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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen mit positiven Wirtschaftsdaten Gewinne aus

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen mit positiven Wirtschaftsdaten Gewinne aus

DOW JONES--An Europas Börsen geht es am Dienstagmittag nach oben mit den Aktienkursen. Der DAX gewinnt 0,8 Prozent auf 26.315 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,4 Prozent nach oben. Der Euro tendiert seitwärts und kostet 1,1662 Dollar. Der Ölpreis gibt deutlich nach um rund 3 Prozent - Brent notiert wieder unter 90 Dollar das Fass.

Rückenwind kommt von ermutigenden Wirtschaftsdaten. Das Ifo-Geschäftsklima hat sich im August trotz der wieder gestiegenen Energiepreise deutlich aufgehellt. "Dabei ist der Anstieg um mehr als zwei Punkte von 86,7 auf 88,8 sowohl auf positivere Erwartungen als auch auf eine bessere Beurteilung der aktuellen Lage zurückzuführen. Dies spricht dafür, dass sich die Konjunktur trotz einiger Belastungsfaktoren in den kommenden Monaten weiter beleben wird", kommentiert die Commerzbank. Daneben wurde das Wachstum des deutschen BIP im zweiten Quartal auf 0,3 von 0,2 Prozent nach oben revidiert. Dies unterstreicht laut Marktteilnehmern die Einschätzung vieler Volkswirte, dass die Stimmung schlechter ist als die Lage.

Stützend wirken auch weiter nachgebende Renditen an den Anleihemärkten, wobei der Impuls aus den USA kommt, von wo der jüngste weltweite Anstieg auch ausgegangen war. Laut CNBC erwägt US-Finanzminister Scott Bessent, staatliche Liquiditätsreserven von knapp 1 Billion Dollar anzuzapfen, um damit den avisierten verstärkten Rückkauf langlaufender Anleihen zu finanzieren, um so letztlich die langfristigen US-Renditen zu senken. Im Handel wird allerdings bezweifelt, dass die Renditen mit dieser Maßnahme nachhaltig gedeckelt werden können.

Mit Spannung warten die Anleger unterdessen auf die Nvidia-Zahlen am späten Mittwoch. Erwartet wird erneut ein gigantischer Umsatzausweis, interessant dürfte aber insbesondere der Ausblick sein. "Anleger versuchen händeringend zu prognostizieren, wann der Höhepunkt des KI-Hypes erreicht ist", heißt es dazu.

Im Chipsektor geht es nach oben, auch nachdem sich die Analysten von JP Morgan und der UBS zuversichtlich hinsichtlich zukünftiger KI-Investitionen geäußert haben. Infineon gewinnen 2,7, Suss Microtec 2,5, Siemens Energy 2,1, ASML 1,3 oder STMicroelectronics 1,1 Prozent.

Bei den Einzelaktien ist es nach Ende der Berichtssaison weiter ruhig. Die VW-Aktie gibt knapp 1 Prozent. Bei Volkswagen werde es kurzfristig wohl keine konkreten Entscheidungen zur Zukunft der Werke geben, sagte Unternehmenschef Oliver Blume auf der Betriebsversammlung. Die Marken des Konzerns sollten konkrete "Optionsräume" erarbeiten, um in den nächsten 6 bis 12 Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen.

Tagesfavorit am deutschen Markt ist die Deutz-Aktie mit einem Plus von 10 Prozent auf 11,38 Euro. Treiber ist die durch die Hauptversammlung genehmigte Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft FFG genehmigt. Damit seien die Bewertungsmultiplikatoren für Rüstungswerte bei Deutz zu rechtfertigen, so ein Händler. Auch Analysten äußern sich positiv. Oddo BHF soll darauf das Kursziel erhöht haben von 12,50 auf 16,40 Euro, heißt es.

In London gewinnen Melrose Industries ebenfalls rund 10 Prozent. Hier sorgt für Käufe, dass das Luft- und Raumfahrtunternehmen für einen Unfall in Kalifornien weniger Schadenersatz zahlen muss als befürchtet.

INDEX        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag    +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   6.478,70  +0,5   30,72    6.447,98       11,9 
Stoxx-50      5.505,74  +0,5   24,85    5.480,89       12,0 
DAX        26.315,48  +0,8   208,88    26.106,60       7,5 
MDAX       32.377,61  +1,1   346,06    27.039,42       5,8 
TecDAX       4.070,93  +0,5   21,70    3.091,28       12,4 
SDAX       18.656,84  +1,2   219,46    13.062,07       8,6 
FTSE       10.879,44  +0,2   25,12    10.854,32       9,6 
CAC        8.482,72  +0,4   29,71    8.453,01       4,1 
SMI        14.492,60  +0,3   45,41    14.447,19       9,2 
ATX        6.688,34  +1,1   70,82    6.617,52       25,6 

DEVISEN       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag    Mo, 17:48 
EUR/USD       1,1662  NULL   0,0000     1,1662      1,1667 
EUR/JPY       185,75  +0,1   0,2100     185,54     185,6900 
EUR/CHF       0,9358  +0,0   0,0001     0,9357      0,9359 
EUR/GBP       0,8555  +0,0   0,0001     0,8554      0,8556 
USD/JPY       159,26  +0,1   0,1800     159,08     159,1400 
GBP/USD       1,3629  -0,0  -0,0001      1,363      1,3632 
USD/CNY       6,7195  -0,0  -0,0024     6,7219      6,7219 
USD/CNH       6,7187  -0,0  -0,0017     6,7204      6,7219 
AUS/USD       0,7155  +0,1   0,0006     0,7149      0,7151 
Bitcoin/USD    79.296,61  +0,5   373,92    78.922,69    79.343,66 
 
 
ROHOEL       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex       82,27  -3,2   -2,74      85,01 
Brent/ICE       89,54  -2,9   -2,63      92,17 
 
 
Metalle       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold        4.644,81  -0,1   -6,46    4.651,27 
Silber        68,15  -1,1   -0,78      68,94 
Platin       1.847,65  -1,5   -28,35    1.876,00 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 25, 2026 08:09 ET (12:09 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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