen Praxisalltag mit rund 11.000 Kindern mit Allergie - mit oder ohne begleitendes Asthma - bestätigte die langfristige Wirksamkeit der AIT: Über einen Zeitraum von neun Jahren konnten sowohl die Symptome als auch der Bedarf an beispielsweise Antihistaminika und inhalativem Kortison deutlich gesenkt werden. Jüngere Kinder profitierten besonders: Bei ihnen konnte der Bedarf an Antihistaminika und kortisonhaltigem Nasenspray stärker gesenkt werden als bei Jugendlichen.[3]
Weitere Informationen zu Allergien und Behandlungsoptionen stehen auf www.allergiecheck.de zur Verfügung.
[1] Klimek L. et al., Weißbuch Allergie in Deutschland. 5. überarbeitete und erweiterte Auflage 2025, Springer Medizin Verlag GmbH. S. 299.
[2] Thamm R et al., Journal of Health Monitoring 2018; 3 (3): 3-18
[3] Woehlk C et al., Allergy 2025; 80:3331-41
Pressekontakt:
Sarah Mag
ALK-Abelló Arzneimittel GmbH
Tel.: 040 703845-257
E-Mail: presse@alk.net
Original-Content von: ALK-Abelló Arzneimittel GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/54690/6339348
Mit dem Start ins neue Schuljahr nach den Sommerferien kehren Kinder und Jugendliche in ihre Klassen zurück. Doch mit dem Schulbeginn stehen nicht nur Hausaufgaben und Lernstoff auf dem Programm, sondern häufig auch gesundheitliche Herausforderungen: Insbesondere in den Spätsommermonaten sorgen nicht nur Gräser- und Kräuterpollen, sondern auch, mit Beginn der Heizperiode, Hausstaubmilben vermehrt für allergische Beschwerden bei Kindern.
Allergien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.[1] Allergische Schüler und Schülerinnen leiden unter scheinbar unspezifischen Symptomen: Niesreiz, verstopfte Nase, juckende Augen, aber auch dauerhafte Müdigkeit und Konzentrationsprobleme.[2] "Wenn ein Kind im Unterricht auffällig müde, unkonzentriert oder reizbar ist, steckt nicht selten eine Allergie dahinter - zum Beispiel gegen Hausstaubmilben oder Pollen. Eltern und Lehrer denken dabei häufig nur an klassische Heuschnupfensymptome, doch die Auswirkungen können erheblich weiter gehen", erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Eckard Hamelmann, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Kinderzentrum Bethel, Universitätsklinikum Bielefeld und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI).
Vielfältige Allergieauslöser - Komplexe Symptome
Neben den bekannten Auslösern wie Gräser- und Baumpollen werden Kinder in der Schule oft auch durch den Kontakt mit Hausstaubmilben belastet - zum Beispiel in Teppichen, Vorhängen oder Polstermöbeln. "Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und vermindertes Leistungsniveau sind nur einige Folgen unbehandelter Allergien bei Kindern", so Univ.-Prof. Dr. med. Hamelmann. "Ihr Immunsystem ist in einer hochsensiblen Entwicklungsphase, sodass eine frühzeitige Behandlung enorm viel bewirken und sich positiv auf die Lebensqualität auswirken kann."
Frühzeitiges Erkennen schützt vor Langzeitfolgen
Wenn Allergien unerkannt und unbehandelt bleiben, können sie sich verschlimmern - bis hin zur Entwicklung von Asthma bronchiale.[1] "Es ist wichtig, Allergien ernst zu nehmen und bei anhaltenden Beschwerden einen Allergietest und eine entsprechende Behandlung in Erwägung zu ziehen. So können wir die Kinder gezielt unterstützen, damit sie gesund lernen und den Schulalltag meistern können", so Univ.-Prof. Dr. med. Hamelmann.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule ist essenziell, um allergische Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und professionell zu begleiten. Eltern sollten wiederkehrende Symptome gezielt ärztlich abklären lassen. Lehrkräfte und pädagogisches Personal sind gefordert, bei auffälligen Veränderungen im Verhalten oder der Leistungsfähigkeit von Kindern auch an eine mögliche Allergie als Ursache zu denken.
Allergien gezielt behandeln
Ist eine Allergie diagnostiziert, können verschiedene Behandlungswege in Betracht gezogen werden. Neben symptomorientierter medikamentöser Therapie stellt die Allergen-Immuntherapie (AIT, auch Hyposensibilisierung genannt) die einzige ursächliche Behandlung dar. Im Gegensatz zu rein symptomlindernden Medikamenten greift die AIT direkt an der Wurzel des Problems an. Sie trainiert das Immunsystem über einen längeren Zeitraum darauf, bestimmte Allergene nicht mehr als "Bedrohung" wahrzunehmen und entsprechend nicht mehr übermäßig zu reagieren. "Schon während der Behandlung berichten viele Betroffene über eine spürbare Entlastung - auf lange Sicht bessern sich die Beschwerden oftmals deutlich, im günstigsten Fall können die Allergiesymptome sogar ganz verschwinden", erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Hamelmann. Besonders komfortabel im Alltag ist die sogenannte sublinguale Immuntherapie, bei der Tabletten oder Tropfen täglich unter die Zunge gegeben werden.
Kürzlich veröffentlichte Behandlungsergebnisse aus dem realen Praxisalltag mit rund 11.000 Kindern mit Allergie - mit oder ohne begleitendes Asthma - bestätigte die langfristige Wirksamkeit der AIT: Über einen Zeitraum von neun Jahren konnten sowohl die Symptome als auch der Bedarf an beispielsweise Antihistaminika und inhalativem Kortison deutlich gesenkt werden. Jüngere Kinder profitierten besonders: Bei ihnen konnte der Bedarf an Antihistaminika und kortisonhaltigem Nasenspray stärker gesenkt werden als bei Jugendlichen.[3]
Weitere Informationen zu Allergien und Behandlungsoptionen stehen auf www.allergiecheck.de zur Verfügung.
[1] Klimek L. et al., Weißbuch Allergie in Deutschland. 5. überarbeitete und erweiterte Auflage 2025, Springer Medizin Verlag GmbH. S. 299.
[2] Thamm R et al., Journal of Health Monitoring 2018; 3 (3): 3-18
[3] Woehlk C et al., Allergy 2025; 80:3331-41
Pressekontakt:
Sarah Mag
ALK-Abelló Arzneimittel GmbH
Tel.: 040 703845-257
E-Mail: presse@alk.net
Original-Content von: ALK-Abelló Arzneimittel GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/54690/6339348
© 2026 news aktuell
